Vorwürfe gegen François-Xavier Roth: Musikerinnen berichten von „unerwünschten Nachrichten“ des Kölner GMD

Vorwürfe gegen François-Xavier Roth: Musikerinnen berichten von „unerwünschten Nachrichten“ des Kölner GMD

Rundschau |

Vorwürfe gegen François-Xavier RothMusikerinnen berichten von „unerwünschten Nachrichten“ des Kölner GMD

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Gürzenich-Chef François-Xavier Roth

Copyright: Hyou Vielz

Dirigent François-Xavier Roth soll an Musikerinnen und Musiker anzügliche SMS geschickt haben.

Das französische Magazin „Le Canard echainé“ berichtet über Vorwürfe gegen François-Xavier Roth. Sieben Musikerinnen und Musiker berichten von Übergriffen in Form von „unerwünschten Nachrichten“, die sie vom Dirigenten per SMS erhalten haben sollen.

Wenn ich zu weit gegangen bin, möchte ich mich jetzt bei denjenigen entschuldigen, die ich verletzt haben könnte.

François-Xavier Roth

Roth räumte gegenüber „Le Canard echainé“ ein, dass der Austausch von „intimen Nachrichten“ vorgekommen sei. „Wenn ich zu weit gegangen bin, möchte ich mich jetzt bei denjenigen entschuldigen, die ich verletzt haben könnte“, zitiert ihn das Magazin.

Außerdem soll es einen Brief an den geschäftsführenden Direktor des Gürzenich-Orchesters, Stefan Englert, bezüglich sexuell übergriffigem Verhalten Roths gegeben haben.

Vorwürfe werden derzeit geprüft

Auf Nachfrage der Rundschau will sich Englert konkret dazu nicht äußern, „aus Gründen der Vertraulichkeit“. Es habe aber Gerüchte gegeben, denen man nachgegangen sei. „Aktuelle Vorwürfe werden derzeit geprüft.“ Englert macht aber auch klar, dass es in seiner Amtszeit keine AGG-Beschwerde bezüglich Diskriminierung eingereicht worden sei.

AGG ist die Abkürzung für Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz und gewährleistet die Bedingungen für ein sicheres Arbeitsumfeld.

Stefan Englert ist seit 2018 Geschäftsführender Direktor, François-Xavier Roth seit 2015 Generalmusikdirektor der Stadt Köln, sein Vertrag läuft bis zum Ende der Spielzeit 2024/25, danach wechselt er zum SWR Sinfonieorchester als Chefdirigent und Künstlerischer Leiter. „Von Vorwürfen aus der Zeit 2015 bis 2018 ist mir nichts bekannt“, so Kulturdezernent Stefan Charles.

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