Netzwerk für Tiere Köln kritisiert Pferdenutzung im Rosenmontagszug

Netzwerk für Tiere Köln kritisiert Pferdenutzung im Rosenmontagszug

Report-K

Köln | „Dem Kölner Karneval ist Tierschutz offensichtlich egal“. So heißt es vom Netzwerk für Tiere Köln (NTK). Laut dem NTK werde der Stress für die Pferde im Rosenmontagszug völlig übergangen und verharmlost.

„Die 234 Pferde liefen auch in diesem Jahr im gesamten Zug verteilt mit, teilweise direkt hinter einer Kapelle und ohne Pause“, resümiert Nadine Kellner vom NTK. „Dies sind allein schon drei Missachtungen der Leitlinien, die uns beim NTK direkt aufgefallen sind.“

Der NTK verwies zusätzlich auf einige Kutschpferde, die nach Ende des Zugs noch etwa 20 Minuten auf der Straße mitten im Verkehr standen, bevor sie dann – ohne vorher mit Wasser und Futter versorgt worden zu sein – zu den Transportern zurückgingen.

Mitglieder des NTK waren noch am Abend nach dem Rosenmontagszug an der Rennbahn in Weidenpesch, wo die Pferde mit weiter Anreise am Abend vor dem Zug übernachtet hatten. „Es konnten dort keine Anhänger mehr gesehen werden, was die Vermutung nahelegt, dass die Pferde aus Regensburg, Schwäbisch Hall, Neumarkt und Co. am selben Abend noch im Anhänger zurückfahren mussten,“ so Kellner weiter.

Der NTK plant Anzeigen zu erstatten. Der Verein erwähnt insbesondere neun Pferde, die später aus dem Zug genommen werden mussten. „Das NTK wird die Videoaufnahmen aller Filmenden nun auswerten, eine Dokumentation zusammenstellen und erneut Anzeigen erstatten. Eventuelle weitere Maßnahmen stehen im Raum“, so Mika Levin Casper vom Netzwerk.

Wenn Dräum widder blöhe – das ist das Motto für die Session 2025. Das NTK hoffe, dass ihr Traum von Karneval pferdefrei‘ endlich „blühen“ kann, ansonsten werden sie auch im nächsten Jahr den Reiterinnen und Reitern eine Rote Karte zeigen und den Zug dokumentieren.

agr

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