S-Bahn-Ausbau: So verändert der Kölner Hauptbahnhof sein Gesicht

S-Bahn-Ausbau: So verändert der Kölner Hauptbahnhof sein Gesicht

Rundschau |

Dass der Kölner Hauptbahnhof besonders am Breslauer Platz eine Schönheitskur vertragen kann, ist offensichtlich. Wichtiger ist allerdings, dass der Verkehrsknotenpunkt angesichts der Menschenmassen, die den Bahnhof täglich frequentierten, ausgebaut werden muss. Rund 320 000 Besucher gibt es pro Tag im Hauptbahnhof. Seit Jahren gibt es Ausbaupläne — nun wird es konkret. Die Bahn hat Unterlagen zum Ausbau des Hauptbahnhofes beim Eisenbahnbundesamt (EBA) eingereicht. Vorgelegt hat das Unternehmen 23 Aktenordner mit rund 5000 Seiten Materialien.

Damit beginnt offiziell das Planfeststellungsverfahren für den S-11-Ausbau zwischen Köln und Bergisch Gladbach. Geplant sind der Bau von zwei neuen S-Bahngleisen sowie einem zusätzlichen Bahnsteig am Breslauer Platz. Ziel der Maßnahme ist es, die Kapazitäten für den Zugverkehr zu erhöhen und die Wartezeiten auf der stark ausgelasteten Hohenzollernbrücke in Köln zu verringern, teilte die Bahn am Donnerstag mit. So sollen am zukünftigen Bahnsteig an den Gleisen 12 und 13 ausschließlich Züge in Richtung Köln Hansaring abfertigt werden, während am bestehenden Bahnsteig an den Gleisen 10 und 11 nur Züge in Richtung Köln Messe/Deutz halten werden.

Dadurch wird es möglich sein, dass in jede Fahrtrichtung zeitgleich zwei S-Bahnen am Kölner Hauptbahnhof verkehren können, hieß es weiter.

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Bahnknoten in Köln: Wichtig für die Region

„Wir werden nicht müde zu betonen, wie wichtig der Ausbau des Bahnknoten Köln für unsere Region ist. Dabei ist der jetzt in die Planfeststellung gestartete Abschnitt rund um den Hauptbahnhof das Kernstück des gesamten Projekts. Die neuen S-Bahn-Gleise ermöglichen die Einführung neuer S-Bahn-Linien, die der ganzen Region zugutekommen“, sagt Norbert Reinkober, Geschäftsführer von go.Rheinland. „Die Voraussetzungen für die neuen Bahnsteige sind bereits vor langer Zeit geschaffen worden, indem sie unter anderem beim Bau der U-Bahn-Station Breslauer Platz mitgeplant wurden“, heißt es weiter. Der geplante 215 Meter lange Mittelbahnsteig wird nach Angaben der Bahn 96 Zentimeter hoch und ermöglicht damit mobilitätseingeschränkten Fahrgästen den barrierefreien Einstieg in die S-Bahnen. Darüber hinaus hat die Deutsche Bahn bekannt gegeben, für den barrierefreien Zugang zum Bahnsteig auch neue Rolltreppen und Aufzüge bauen. Außerdem erhält die Fassade am Breslauer Platz ein neues Gesicht. In einem mehrmonatiges Auswahlverfahren, an dem Vertreter der Deutschen Bahn, des Aufgabenträgers „go.Rheinland“ sowie der Stadt teilnahmen, mündete in der Entscheidung für den Entwurf des Berliner Architekturbüros J.MAYER.H und Partner.

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Die Neugestaltung soll ein aufgefrischtes Erscheinungsbild am Breslauer Platz mit einer offen gestalteten Fassade beinhalten. Außerdem soll ein Arkadengang entstehen, der zusätzlichen Wetterschutz bietet. „Die neue Fassade steigert nicht nur die Aufenthaltsqualität im Bahnhof, sondern wertet auch den Breslauer Platz gestalterisch auf“, sagte Kai Rossmann, Leiter des Bahnhofsmanagements Köln vor drei Jahren bei der Vorstellung ersten Pläne. Um den Hauptbahnhof fit für die Zukunft zu machen, gibt es seit Monaten Arbeiten an dem Eisenbahnknotenpunkt. So soll ein neues Stellwerk für den Regional- und Fernverkehr bis Ende 2025 in Betrieb genommen werden. In einer ersten Bauphase sei das neue Stellwerk bereits für den S-Bahnverkehr umgestellt – dann starte die zweite Bauphase. Ein weiteres großes Projekt: Der Ausbau der Bahnstrecke südlich der Gummersbacher Straße in Richtung Flughafen Köln/Bonn.

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