Tot! Doppelter Schicksalsschlag für den Kölner Zoo

Tot! Doppelter Schicksalsschlag für den Kölner Zoo

Report-K

Köln | Der Kölner Zoo muss in diesen Tagen gleich zwei Schicksalsschläge verkraften.

Nachdem am vergangenen Dienstagabend im Bereich des Tropenhauses ein Feuer ausgebrochen ist, bei dem 132 Tiere verstorben sind, musste gestern Morgen die 33-jährige Elefantenkuh Maerjaruad eingeschläfert werden. Am Vortrag war es zwischen ihr und dem 51-jährigen Elefantenbullen Bindu zu einer folgenschweren Auseinandersetzung gekommen.

Dabei wurde Maerjaruad am Hinterbein schwer verletzt. Zusammen mit Elefantenexperten aus dem Wuppertal Zoo untersuchten Veterinäre aus Köln das Tier. Dabei wurden komplizierte Knochenbrüche festgestellt, bei denen keine Aussicht auf Heilung bestand.

„Es handelt sich um eine Auseinandersetzung zwischen Elefanten, wie sie in der Wildnis als auch unter Haltungsbedingungen vorkommt. Wir trauern um diesen Elefanten, der uns über die Jahre sehr ans Herz gewachsen war“, sagt Zoochef Theo Pagel.

Zoo-Chef Theo Pagel hatte am Freitag keine guten Nachrichten zu verkünden. Foto: Bopp

Brand im Zoo: Der tödliche Rauch kam durch ein zerstörtes Fenster

Vor Ort informierte der Zoo auch über Details zum Feuer, das in einer zum Komplex des Tropenhauses gehörenden Mehrzweckhalle ausgebrochen war. „Als die Mitarbeiter das Haus um 18 Uhr verlassen haben, war alles sichtlich in Ordnung. Rund 20 Minuten später gab es eine Rauchentwicklung.

Per App wurde daraufhin eine Alarmkette ausgelöst wurde. Die Verantwortlichen aus Vorstand, Kuratorien und der veterinärmedizinischen Abteilung war genauso wie eine große Zahl von Tierpflegern aus verschiedenen Revieren war schnell vor Ort. Auch die Tierärztin aus dem Krefelder Zoo hat ihre Hilfe sofort angeboten“, berichtet Pagel, der noch vom Auto aus den Einsatz koordiniert hat. Die Feuerwehr sei ebenfalls sehr schnell im Zoo gewesen. „Durch diese Maßnahmen konnten 79 Prozent der 617 tierischen Bewohner im Tropenhaus gerettet werden.

Gestorben sind beim Feuer 99 Vögel, die genauso wie die vier Flughunde und ein Gleitbeutler ihre Schlafplätze oben in den Bäumen gehabt hätten, wohin der gefährliche Rauch abgezogen war.

Dieser kam durch ein großes, durch die Hitze zerstörtes Fenster, das Gästen in der auch für Hochzeiten und Versammlungen genutzten Mehrzweckhalle einen Einblick in die Freiflug-Tropenhalle gegeben hat. Gestorben sind zudem 28 Großfische. Dagegen konnten alle Amphibien und Reptilien genauso wie 163 sehr seltene Vögel sowie Säugetiere wie Weißhandgibbons, Krallenotter, Ratten- und Baumkängurus gerettet werden.

Absperrbänder erinnern an das Unheil. Foto: Bopp

Zoo-Feuer: Mehrzweckhalle erlitt Totalschaden

Laut Zoo haben die betroffene Mehrzweckhalle sowie das gesamte Tropenhaus allen brandschutzrechtlichen Vorschriften entsprochen, was zuletzt im November bei einer Begehung offiziell überprüft worden war.

In der Freiflug-Tropenhalle hätten sich die Rauch- und Wärmeabzugsanlagen sofort in Gang gesetzt. Die polizeilichen Untersuchungen zur Brandursache ergaben, dass das Feuer in einer Zwischendecke mit Kabelkanälen ausgebrochen ist. Brandstiftung kann demnach ausgeschlossen werden.

„Die Mehrzweckhalle hat einen Totalschaden erlitten. Diese muss nun gesäubert, entkernt und dann wieder instandgesetzt werden. Die Schadenssumme kann derzeit noch nicht beziffert werden“, erklärt Pagel. Aktuell bleibt das Tropenhaus für Besucher weiter geschlossen. Dort laufen im Tierbereich noch die Reinigungsarbeiten. Der Zoo hat ansonsten regulär geöffnet.

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