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St. Amandus in Köln-Rheinkassel: Schauerliche Geschichten um eine schöne Kirche

St. Amandus in Köln-Rheinkassel: Schauerliche Geschichten um eine schöne Kirche

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Es ist der Ort der Toten, die der Fluss anspülte – der „Dodemannsorth“, wie man auf einer alten Karte aus dem 17. Jahrhundert lesen kann. Wenn man den Überlieferungen glauben möchte, war dies schon Jahrhunderte vorher der Platz, an dem man Ertrunkene aus dem Rhein zog.

Auch eine ganz besondere Wasserleiche soll darunter gewesen sein. In ihren Taschen habe man eine Menge Gold und ein Testament gefunden, heißt es. Dort, wo er gefunden werde, solle man mit dem Geld eine Kirche bauen.

Kleine Schwester der großen Basilika St. Gereon

St. Amandus heißt das prachtvolle Gebäude im Norden Kölns, das viele gar nicht kennen dürften. Dabei ist ein Ausflug nach Rheinkassel, wo die rosa-weiße Kirche als Zentrum der umliegenden Dörfer steht, eine wirklich lohnende Angelegenheit.

1156 wird sie erstmals urkundlich erwähnt. Vor ihr muss eine – vielleicht hölzerne – Saalkirche auf dem Hügel am Rhein gestanden haben. Auf dem schmucken Hof vor dem Kircheneingang findet man ein Denkmal des Kölner Schutzheiligen Gereon. St. Amandus gehörte zum Besitz des Stifts in der Innenstadt. Die romanische Kirche gilt als kleine Schwester der großen Basilika St. Gereon.

Bei Renovierungsarbeiten Knochen gefunden

In der westlichen Fassade von St. Amandus kann man ihn finden, den „Dode Mann“. Eingemauert und ohne irgendeinen Hinweis auf seine Herkunft grinst den Besucher ein Totenkopf an. Ist das ein Überrest des Angespülten mit den Taschen voller Geld? Warum hängt er da rund drei Meter über dem Boden?

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Manchmal ist es gut, wenn nicht alles bis ins Letzte erforscht ist, umgibt die Kirche doch so eine gleichermaßen anziehende wie schauerliche Aura. Bei Renovierungsarbeiten in den 1970er Jahren fand man Menschenknochen und einen weiteren Schädel, eine Gruft für zwei Leichen und römische Särge.

Wer wochentags kommt, trifft nur wenige Menschen auf der Straße. Dann entfaltet dieser Ort einen ganz besonderen Charme. Auf den weiten Wiesen zwischen Rhein und Kirche grasen Pferde. Durch hohes Gras erreicht man das Ufer an der geschützten Rheinaue.

Viele Schiffe havarierten

Früher kann das Navigieren für die Rheinschiffer an dieser Stelle nicht leicht gewesen sein. Sie nannten St. Amandus die „Dodemannkirche“, weil hier wohl immer wieder Schiffe havarierten und diese Unfälle Opfer forderten. Heute schippern Tanker und Containerschiffe sicher vorbei.

Richtung Norden führt der Weg am Ufer vorbei nach Langel, wo seit dem 18. Jahrhundert eine Fährverbindung auf die rechte Rheinseite besteht. Geht man Richtung Süden, kommt man ins klitzekleine Kasselberg, das die meisten Kölner nur aus der Zeitung kennen, weil der Ort bei Hochwasser zu einer Insel wird.

St. Amandus in Rheinkassel ist der Mittelpunkt dieser drei Dörfer und gleichzeitig ein Symbol für Eigenständigkeit und Gemeinschaftsgefühl. Die Kirche gehört zur Großpfarrei „St. Pankratius am Worringer Bruch“, in der das Kölner Erzbistum fünf ehemals eigenständige Gemeinden fusioniert hat. Eine Sonntagsmesse gibt es in St. Amandus nicht mehr, nur noch alle zwei Wochen wird eine Vorabendmesse am Samstag gefeiert. Kulturelles Zentrum ist die Kirche aber geblieben. Einmal im Jahr wird auf dem Kirchvorplatz, um den sich eine ungewöhnliche Wohnarchitektur nach Plänen von Gottfried Böhm gruppiert, das Dorffest gefeiert – das nächste Mal am 8. und 9. September….Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta

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