Warten auf Ersatz: Immer mehr Bäume in Lindenthaler Allee gefällt – Anwohner enttäuscht

Rundschau | Warten auf ErsatzImmer mehr Bäume in Lindenthaler Allee gefällt – Anwohner enttäuschtVon Susanne Esch 03.07.2024, 09:04 UhrLesezeit 2 MinutenVor dem Haus an der Wüllnerstraße 128 wurde ein Baum entfernt. Auf der Straßenseite gegenüber vor der Stadtwaldapothene zwei weitere.Copyright: Susanne EschAnwohner der Wüllnerstraße in Köln fordern Ersatz für gefällte Robinien. Die Straße gilt laut Katasteramt als geschützte Allee.Um zu wissen, wie es sich anfühlt auf etwas zu warten, das niemals geschieht, brauchen die Anwohner der Wüllnerstraße kein Theaterstück von Samuel Beckett zu besuchen. Sie hoffen zwar nicht auf das Erscheinen einer Person, wie den Herrn Godot, dafür aber auf die Rückkehr von zahlreichen Robinien an ihrer Straße.Bereits vor vielen Jahren wurden an der Lindenthaler Allee die ersten Bäume gefällt, vor der Hausnummer 124, gleichzeitig ein anderer vor der Hausnummer 127. Dann verschwanden die Bäume an der Wüllnerstraße 130, gegenüber vor der Stadtwaldapotheke. Zuletzt wurden zwei weitere Bäume an der Ecke Wüllnerstraße/ Landgrafenstraße und an der Ecke Hillerstraße gefällt, dann noch ein weiterer an der Hausnummer 128.Auch vor den Häusern an der Wüllnerstraße 124 und 126 fehlt schon lange ein großer Straßenbaum.Copyright: Susanne EschBislang hoffen die Anwohner vergeblich darauf, dass die fehlenden Straßenbäume ersetzt werden. „Als die ersten beiden Bäume vor Jahren entfernt wurden, dachten wir, dass die Stadt sie bald nachpflanzt“, sagt eine Anwohnerin, die namentlich nicht genannt werden möchte. Sie vermisst aber den großen Schattenspender vor ihrem Haus.Immer mehr Lücken in Lindenthaler Allee – Anwohnerin schreibt StadtAls immer mehr Robinien gefällt und die Lücken nicht durch neue Gewächse gefüllt wurden, schrieb sie dem Amt für Landschaftspflege und Grünflächen. Die Bürgerin wurde immer wieder auf die kommende Pflanzperiode vertröstet. An ihrem Straßenabschnitt wurde nur der fehlende Baum vor den luxuriösen Wohnungen an der Wüllnerstraße 127 ersetzt.Die Anwohnenden wünschen sich, dass die Stadtverwaltung auch die anderen noch fehlenden Straßenbäume an ihrem Straßenabschnitt nachpflanzt. „Es handelt sich laut Katasteramt um eine geschützte Allee“, sagt die Anwohnerin. Gerade in Zeiten des Klimawandels sei es enorm wichtig, das Stadtgrün zu erhalten und möglichst schnell wieder aufzuforsten, wenn Bäume absterben.Die Stadtverwaltung verweist darauf, dass sie dies tue: „Der Robinienbestand in der Wüllnerstraße befindet sich größtenteils in der Altersphase“, schreibt Katja Reuter, Sprecherin der Stadt. „Daher werden seit einigen Jahren sukzessive Bäume aus Gründen der Verkehrssicherheitspflicht entnommen, deren mangelnde Bruch- oder Standsicherheit nicht mehr durch baumpflegerische Maßnahmen wiederhergestellt werden kann.“Seit 2020 seien an der Wüllnerstraße acht Robinien nachgepflanzt worden. Für die kommende Pflanzperiode im Herbst 2024/Frühjahr 2025 seien weitere vier Ersatzpflanzungen vorgesehen. Die Anwohner der Häuser 120 bis 130 hoffen daher weiter, dass auch die Lücken in der Robinienallee vor ihrer Haustür geschlossen werden – und dass somit, das lange Warten ein Ende hat.
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