„Köln ist freundlicher“: Francesco Aversario bringt seine italienische Heimat in Zollstock auf die Teller

„Köln ist freundlicher“: Francesco Aversario bringt seine italienische Heimat in Zollstock auf die Teller

Rundschau |

„Köln ist freundlicher“Francesco Aversario bringt seine italienische Heimat in Zollstock auf die Teller

Lesezeit 3 Minuten
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„NapoLike“-Betreiber Francesco Aversario am Pizza-Ofen.

Copyright: Felix Stricker

Der junge Pizzabäcker aus Neapel serviert bis zu 28 verschiedene Pizza-Varianten und authentisches neapolitanisches Streetfood.

Pizzabäcker Francesco Aversario geht im Moment andauernd der Teig aus – nicht etwa, weil er schlecht kalkulieren würde, sondern, sagt der Gastronom, weil der Ansturm auf sein Restaurant „NapoLike“ stetig zunimmt. Seine Gäste blieben dennoch gelassen, sagt Aversario.

Wie an diesem Tag Achim Rudolph. Er betreibt eine Weinbar in der Kölner Südstadt und ist an diesem Tag ohne Voranmeldung als Gast im „NapoLike“ einkehrt. Er wartet geduldig darauf, zu bestellen, während er sich ein italienisches Bier auf der Terrasse schmecken lässt. Francesco würde alles richtig machen, sagt Rudolph als jemand vom Fach, für besonders gutes Essen müse man eben auch mal ein paar Minuten warten. Für den jungen Pizzabäcker, der das Lokal erst 2023 eröffnet hat, sind Kunden wie Rudolph auch ein Grund, sein Veedel Zollstock zu lieben.

Aversario machte in diversen Pizzerien in Köln Station

Aus Neapel direkt an den Rhein – das ist nicht nur der Lebensweg des 31-jährigen Francesco Aversario, sondern auch seine Philosophie in Bezug auf seine Küche. Als er 2015 nach Köln zog, wusste er, dass er hier zu einem würdigen Vertreter seiner heimischen Kulinarik werden wollte. Den Weg ebneten verschiedene Pizza-Stationen in Köln – und trotz diverser Zertifikate, seinem eigenen Restaurant und Erfolg, der ihm recht gibt, spricht Francesco auch heute immer noch von seiner Arbeit als einem Hobby.

Ab frühem Nachmittag produziert Aversario Pizzen am laufenden Band, und zwar in 28 verschiedenen Varianten. Teils klassisch mit Tomatensoße, teils mit Provolone-Creme als Basis, mit den verschiedensten Toppings, die er fast alle aus seiner Heimat importiert. Geboren wurde Francesco in dem kleinen Örtchen Mondragone, das nur wenige Kilometer nördlich von Neapel liegt. Dort wuchs er auf, ging zur Schule und wurde von der Stadt geprägt, vor allem von ihrer Kulinarik.

Neapolitanisches Streetfood in Kölner Pizzeria

Da diese noch viel mehr als Pizza bereithält, war es Aversario wichtig, das auch in der Küche seiner neuen Heimat abzubilden. Von Salaten über Antipasti bis hin zu Pannacotta und Tiramisù. Besonders spannend sind zwei absolute neapolitanische Streetfood-Klassiker: Montanara und Frittatina.

Bei ersterem handelt es sich um frittierten Pizzateig, der sich vielfältig belegen lässt, wie zum Beispiel mit besonders geschmacksintensiven San-Marzano-Tomaten. Frittatina wird, wie der Name bereits erahnen lässt, ebenfalls in heißem Fett ausgebacken. Im Inneren finden sich stets Nudeln, gerne verschiedene Käse-Sorten oder auch Gemüse.

All das zuzubereiten, stellt den jungen Gastronomen vor allem vor personelle Herausforderungen. Vorerst schließt er daher aus, weitere Filialen zu eröffnen. Zwar wurde er laut eigener Aussage bereits öfter gebeten, seine Küche auch nach Ehrenfeld oder auf die andere Rheinseite zu bringen, doch der Fokus bleibt auf seiner Wahlheimat Zollstock.

„Köln ist freundlicher als andere Regionen. Sehr offen und multikulturell. In Zollstock fühle ich mich seit neun Jahren mehr als wohl“, schwärmt Aversario von seinem Veedel. Vor jeder Bestellung warnt der Gastronom, dass es etwas länger dauern könnte, doch seine Gäste sind in der Regel geduldig – und warten gern.

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