„Unseren Planeten sauberer machen“: Kinder und Jugendliche beteiligen sich an Porzer Müllsammelaktion

„Unseren Planeten sauberer machen“: Kinder und Jugendliche beteiligen sich an Porzer Müllsammelaktion

Rundschau |

„Unseren Planeten sauberer machen“Kinder und Jugendliche beteiligen sich an Porzer Müllsammelaktion

Lesezeit 4 Minuten
6ec46221-7f20-41f0-81e8-456c930a14cd.jpeg?auto=format&q=75&rect=0,209,4000,2250&w=2000&h=5334&s=a31ec56f4d969d0b918e80acaaf2faed

Rund um das Spielschiff an der Groov sammeln Noah (v.l.), Leonas, Arthur und Alexander von der Schildkrötenklasse der GGS Schmittgasse Müll auf.

Copyright: René Denzer

In Porz haben sich Bürgervereine und Institutionen an Müllsammelaktionen beteiligt. Besonders viele Kinder und junge Leute waren aktiv.

Wo sind die Handschuhe? Wo die Mülltüten? Wo sammeln wir? Die Kinder der Schildkrötenklasse der Gemeinschaftsgrundschule (GGS) Schmittgasse können es kaum erwarten, zur Tat zu schreiten. Am großen Spielschiff an der Zündorfer Groov haben sie ihr Lager aufgeschlagen. Von Klassenlehrer Johannes Becker bekommen die Erstklässler die Tüten und Handschuhe ausgeteilt. Die brauchen sie, um später den Müll einzusammeln, den andere einfach achtlos weggeworfen haben.

Knapp 300 Kinder der GGS Schmittgasse und zwei Klassen der Grundschule Irisweg beteiligen sich am sogenannten „Tu’s Day“ der Groov-Paten. Den veranstaltet der Verein seit einigen Jahren zusammen mit den Schulen und Institutionen wie den Stadtentwässerungsbetrieben (Steb) oder den Abfallwirtschaftsbetrieben (AWB). Ziel ist es, die Groov in Zündorf von Müll und Unrat zu befreien.

Mit Opa auch beim Spaziergang am Rhein im Einsatz

Noah ist dafür bestens vorbereitet. Er hat einen Greifer von zu Hause mitgebracht. Der kommt regelmäßig zum Einsatz, wenn der Erstklässler zusammen mit seinem Opa am Rhein spazieren geht und dabei Müll aufsammelt. Dieses Mal ist nicht Opa an seiner Seite, sondern seine Klassenkameraden Leonas, Arthur und Alexander.

Nach und nach findet immer mehr Müll Platz in der Tüte. Zigarettenkippen finden die Jungs besonders ekelig. Auch die benutzten Taschentücher wollen sie nur mit dem Greifer anpacken. Noah schüttelt dabei den Kopf: „Warum schmeißt man so was weg? Die kann man doch in die Tasche stecken.“

An einer Stelle versuchen die vier Erstklässler abwechselnd mit dem Greifer Plastikmüll zu ergattern. Das gestaltet sich gleich doppelt schwierig. Zum einen steckt der Müll zur Hälfte in dem Boden, zum anderen befindet er sich auf der anderen Seite eines Zauns. Durch ein Loch probieren sie es und bleiben hartnäckig. Am Ende hat Alexander das Objekt der Begierde, doch verliert er es beim Versuch es durch den Zaun abzutransportieren. Das Plastik rutscht weiter weg, als es die Jungs erreichen können. Der Ärger über den gescheiterten Versuch ist aber schnell verflogen, als eine Flasche und eine Tüte aufgesammelt werden und schnell den Weg in den Müllsack finden.  

Metallzaun auf dem Kinderspielplatz: Kuriose Funde sind keine Seltenheit

Es ist manchmal erstaunlich, was die Kinder bei solchen Aktionen alles finden, sagt Klassenlehrer Becker aus Erfahrung der vergangenen Jahre. Da waren es auch schon einmal Autoreifen, die an der Groov entsorgt worden sind. „Mit was für einem Aufwand manche Menschen ihren Müll entsorgen, anstatt einfach zur Müllkippe zu fahren“, zeigt der Lehrer Unverständnis.

Und auch dieses Mal gibt es kuriose Funde. Schüler der Seehundklasse der GGS Schmittgasse haben in einem Gebüsch am Spielplatz ein Stück Metallzaun gefunden. Stolz präsentieren sie ihren Fund und posieren damit für ein Foto, um dann aber gleich wieder zur Tat zu schreiten.

Fleißig sind nicht nur die jungen Schülerinnen und Schüler, sondern auch die älteren. Zu ihnen gehören Loki und Amelie. Beide besuchen die elfte Klasse des Stadtgymnasiums und beteiligen sich an einer Aktion von der Vernetzung Porzer Bürgervereine. In verschiedenen Stadtteilen waren Mitglieder von Bürgervereinen unterwegs. Hier und da haben sie zusätzliche Unterstützung bekommen. In Urbach waren nicht nur Pfadfinder mit am Start, sondern eben auch Schülerinnen und Schüler des Stadtgymnasiums.  

Umweltschutz als gemeinsame Aufgabe

Um die Schule herum gebe es immer was zu tun, weiß Amelie. Den Grund kennt sie auch. „Das liegt daran, dass auch die Schüler viel wegschmeißen.“ Es gebe zwei Parteien, die Schülerinnen und Schüler, die wegschmeißen und die, die den Müll wieder aufsammeln. Letztere haben sich vor Jahren schon zu einer AG zusammengetan. Primär geht es dabei um die Themen Klima und Umwelt. Und deren Schutz.

„Es ist unser aller Aufgabe, unseren Planeten sauberer zu machen“, sagt Andreas Bischoff, Vorsitzender der Groov-Paten, bei der Aktion in Zündorf. Die Schülerinnen und Schüler der Zündorfer Grundschulen nannte er stolz „Umweltschützer“. Doch das trifft nicht nur auf die Kinder zu, sondern auf alle, die sich bei den Müllsammelaktionen in den einzelnen Veedeln in Porz beteiligt haben. 

Hier weiter lesen…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Optimiert durch Optimole