Fehlendes Handeln: Trotz breiter Fahrbahn – Autos parken weiter auf Gehweg der Alteburger Straße

Fehlendes Handeln: Trotz breiter Fahrbahn – Autos parken weiter auf Gehweg der Alteburger Straße

Rundschau |

Fehlendes HandelnTrotz breiter Fahrbahn – Autos parken weiter auf Gehweg der Alteburger Straße

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Der Gehweg auf der Alteburger Straße zwischen Klerschweg und Bayenthal ist stadtwärts eng. Hier passen kaum zwei Fußgänger nebeneinander.

Copyright: Stephanie Broch

Kein Platz für Fußgänger, weil Autos auf den Gehwegen parken. Die Stadtverwaltung sieht selbst dringend Handlungsbedarf, handelt aber nicht.

„Seit sieben Jahren ist das Gehwegparken an dieser Stelle in der Diskussion. Trotz mehreren Anträgen in der Bezirksvertretung schafft es die Verwaltung nicht, das Parken auf dem Gehweg in der Alteburger Straße auf die Fahrbahn zu verlegen“, ärgert sich Sabine Müller, ehemaliges Rats- und Bezirksvertretungsmitglied für Bündnis 90/Die Grünen.

Dabei seien hier keine baulichen Maßnahmen nötig und es fielen auch keine Parkplätze weg, so Müller. „Es geht nur darum, dass die Verwaltung ein paar Verkehrsschilder austauschen muss“, sagt sie.

Ihr Ärger gilt dem Bereich auf der Alteburger Straße zwischen Klerschweg und Bayenthalgürtel stadtauswärts. Hier parken Autos komplett auf dem Gehweg. Das ist durch entsprechende Verkehrsschilder erlaubt. Fußgänger, insbesondere mit Kinderwagen und Rollatoren sowie Menschen im Rollstuhl sei das Passieren der Stelle dadurch teilweise unmöglich, weil der Gehweg zu schmal sei, so Müller.

Gehwegparken Köln-Bayenthal: Anträge 2017 und 2022

Bereits im Mai 2017 griff sie das Thema in der Bezirksvertretung auf. Auf einen Antrag ihrer Fraktion beauftragten die Lokalpolitiker die Verwaltung mit der Prüfung, ob die Autos hier auf der Fahrbahn parken können. Nachdem die Verwaltung nicht reagierte, beschlossen die Lokalpolitiker im Mai 2022 mehrheitlich, das Gehwegparken im genannten Bereich solle aufgehoben und die Autos auf der Fahrbahn abgestellt werden.

Im September des vergangenen Jahres kam zumindest eine Antwort der Verwaltung: Für vollständiges Parken auf der Straße reiche die Fahrbahnbreite nicht aus, daher sollten die Autos halb auf der Straße und halb auf dem Gehweg parken. Dafür würden die entsprechenden Verkehrsschilder aufgestellt, sagte sie zu.

Gehwegparken Köln-Bayenthal: Grüne unzufrieden mit Verwaltungsreaktion

Die Grünen waren mit der Antwort nicht zufrieden, weil sie überzeugt sind, die Fahrbahn sei breit genug, sodass die Autos hier vollständig parken könnten. Daher verlangten sie Auskünfte über die verbleibenden Breiten auf Gehweg und Fahrbahn. Weder hat die Verwaltung diese Fragen bisher beantwortet noch die von ihr zugesagten Schilder aufgestellt.

Daher griffen Müller und ihr Parteikollege und Bezirksvertreter Bodo Schmitt jetzt selbst zum Zollstock. „Die Fahrbahn ist über sieben Meter breit, der Gehweg mit parkenden PKWs etwa einen Meter, an manchen Stellen nur 80 Zentimeter“, teilt Müller ihr Messergebnis mit.

Parken auf der Fahrbahn sei zweifellos möglich, so Müller, zumal dies wenige Meter stadteinwärts auf der Alteburger Straße bereits so gehandhabt würde. „Und da ist die Fahrbahn nicht breiter“, sagt sie. Außerdem sei die Alteburger Straße schon lange keine Durchgangsstraße mehr, sondern, wenn man vom Gürtel kommt, nach wenigen Meter eine Sackgasse.

Gehwegparken Köln-Bayenthal: Noch kein Termin für die neuen Schilder

„Die Verwaltung sieht an der Örtlichkeit eindeutig Handlungsbedarf. Derzeit steht die Straßenverkehrsbehörde zur Umsetzung in finalen Abstimmungen mit der Straßenplanung. Ein Umsetzungstermin kann noch nicht genannt werden“, erklärt die Verwaltung auf Nachfrage. Ebenfalls die Beantwortung der Nachfragen befinde sich noch in Abstimmung.

„Das kann man nicht mit Personalknappheit erklären. Die Verwaltung priorisiert ihre Handlungen unabhängig davon, was von der Politik gewünscht wird. Das kann nicht sein“, ärgert sich Müller. Schmitt will das Thema erneut in die Bezirksvertretung bringen. „Wir überlegen noch wie. Ein dritter Beschluss hilft wahrscheinlich auch nicht weiter“, meint er.

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