Verdi fordert mehr Geld für Mitarbeitende des öffentlichen Dienstes in Köln

Verdi fordert mehr Geld für Mitarbeitende des öffentlichen Dienstes in Köln

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Köln | Am 24. Januar startet die Tarif- und Besoldungsrunde im öffentlichen Dienst, Bund und Kommunen. Heute fanden sich Beschäftige der Stadt Köln und aus verschiedenen Betrieben des Stadtwerkekonzerns am Alter Markt zusammen. Tausende gesammelte Unterschriften für 10,5% aber mindestens 500 Euro mehr Lohn im öffentlichen Dienst sollten heute an Stadtdirektorin Andrea Blome übergeben werden.

„Wenn uns morgen kein verhandlungsfähiges Angebot gemacht wird, dann werden wir in den nächsten Wochen mehr und mehr auf die Straße gehen“, erklärte Ellen Steinhäuser, Gewerkschaftssekretärin bei Verdi heute auf dem Alter Markt.

Arbeitnehmer der Kölner Verkehrsbetriebe (KVB), der Abfallwirtschaftsbetriebe (AWB), der Stadt Köln, der Bühnen Köln und der Rheinenergie standen zusammen und hielten Banner hoch mit der Aufschrift „Die Beschäftigten der KVB/ AWB/ Bühnen Köln/ Rheinenergie/ Stadt Köln fordern 10,5% mehr Geld für alle, mindestens aber 500 Euro“ Im Halbkreis stellten sie sich vor dem Kölner Rathaus auf.

Mitarbeiter erklären die Situation und den Grund ihrer Forderung

Ein Mitarbeiter der ABW forderte „lediglich ein bisschen Wertschätzung“ und nannte als Beispiel die schwierige Arbeitssituation der AWB im Winter oder zu Karneval. Sabine von der KVB forderte: „Wir arbeiten jeden Tag von morgens bis abends, nachts und am Wochenende. Wir sind es wert, dass das Geld in die Hand genommen wird und wir endlich vernünftig entlohnt werden.“ Ein Vertreter der Rheinenergie erklärte: „Wir sind zwar der lokale Energieversorger, aber auch wir haben Mitarbeiter, die zukünftig nicht mehr wissen, wie sie ihre Energierechnungen bezahlen sollen.“ Alina, Vertreterin der Auszubildenden bei Rheinenergie forderte 200 Euro mehr Lohn für Azubi:nen und eine unbefristete Übernahme nach der Ausbildung. Nachwuchs sei immer notwendig, damit die Unternehmen am Laufen gehalten werden, so Alina. Daher sei es auch wichtig sich für Azubi:nen einzusetzen, erklärte sie weiter.  Birgit, Mitarbeiterin des Personalrats für Kunst und Kultur der Stadt Köln erklärte laut und deutlich: „Wir möchten, dass wir alle, die sich täglich einsetzen für diese Stadt, gerecht entlohnt werden.“

Stadtdirektorin Andrea Blome lehnt den Dialog ab

Um 12:39 Uhr erschien Stadtdirektorin der Stadt Köln Andrea Blome mit Personenschutz vor dem Rathaus. Sie ließ sich von Steinhäuser in die Mitte des ausgestellten Halbkreises begleiten. „Wir wollen alle zusammenhalten und alle gut zusammenarbeiten“, erklärte Blome. Sie hoffe auf gute Beratungsgespräche und dass für alle gute Ergebnisse erzielt werden. Nach der kurzen Ansprache der Stadtdirektorin fragte ein Mitarbeiter der KVB: „Wie wichtig ist Ihnen die Zufriedenheit der Mitarbeiter? Was würden Sie gerne tun, um unsere Forderung zu unterstützen?“ Darauf antwortete Blome: „Das werde ich jetzt mit Ihnen hier nicht diskutieren. Da müssen Sie Verständnis für mich haben.“ Verständnisvoll wirkten die Mitarbeiter nach der Ansprache von Blome weniger. Kurz danach verschwand diese wieder im Rathaus. Steinhäuser erwähnte zum Ende nur noch: „Wenn es morgen kein verhandlungsfähiges Angebot geben sollte, dann werden wir unsere Beschäftigten aus allen Betrieben zum Warnstreik aufrufen.“

Was bei den Verhandlungen morgen entschieden wird, bleibt abzuwarten.

agr                                                                         

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