Rheinenergie: Bis zu 100 Millionen Förderung für Großwärmepumpe in Köln

Rundschau | Das Projekt Großwärmepumpe der Rheinenergie ist einen großen Schritt voran gekommen. Das Unternehmen erhielt einen Förderbescheid mit der Zusagen von Mitteln in Höhe von bis zu 100 Millionen Euro. Sie kommen aus dem Programm „Bundesförderung für effiziente Wärmenetze“, kurz BEW. Die kalkulierten Projektkosten für die Großwärmepumpe betragen über 200 Millionen. Sie kann mit einer Wärmeleistung von 150 Megawatt bis zu 50.000 Wohneinheiten mit nachhaltiger Fernwärme versorgen.„Die Umstellung der Fernwärme auf erneuerbare Energien ist ein Kernstück der Energiewende“, sagte Kellner. Die geplante Flusswasser-Wärmepumpe wird die größte in Europa und ist damit laut Kellner ein Leuchtturmprojekt beim Fernwärmeumbau. Durch die Fördermittel werde eine private Investition von fast 260 Millionen ermöglicht. „Diese Wärmepumpe ist ein bedeutender Schritt für die Kölner Wärmewende und leistet damit zur Erreichung des Ziels, Köln bis 2035 klimaneutral zu machen, einen wichtigen Beitrag“, sagte Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker.Köln: Schlüsselrolle für GroßwärmepumpeIm Kölner Innenstadtnetz für Fernwärme wird die Großwärmepumpe laut Feicht eine Schlüsselrolle einnehmen. Hier soll sie bis 30 Prozent des Fernwärmebedarfs abdecken. Da es sich in Investitionen in werthaltige Zukunfts-Infrastrukturen handelt, sei es auch folgerichtig, dass sich die öffentliche Hand an solchen Projekten beteiligt.Alles zum Thema RheinenergieDen Großteil der Investitionen bestreitet die Rheinenergie etwa dadurch dass sie das Fernwärmenetz verdichtet. Auch mit der zugesagten Förderung bleibe die Investition für die RheinEnergie sehr herausfordernd, so Feicht. Es bedürfe vieler Anstrengungen, um sie wirtschaftlich auszugestalten. Eine erhebliche Hürde stelle auch das Genehmigungsverfahren dar. „Da die Genehmigung von Großwärmepumpen absolutes Neuland ist, treffen wir auf ein anspruchsvolles Genehmigungsverfahren; wir hoffen auf realistische und gut abgewogene Anforderungen“, so Feicht.Als Ergebnis einer europaweiten Ausschreibung liegen dem Unternehmen bereits mehrere Angebote und Konzepte zur Realisierung der Anlage vor. Im nächsten Schritt erfolgt laut dem Unternehmen die finale Lieferantenauswahl mit der konkreten Kalkulation der Projektkosten. Unmittelbar danach soll der Baubeschluss fallen. Dies ist für diesen Sommer vorgesehen.Köln: Wie funktioniert die Pumpe?Am Kraftwerksstandort Niehl wird dem Rhein Wasser entnommen.  Das hat im Sommer 25 Grad Celsius, im Januar und Februar rund drei Grad. Auch im Winter, so die Planung, werde die Anlage die meiste Zeit genug Energie liefern, um Fernwärme zu produzieren. In die Einlassbauwerke baut die Rheinenergie Reinigungssysteme mit höchstem Fischschutz ein, bei denen die Tiere unbeschadet zurück in den Fluss gelangen können.Die Wärmepumpen entzieht dem Flusswasser Wärme und nutzt diese, um das Heizwasser aufzuheizen. Dazu ist eine große Menge Strom nötig. Da kommt dem Unternehmen zugute, dass es am Standort ans Höchstspannungsnetz angeschlossen ist. Gegenüber dem Parkplatz, wo die Wärmepumpe gebaut werden soll, steht auch ein riesiger Trafo, der die erforderlichen 50 Megawatt elektrische Leistung liefern kann.Das Rheinwasser wird komplett in den Fluss zurückgegeben. Dafür werde ein bereits vorhandener Kühlwasserkanal des Kraftwerks am Standort genutzt. Anders als bei Kühlwasser ist das Wärmepumpenwasser nicht wärmer, sondern kühler als vorher, der Fluss wird also nicht aufgeheizt.Weitere Großwärmepumpen, darunter auch eine in Merkenich, sind laut Rheinenergie geplant.
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