Ausstellung in Familienzentrum: Ehrenfelder Fotografen porträtieren Kölner Kita-Kinder

Ausstellung in Familienzentrum: Ehrenfelder Fotografen porträtieren Kölner Kita-Kinder

Rundschau |

Ausstellung in FamilienzentrumEhrenfelder Fotografen porträtieren Kölner Kita-Kinder

Lesezeit 3 Minuten
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Porträts von Kindern

Copyright: Peter & Pablo

In einem künstlerischen Projekt setzten sich Vorschulkinder mit sich selbst und der Welt auseinander. Vernissage ist am 11. Juni.

Es begann zaghaft mit einem Selbstauslöser-Porträt. Die Kinder schauten konzentriert in die Bildschirme, mit der Fernbedienung in der Hand. Ein Klick und ein verewigter Gesichtsausdruck. „In dem Moment, in dem sie sich fotografieren, werden sie zu Dingen“, sagt Antonietta Abbruscato, Geschäftsführerin von „Zebra e. V.“

Die Vorschulkinder der Kitas „Zebra Verde“ an der Aachener Straße und „Zebra-Kita“ Lippizaner Straße in Niehl haben ein ganz besonderes Projekt umgesetzt: Zusammen mit zwei Fotografen aus Ehrenfeld haben sie sich mit dem Thema „Die Dinge, die Welt und ich“ auseinandergesetzt. In mehreren Fotoshootings sind zahlreiche Porträts von den Kindern entstanden, die den künstlerischen Prozess dokumentieren.

Vernissage mit Fotografen bei Zebra e. V. an der Aachener Straße mit 

Im Rahmen einer Ausstellung können diese nun besichtigt werden. Am Dienstag, 11. Juni, von 15 Uhr bis 18 Uhr, findet die Vernissage in den Räumen des Familienzentrums „Zebra Verde“ an der Aachener Straße 114 statt. Kinder, Eltern und auch die Fotografen Jannes Pablo Schilling und Peter C. Lange des Ehrenfelder Fotostudios „Peter & Pablo“ sind zugegen und stehen Rede und Antwort. Danach können die teils großformatigen Bilder bis zum 14. Juni täglich zwischen 15 und 17.30 Uhr besichtigt werden, auf Anfrage auch am Samstag, 15. Juni.

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Tierpersönlichkeiten: Ein paar Vorschulkinder haben sich intensiv mit den Themen Tiere und Dschungel beschäftigt

Copyright: Peter & Pablo

Zu der Motivation, Teil der kindlichen Entdeckungsreise zu sein, sagt Jannes Schilling: „Als sehr kommerziell arbeitende Fotografen ist es für uns ein schöner Ausgleich, jungen Menschen die Chance zu geben, sich kreativ auszuleben.“ In seinem Alltag habe er bisher nicht viel mit Kindern zu tun gehabt; umso aufregender sei es gewesen, dass plötzlich 13, 14 Kinder auf der Matte stehen.

Kinder und Fotografen: Zusammen von Respekt und Neugierde geprägt

„Da war erst einmal Respekt auf beiden Seiten. Sie haben sehr schnell Interesse an unserer Arbeit entwickelt“, so Schilling. Zunächst seien ihre Fragen allgemeiner Natur gewesen, von Shooting zu Shooting wurden die Fragen immer spezifischer. „Und richtig technisch. Was macht der Blitz? Wie funktioniert das Objektiv? Auch haben wir gemerkt, dass die Kinder vor der Kamera immer entspannter wurden, je größer das Vertrauen wurde. Das ist auch bei Erwachsenen so.“

Besonders interessant habe er das erste Treffen mit den Selbst-Porträts empfunden: Diese haben die Kinder dann selber bemalt. „Ich fand es interessant zu sehen, wie das Bild weiterentwickelt wurde“, sagt Schilling.

Die Vorschulkinder haben dann je nach Kita inhaltlich unterschiedliche Richtungen eingeschlagen: Während die Mädchen und Jungen der „Zebra Verde“ sich intensiv mit Fragen nach Körper und Bewegung beschäftigt haben, fanden die Kinder der Niehler Kita das Thema Dschungel und Tiere spannend.

Fotoprojekt mit Kita-Kindern: Wie bildet man Bewegung in Bildern ab? 

„Wie fängt man Bewegung ein? Die Kinder haben geschaut: Was passiert, wenn man sich bewegt und das fotografiert? Man erkennt die Dinge möglicherweise nicht mehr. Mit einem Daumenkino bekommt man  Körperbewegungen aber auch wieder in die Welt der Fotos zurück“, so Abbruscato.

Durch das Bemalen der Selbstporträts hat die Fantasie der Niehler Kinder ein Eigenleben in gang gesetzt: „Es sind dabei Figuren entstanden, zum Beispiel ein Schmetterling. Jedes Kind hat daraufhin eine Tierpersönlichkeit angenommen“, so Abbruscato. Die Fotografen haben viel mit Farbfolien gearbeitet, damit die Bilder farbliche Effekte, ganz Wunsch der Kinder, erhalten. Accessoires und Lieblingsdinge zur Selbstdarstellung wurden ebenfalls integriert.

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