Pensionäre warten auf Geld: Stadt Köln zahlt Inflationsprämie verspätet aus

Pensionäre warten auf Geld: Stadt Köln zahlt Inflationsprämie verspätet aus

Rundschau |

Pensionäre warten auf GeldStadt Köln zahlt Inflationsprämie verspätet aus

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Das Stadthaus, Sitz der Kölner Stadtverwaltung.

Copyright: Nabil Hanano

Die Stadt Köln hat die Auszahlung der Inflationsausgleichsprämie an ihre rund 2800 Pensionäre aufgrund von Softwareproblemen verzögert.

Die Stadt Köln hat Schwierigkeiten, ihren Ruhestandsbeamten die zugesagte Inflationsausgleichsprämie auszuzahlen. Gemäß der Tarifeinigung im öffentlichen Dienst erhalten aktive Beamte des Bundes, der Länder und der Kommunen eine Sonderzahlung zur Abdeckung der gestiegenen Lebenskosten. In NRW sind es einmalig 1800 Euro, plus monatlich 120 Euro. Bei Versorgungsempfängern wird der Betrag anteilig nach dem jeweiligen Ruhegehaltssatz berechnet.

Landesweit haben viele den Inflationsausgleich bereits im Januar erhalten, doch die rund 2800 Pensionäre der Stadt Köln warten noch immer auf ihr Geld. Auf Anfrage der Rundschau räumte die Stadtverwaltung das Problem ein. Ein Sprecher erklärte, die Stadt habe einen Software-Dienstleister beauftragen müssen, um die Änderungen in SAP umzusetzen. Dieser habe „aufgrund der Komplexität unseres Gehaltszahlungsverfahrens länger gebraucht“ als ursprünglich kalkuliert. Daraufhin wollte die Stadt das Geld am 1. April auszahlen, doch auch dieser Termin platzte. Zweimal erhielten die 2800 Ruhestandsbeamten Briefe vom Personal- und Verwaltungsmanagement der Stadt, in denen sie vertröstet wurden. „Der betroffene Personenkreis wurde Anfang März 2024 schriftlich über den Sachstand und die Anspruchsvoraussetzungen informiert mit dem Hinweis, dass das Ziel die Auszahlung der einmaligen Sonderzahlung zum 1. April 2024 ist. Bedauerlicherweise ist es dem beauftragten Dienstleister nicht gelungen, die Programmierung zu diesem Termin vollständig und fehlerfrei abzuschließen. Hierüber erhielt der betroffene Personenkreis Anfang April erneut eine schriftliche Mitteilung“, so die Stadt.

Jetzt soll die Auszahlung der Sonderzahlung an die Pensionäre, beziehungsweise deren Hinterbliebene, zum 1. Mai erfolgen. „Nur bei wenigen Einzelfällen ist noch eine Einzelfallprüfung erforderlich. Die Ansprüche werden hier zügig geprüft und die Zahlung der einmaligen und monatlichen Sonderzahlung hiernach umgehend veranlasst“, teilte die Stadt mit. Die Prüfung von Ansprüchen für Versorgungsempfänger sei umfangreicher als die entsprechenden Vorgänge für aktive Beamte.

Ein großer Teil der aktiven Beamten habe die Inflationsausgleichsprämie bereits im Februar erhalten, betonte die Stadt, und zwar „unter Vorbehalt und im Vorgriff auf die gesetzliche Regelung, die Mitte April 2024 in Kraft getreten ist“. Der Rest solle das Geld mit der Besoldung für Mai bekommen. (fu)

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