Straßen vollgelaufen, Fanzonen gesperrt: Gewitterfront zieht über Deutschland – Amtliche Hitzewarnung für Köln

Rundschau | Straßen vollgelaufen, Fanzonen gesperrtGewitterfront zieht über Deutschland – Amtliche Hitzewarnung für Köln27.06.2024, 07:18 UhrLesezeit 3 Minuten Ein Blitzt zuckt aus einer Gewitterzelle über Kirchheim am Ries. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor großer Hitze in Köln und vor Gewittern im Rest Deutschlands. (Archivbild)Copyright: dpaEine Gewitterfront hat am Mittwoch im Süden Deutschlands Spuren hinterlassen. Am Donnerstag wird es in weiten Teilen des Landes ungemütlich.Nach starken Regenfällen im Süden und Südwesten am Mittwoch breitet sich das ungemütliche Wetter in Deutschland aus: Am Donnerstag werden in weiten Teilen des Landes schwere Gewitter mit Unwetterpotential erwartet. Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte, sind außer im Westen und Nordosten nahezu bundesweit kräftige Gewitter möglich. Bereits am Mittwoch waren einzelne Regionen in Baden-Württemberg und Bayern von starken Regenfällen betroffen. Für Köln warnt der DWD zudem am Donnerstag vor Hitze. Es werde eine starke Wärmebelastung in Köln und der Region erwartet. Insbesondere im dicht bebauten Kölner Stadtgebiet müsse mit verringerter nächtlicher Abkühlung gerechnet werden. Unwetter ziehen über Deutschland: Fanzonen kurzzeitig gesperrtUnwetter hatten zuvor am Mittwoch bereits zu Einschränkungen geführt. In der Stuttgarter Innenstadt wurden die Fanzonen für die Fußball-Europameisterschaften wegen eines Unwetters kurzfristig geräumt. Kurz danach gab die Polizei allerdings Entwarnung. Ebenso wurde die Fanzone in Frankfurt am Main am Mittwoch nach heftigen Unwettern gesperrt. Aufgrund der anhaltenden Unwetterwarnungen wurde die Fanzone am Mittwochabend aber auch für die später angesetzten Partien nicht mehr geöffnet.Alles zum Thema Deutscher Wetterdienst Erde und Geröll sind auf eine Straße gerutscht. Im Bodenseekreis und im Landkreis Ravensburg sind nach Polizeiangaben mehrere Straßen nach einem heftigen Unwetter überflutet worden.Copyright: dpaAuch in Bayern gab es insbesondere am Abend einige Unwetter. So musste die A96 im Landkreis Landsberg am Lech wegen Überflutung durch starke Regenfälle für mehrere Stunden gesperrt werden. Zeitweise stand das Wasser am Mittwochabend kniehoch auf der Fahrbahn in Fahrtrichtung München, wie die Polizei mitteilte. Kräftige Gewitter und Starkregen am Donnerstag in Deutschland möglichIn Baden-Württemberg wurden Straßen überschwemmt, Bäume stürzten um. In Sinsheim-Steinfurt stand das Wasser in einigen Straßen zwischenzeitlich etwa 50 Zentimeter hoch, wie die Polizei mitteilte. Ein Radfahrer ist auf einer überfluteten Straße unterwegs. Im Bodenseekreis und im Landkreis Ravensburg sind nach Polizeiangaben örtlich einige Keller vollgelaufen.Copyright: dpaEin Lkw-Fahrer blieb bei dem Versuch, die überschwemmte Fahrbahn zu passieren, stecken. In Eschelbronn schlug ein Blitz in ein Wohnhaus ein. Ein Brand brach jedoch nicht aus, es wurde niemand verletzt.Am Donnerstagmorgen soll es zunächst nur vereinzelt Gewitter geben, dabei lokal Starkregen mit bis zu 25 Litern pro Quadratmetern, teilweise auch 30. Bei stärkeren Gewittern kann es auch zu stürmischen Böen und kleinkörnigem Hagel kommen. Unwetter und Starkregen in Köln wohl erst am WochenendeIm Tagesverlauf sind außer im Westen und Nordosten laut DWD nahezu bundesweit kräftige Gewitter möglich. Dabei kann es in manchen Gegenden zu Starkregen mit Mengen über 30 Litern pro Quadratmeter kommen. Lokal eng begrenzt kann es zu extremen Unwettern mit über 40 Litern pro Quadratmetern in kurzer Zeit oder über 60 Litern pro Quadratmetern in mehreren Stunden kommen. In der Nacht zum Freitag sind vor allem im Norden und Nordosten weiterhin starke Gewitter mit Starkregen, anfangs auch noch mit kleinkörnigem Hagel und stürmischen Böen wahrscheinlich. In Köln und der Region drohen schwere Unwetter unterdessen wohl erst am Wochenende. Mehrere Wettermodelle rechnen spätestens am Sonntag (30. Juni) mit teils großen Regenmengen. In Nordrhein-Westfalen könnten demnach an einigen Orten teils mehr als 100 Liter Regen pro Quadratmeter fallen. (dpa)
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