Pläne liegen seit 20 Jahren vor: Umbau der Trauerhalle zu Kolumbarium in Köln-Weiß verzögert sich weiter

Pläne liegen seit 20 Jahren vor: Umbau der Trauerhalle zu Kolumbarium in Köln-Weiß verzögert sich weiter

Rundschau |

Pläne liegen seit 20 Jahren vorUmbau der Trauerhalle zu Kolumbarium in Köln-Weiß verzögert sich weiter

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Die Arbeiten am Umbau der alten Trauerhalle auf dem Friedhof in Weiß verzögern sich weiter.

Copyright: Milden

Die alte Trauerhalle in Weiß wartet seit über einem Jahr darauf, endlich als Kolumbarium genutzt zu werden – und eigentlich sogar viel länger.

Vor zehn Jahren, als die Stadt ihre Friedhofssatzung änderte, eröffnete sich die Möglichkeit, auf städtischen Friedhöfen Kolumbarien – Aufbewahrungsorte für Urnen – einzurichten. Die Ideen zur anderweitigen Nutzung gab es in Weiß schon lange vor der Nutzungsänderung.

Dorfgemeinschaft baute in Eigenregie neue Trauerhalle

Bereits seit mehr als 20 Jahren liegen hier Pläne der Dorfgemeinschaft Weiß und des örtlichen Bestattungsunternehmens Brodesser auf dem Tisch, die kleine, marode und leerstehende Trauerhalle auf dem Friedhof in ein Kolumbarium umzuwandeln. Damals bauten sie in Eigenregie eine neue Trauerhalle, weil sie einen größeren Raum benötigten.

Nach der Nutzungsänderung bot die Dorfgemeinschaft an, die alte Trauerhalle von 1955 für 100.000 Euro aus eigenen Mitteln umzubauen. Doch die Stadt hielt mit Argumenten dagegen: Das Gebäude sei Eigentum der städtischen Gebäudewirtschaft, es brauche Sicherheiten für Beerdigungen, die eine Dorfgemeinschaft nicht hätte.

Es ist eine Frechheit, wie hier mit dem Engagement der Bürger umgegangen wurde

Mechthild Posth aus Weiß

„Es ist eigentlich eine Frechheit, wie hier mit dem Engagement der Bürger umgegangen wurde“, sagt die Weißerin Mechthild Posth. Derzeit kostet die Sanierung rund 600.000 Euro. Die Einhaltung des Kostenrahmens ist fragwürdig, denn die Sanierung hat sich ordentlich in die Länge gezogen.

Im Sommer 2022 war Peter Figgen vom städtischen Grünflächenamt zu Gast in der Bezirksvertretung in Rodenkirchen und konstatierte, dass die Umwandlung Anfang 2023 abgeschlossen sei. Dann sprach die Stadt von Sommer. Das ist nun auch schon wieder fast ein Jahr her. Der Bauzaun steht immer noch und lässt keinen Blick in das Innere zu, wo zukünftig insgesamt 240 Urnen aufbewahrt werden können.

Stadt will Eröffnungstermin erst nach allen Abnahmen bekanntgeben

Die Stadt gewährt auf Nachfrage einen schriftlichen Einblick. „Der Innenausbau der Trauerhalle schreitet stetig voran. Aktuell werden die Urnenschränke aufgehängt, und der Sanitärraum befindet sich in der Endmontage“, teilt die Pressestelle mit und erklärt, dass die Bauarbeiten Ende Juni abgeschlossen seien. Bisher ohne Eröffnungstermin – der werde erst nach allen Abnahmen bekannt gegeben.

Als Grund für die Verzögerung nennt die Stadt „Ämterübergreifende Detailentscheidungen zu den Kolumbariumschränken, die noch nicht abgeschlossen waren.“ Als weitere Hindernisse werden „pandemiebedingte Verzögerungen“, Folgeverzögerungen im Bauablauf und Verzögerungen durch schlechte Wetterbedingungen angeführt.

Auch auf dem Melatenfriedhof kommt es zu Verzögerung bei der Sanierung der dortigen Trauerhalle. Seit neun Monaten sorgt dort stattdessen eine provisorische Leichtbauhalle für Unmut. Auch hier sollte die alte Trauerhalle schon im letzten Jahr saniert und mit Stehlen versehen sein.

Jetzt ist die Fertigstellung des Ausbaus der Trauerhalle zum Kolumbarium auf Melaten für Ende April 2024 geplant. Ein konkreter Eröffnungstermin steht auch hier noch nicht fest.

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