„Beispielhafte Arbeit vor Ort“: Deutsche Fernsehlotterie fördert Kölner Stadtteilprojekt mit 69.000 Euro

„Beispielhafte Arbeit vor Ort“: Deutsche Fernsehlotterie fördert Kölner Stadtteilprojekt mit 69.000 Euro

Rundschau |

„Beispielhafte Arbeit vor Ort“Deutsche Fernsehlotterie fördert Kölner Stadtteilprojekt mit 69.000 Euro

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Fördermittelübergabe der deutschen Fernsehlotterie in Köln an den gemeinnützigen Verein „Aktion Nachbarschaft“ (v.l.n.r.): Stephan Masch, Maria Anlager, Christian Baack und Udo Hanselmann.

Copyright: Max Thümmel

Die „Aktion Nachbarschaft“ hat sich auf Armutsbekämpfung in benachteiligten Kölner Quartieren fokussiert.

Die Pandemie hat einiges verändert, auch in der Arbeit des Vereins „Aktion Nachbarschaft“. Hatte der Schwerpunkt vorher noch auf der Aktivierung der Menschen in den jeweiligen Stadtteilen, in der Verbesserung des Miteinanders gelegen, so habe er sich mittlerweile zur Armutsbekämpfung hin verschoben, erklärt Geschäftsführer Christian Baack: „Dies sehen wir täglich bei den Anfragen zur Aufnahme in unsere Angebote der Lebensmittelausgaben und unseres Mittagstisches. Hier sind die Unterstützungsbedarfe derzeit kaum noch zu befriedigen.“

Immerhin kann der Verein diese Arbeit nun mit einer finanziellen Unterstützung durch die Deutsche Fernsehlotterie fortsetzen. 69.000 Euro erhält die „Aktion Nachbarschaft“ aus einem Sonderfond von Deutschlands traditionsreicher Lotterie und muss dafür nicht einmal Eigenmittel für eine Kofinanzierung aufbringen. Die Förderung wird der Verein für die Lebensmittel, aber auch für temporäre Personalkosten, Material und Kfz-Kosten verwenden.

Verein will Lebensbedingungen in sozial benachteiligten Kölner Wohnquartieren verbessern

„Der Aktion Nachbarschaft e.V. leistet beispielhafte Arbeit vor Ort und direkt am Menschen“, sagte Stephan Masch, Repräsentant der Deutschen Fernsehlotterie, bei der symbolischen Fördermittelübergabe. „Gemeinsam setzen wir uns für jene ein, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Mit unserer Förderung möchten wir auch das Tun der vielen Ehrenamtlichen wertschätzen, die dem Ansinnen des Vereins immer wieder das Wichtigste schenken – ihre Zeit.“

Der gemeinnützige Verein hat es sich seit der Gründung 2015 zur Aufgabe gemacht, die Lebensbedingungen in sozial benachteiligten Kölner Wohnquartieren nachhaltig zu verbessern. In Bickendorf, Bocklemünd-Mengenich und Müngersdorf betreibt die „Aktion Nachbarschaft“ mehrere Stadtteilcafés und Treffpunkte, organisiert einen Mittagstisch für Familien im Familientreff am Ossendorfer Weg und bietet zwei Lebensmittelausgaben an. Diese werden hauptsächlich vom Einsatz der jeweils etwa 20 ehrenamtlichen Kräfte getragen. Mit den Tafeln erreicht der Verein wöchentlich durchschnittlich 400 Menschen.

Die „Aktion Nachbarschaft“ hat mehr als 120 Mitglieder und finanziert ihre Arbeit aktuell zu 50 Prozent über zeitlich begrenzte Projektförderungen durch die Stadt. Die anderen 50 Prozent müssen als Spenden von Privatpersonen und Unternehmen eingeworben werden.

Eine kontinuierliche und langfristig planbare Arbeit ist daher schwierig. Durch die Förderzusage der Deutschen Fernsehlotterie „ist uns ein riesiger Stein vom Herzen gefallen“, sagte Udo Hanselmann, Vorsitzender des Vereins und stellvertretender Bezirksbürgermeister von Ehrenfeld.

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