Regionale Radroute: Stadt Köln gibt in Weiden Autofahren anstatt Radfahrern Vorfahrt

Rundschau | Regionale RadrouteStadt Köln gibt in Weiden Autofahren anstatt Radfahrern VorfahrtVon Susanne Esch 28.06.2024, 11:19 UhrLesezeit 2 Minuten Radfahrer, die die Radroute in Weiden-Süd befahren, müssen an den Straße, die sie queren, laut Verkehrsschild dem Autoverkehr Vorfahrt gewähren.Copyright: Susanne EschLaut Bezirksvertretung sollten Radfahrer an bestimmten Kreuzungen die Vorfahrt gegenüber Autofahrern bekommen. Das Gegenteil ist passiert. Ein breiter Fuß- und Radweg verläuft in Weiden-Süd von Osten nach Westen über drei Parallelstraßen – Ignystraße, Bistritzer Straße und Leipziger Straße. Als er in den 70er-Jahren entstand, gehörte Weiden noch zu der Gemeinde Lövenich.Die Gemeinde legte den zentralen Rad- und Fußweg an, damit die Menschen abseits vom Autoverkehr durch die Siedlung und zu den wichtigen Einrichtungen, wie der Schule, der Sportanlage, dem Einkaufszentrum, der Kirche und zum Schwimmbad radeln oder gehen konnten.Köln-Weiden: Radfahrer sollten auf beliebter Route Vorfahrt bekommenHeute ist der Weg in die regionale Radroute eingebunden, die von Köln über Junkersdorf nach Großkönigsdorf und weiter in die Ville führt. Er wird auch von zahlreichen Kindern und Jugendlichen mit dem Rad für den Schulweg genutzt.Bereits vor einem Jahr hatte die Bezirksvertretung (BV) Lindenthal daher nicht nur beschlossen, ihn instand zu setzen. Die BV hatte auch die Stadtverwaltung gebeten zu prüfen, an welchen Kreuzungen der Rad- gegenüber dem Autoverkehr bevorrechtigt werden kann. Laut den Überlegungen der BV könnte das beispielsweise an der Igny-, der Bistritzer Straße und Göttinger Straße geschehen. Doch das Gegenteil ist nun geschehen.Stadt Köln gibt Autos die VorfahrtDie Stadtverwaltung hat an dem Radweg, dort, wo er die Bistritzer Straße kreuzt, ein neues Schild installiert. Querende Radfahrer müssen Autofahrer die Vorfahrt gewähren. Zwar hat die Verwaltung gleichzeitig mit einem anderen Verkehrsschild die Autofahrer auf den kreuzenden Radverkehr hingewiesen. Doch der Autoverkehr hat nach wie vor Priorität.Die Bezirkspolitik ärgert sich darüber. „Mit wenigen Mittel kann man diese Radachse verbessern und somit zur Förderung des Radverkehrs beitragen, und zwar innerhalb von Weiden und weit darüber hinaus“, schreibt der Verkehrsexperte der Bezirkspolitik Roland Schüler (Bündnis 90/Die Grünen). „Dafür müssen nur die Kreuzungen mit der Ignystraße, Breslauer/Bistritzer Straße und Göttinger Straße sicherer und fahrradfreundlicher gestaltet werden, und zwar indem der querende Rad- und Fußweg bevorrechtigt wird. So hat es auch die Bürgerinteressengemeinschaft Weiden gewünscht und so hat es die Politik beschlossen.“Er hofft, dass die Stadtverwaltung sich an den Beschluss der Bezirkspolitik erinnert – und künftig vor Ort dem Radverkehr Vorfahrt gewährt wird. Schüler wünscht sich mehr als nur ein entsprechendes Verkehrszeichen: „Sinnvoll wäre es den Radweg, wo er über die Straße führt, rot zu markieren und für den Fußverkehr einen Zebrastreifen zu markieren“, so der Bezirkspolitiker.
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