Sommerferien: Wann und wo die längsten Staus drohen

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Die Lage «spitzt sich zu», denn nun beginnt «die heiße Phase». So lauten die Prognosen der Autoclubs ACE und ADAC für den Reiseverkehr am kommenden Wochenende (5. bis 7. Juli). Denn während manche Bundesländer schon in die Sommerferien gestartet sind, beginnt zum ersten Juli-Wochenende auch für Nordrhein-Westfalen (NRW) die schulfreie Zeit – «Urlaubsansturm» auf die Autobahnen. Staus seien unvermeidbar, schätzt etwa der ACE. Zudem dürften auch Reisende aus Nordeuropa sowie weitere Urlauber aufbrechen, die nicht an Ferien gebunden sind.

Das füllt vor allem die Routen in den Süden und die Zufahrten in die Berge, zu den Küsten und den Seenlandschaften. Es dürfte zahlreiche und lange Staus geben. Am stärksten betroffen sind laut ACE die Nord-Süd-Verbindungen A 1, A 3, A 5, A 7 und A 9 sowie die Ost-West-Verbindungen A 2, A 4, A 6 und A 8.

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Auch auf der Weiterfahrt in den Süden sei sowohl in der Schweiz als auch in Österreich mit «erheblich höherem Zeitbedarf» zu rechnen. Wer noch weiter will: Der Ferienstart in Frankreich erfordert mehr Zeit für Fahrten Richtung Südfrankreich und Spanien.

Die meisten Staus erwarten die Clubs am Freitagnachmittag, Samstagvormittag und Sonntagnachmittag. Wer kann, wählt ruhigere Alternativrouten oder gar einen anderen Starttermin – etwa im Zeitraum von Dienstag bis Donnerstag. Wer dennoch am Wochenende los will oder muss, startet besser sehr früh am Morgen oder fährt nachts.

Die Tage in der Übersicht:

  • Freitag: Es geht gleich los, denn der ACE rechnet mit Staus und erheblich längeren Fahrtzeiten rund um Ballungsräume und auf den Fernstraßen. Pendler und Ferienfahrer gehen ab dem frühen Mittag auf die Straßen und dürften bis in den Abend hinein für mit teils längere Staus sorgen.

  • Samstag: Gilt als Hauptreisetag. Schon ab dem frühen Vormittag steigt das Risiko für Staus stark an. Es füllen sich vor allem die klassischen Urlaubsstrecken in Richtung Süden und die Routen an die Küsten von Nord und Ostsee. Auch die Urlaubsziele in den Niederlanden, in Belgien und in Frankreich werden angesteuert. Mit einer Entspannung der Lage rechnet der ACE erst ab dem späteren Nachmittag.

  • Sonntag: Am Vormittag dürfte der Reiseverkehr noch vergleichsweise moderat ausfallen, somit sei der Sonntag – speziell im Vergleich zum Samstag – der bessere Reisetag. Allerdings füllen sich dann vor allem auf die Heimreiserouten am Nachmittag. Zudem rechnet der ACE mit lebhaftem Ausflugsverkehr auch auf dem untergeordnetem Streckennetz.

Die Verkehrsclubs rechnen am Wochenende mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen und Staus in den Großräumen Berlin, Hamburg, Leipzig, Rhein-Ruhr, Rhein-Main, Rhein-Neckar, Stuttgart und München sowie auf den Fernstraßen von und zur Nord- und Ostsee und auf folgenden Routen (oft in beiden Richtungen):

In Österreich warten auch volle Straßen. Denn dort sind bereits alle Bundesländer in den Ferien. Geduld ist gefragt, insbesondere auf der Brenner-, Inntal-, Tauern-, Karawanken-, Fernpass- und Rheintalroute.

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Einige Tunnelsanierungen pausieren im Sommer

Der Arlbergtunnel im Westen Österreichs ist indes noch bis voraussichtlich 22. November gesperrt, teilt der ACE mit. Über die Ausweichstrecke Arlbergpass kann es mindestens zu einer halbstündigen Verlängerung der Reisezeit kommen.

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Auch sind in Tirol an den Wochenenden und Feiertagen bis Oktober Stau-Ausweichrouten entlang wichtiger Durchgangsstrecken gesperrt, so der ADAC. Doch «gute Nachrichten» vermeldet der Club von der Tauernautobahn: Bis einschließlich 9. September pausiert die Tunnelgroßbaustelle, wodurch überall wieder beide Tunnelröhren zur Verfügung stehen.

Wartezeiten wiederum sind an den Grenzen wahrscheinlich, vor allem bei der Rückreise von Österreich nach Deutschland. Diese können für die österreichischen Autobahn-Grenzübergänge Walserberg, Kiefersfelden und Suben vorab online bei der österreichischen Infrastrukturgesellschaft Asfinag eingesehen werden.

In der Schweiz wird es vor allem auf der Gotthard-Route voll

In der Schweiz kommen auf Reisende entlang der Hauptverkehrsverbindungen erhebliche Wartezeiten zu – speziell auf der Gotthard-Route (A 2) und hier besonders vor dem nördlichen Portal des Gotthardtunnels. Ein Ausweichen über die alternative A 13 (San Bernadino Chur – Bellinzona) ist aktuell nicht möglich. Aufgrund schwerer Unwetter ist die Verbindung zwischen Thusis und Bellinzona bis auf Weiteres gesperrt.

Mit einer einspurigen Öffnung kann laut ACE ab dem 10. Juli gerechnet werden – die Nutzung dieser Verbindung hält der Club aber auch nur dann für sinnvoll, wenn unmittelbar in diesem Gebiet angereist werden soll. Je nach Ziel könnten sich auch Passstraßen als Alternative eignen. Für Reisende durch die Westschweiz biete sich der Simplonpass sowie der Große Sankt Bernhard an. dpa/chi

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