Zum 100. Geburtstag: Kölner Messe präsentiert Rekordzahlen

Zum 100. Geburtstag: Kölner Messe präsentiert Rekordzahlen

Rundschau |

Zum 100. GeburtstagKölner Messe präsentiert Rekordzahlen

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Visualisierung des künftigen Confex an der Koelnmesse in Abendstimmung. Das Kongresszentrum soll künftig für zusätzlichen Umsatz sorgen

Copyright: Koelnmesse / Koelncongress

Die Kölner Messe lässt die Corona-Kriese hinter sich und legt pünktlich zum 100. Geburtstag Rekordzahlen vor.

„Das Jahr 2023 war ein beeindruckendes Comeback, mit dem die Koelnmesse zu alter Strahlkraft zurückgefunden hat“, sagt Messe-Chef Gerald Böse. Die eigenen Erwartungen habe die Messe übertroffen. Der Umsatz stieg im abgelaufenen Jahr gleich um 176 Millionen auf 416 Millionen Euro, wie die Messe auf Basis vorläufiger Zahlen am Freitag mitteilte. Der Gewinn nach Steuern erreicht voraussichtlich 42 Millionen nach einem Fehlbetrag von 64,6 Millionen im Jahr 2022. 

Für Euphorie sei es aber noch früh, so Böse. In den drei Corona-Jahren hatte die Messe Verluste von insgesamt 255,6 Millionen eingefahren. In der Zeit brauchte sie die Unterstützung der Gesellschafter, das sind vor allem die Stadt Köln mit einem Anteil von gut 79 Prozent, das Land NRW mit 20 Prozent und vier kleinere Anteilseigner, um weiter ins Messegelände investieren zu können. Bauruinen auf dem Gelände habe man unbedingt vermeiden wollen, so Böse. Jetzt kann die Messe am 28. Juni nicht nur den runden Geburtstag feiern, sondern auch die Eröffnung des Kongresszentrums Confex. 

1,7 Millionen Besucher kamen zu den Messen

67 Veranstaltungen weltweit spülten 2023 Geld in die Kasse der Messe. Hier zeigten 37.800 Aussteller ihre Produkte und Dienstleistungen und lockten dabei 1,7 Millionen Besucher an. „Messen bleiben unverzichtbarer Treiber für die Wirtschaft und sind als Plattformen für Innovationsaustausch und wegweisende Ideen unersetzlich“, so Böse. „Ich bin froh, dass die Messe sich so gut von der Krise erholt hat.

Dieses erfolgreiche Messejahr verdankt die Koelnmesse auch ihren engagierten Mitarbeitenden“, betonte Henriette Reker, Kölns Oberbürgermeisterin und Aufsichtsratsvorsitzende der Messe. Die Mitarbeitenden hatte die in der Pandemie Messe an Bord gehalten. Im abgelaufenen Jahr stieg ihre Zahl auf 1106 (1017).

Aussteller berichten über substanzielle Aufträge 

Messegeschäftsführer Oliver Frese freut sich über die Präsenz deutscher Handelsketten auf den Veranstaltungen. „Die Handbremse des Handels in Richtung Messe hat sich gelöst“, so Frese. Nahezu alle Handelsketten seien wieder vertreten gewesen. Die Aussteller berichtete auch über substanzielle Aufträge und Ordervolumina direkt vor Ort.

Im Ausland organisierte die Kölner Messe 24 Veranstaltungen. Ein Highlight war laut Böse erneut die Thaifex – Anuga Asia in Bangkok. Die wird im laufenden Jahr in einen Lebensmittelbereich und einen für Hotel, Restaurant und Catering aufgeteilt und um weitere Segmente ergänzt wird. Die im Ausland erwirtschaftete die Kölner Messe  45,2 Millionen.

Geld sitzt 2024 nicht mehr so locker

Deutlich gewachsen im Inland sind die Möbelmesse imm, die Süßwarenmessse ism, die Eisenwarenmesse und die Anuga Foodtech, die Zulieferermesse für die Lebensmittelindustrie. Dennoch haben einige dieser Messe die Erwartungen nicht ganz erfüllt. Der Bereich Möbel und  Interieur leide unter der Baukrise. Da buchten die Aussteller auch kleinere Flächen.

Das erwartet Freese auch im laufenden Jahr. 60 Prozent der Aussteller würden die Budgets nicht erhöhen, wie aus einer Umfrage des Messeverbands hervorgehe. Angesichts der Inflation würden die Messestände vielleicht wieder kleiner werden. Teils würden wohl auch weniger Mitarbeitende auf die Messen geschickt.

Messe hält am Effizienzprogramm fest

Im laufenden Jahr werden laut Böse 70 Messen veranstaltet. Der Umsatz soll 369,5 Millionen erreichen. Böse erwartet einen einstelligen Millionengewinn in dem turnusmäßig schwächeren Messejahr. Am Effizienz-Programm hält die Messe fest. Vor der Corona-Pandemie sei die Messe schuldenfrei gewesen, so Böse. Jetzt gelte es wieder Schulden abzubauen und auch Eigenkapital aufzubauen.

Das Confex, das mit seinen 22 Konferenzräumen und einer großen, multifunktionalen Halle Platz für mehr als 6000 Personen bietet, ist laut Messe drei Wochen nach Vermarktungsstart für das zweite Halbjahr bereits weitestgehend ausgebucht.

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