Ost-West-Achse: Der Dialog mit der Politik beginnt – Zeitachse vorgestellt

Ost-West-Achse: Der Dialog mit der Politik beginnt – Zeitachse vorgestellt

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Köln | Die einen wollen unterirdisch die anderen sagen unerbittlich: „oben bleiben“. Es geht um ein sehr umstrittenes Verkehrsprojekt in Köln: Die Ost-West-Achse und meint die Stadtbahn-Verbindung zwischen Heumarkt und Aachener Straße grob umrissen. Am gestrigen 28. April nahm das neu aufgesetzte politische Begleitgremium seine Arbeit auf.

Der Rat der Stadt Köln war sich schon nicht einig in der Frage die Stadtbahnverbindung zwischen Heumarkt und Aachener Straße oberirdisch zu ertüchtigen oder diese unter die Erde zu verlegen. Die Kölner SPD wollte gar beides. Jetzt werden beide Varianten geprüft. Aber es regt sich viel Widerstand in der aktiven Stadtgesellschaft gegen die Untertunnelung, nicht zuletzt weil es noch Menschen in Köln gibt, die sich an den Stadtarchiveinsturz im Zusammenhang mit mit dem Bau der Nord-Süd-Stadtbahn erinnern.

Die Stadt lud rund 50 Akteurinnen beziehungsweise Interessensgruppen in Köln zur Teilnahme an dem Gremium auf. Das politische Begleitgremium setzt sich zusammen aus Vertreter*innen des Verkehrs- und Stadtentwicklungsausschusses, den Bezirksbürgermeister*innen der Bezirke Innenstadt, Lindenthal und Kalk, Vertreterinnen der KVB sowie Vertreter*innen der Verwaltung.

Die Stadtverwaltung berichtet jetzt schriftlich aus der ersten Sitzung des Begleitgremiums zur Ost-West-Achse, dass sich die Akteure zunächst auf eine gemeinsame Arbeitsweise einigten. Die städtische Verwaltung stellte den Planungshintergrund, den Sachstand und die aktuelle Zeitschiene vor. Die Stadt erklärt für die politischen Akteure schriftlich: „Die Teilnehmenden betonten ihr Anliegen, mit dem Gremium eine gemeinsame Informationsgrundlage zu schaffen, um darauf aufbauend eine fundierte, nachvollziehbare Entscheidung treffen zu können.“

Baubeginn Ende der 20er Jahre – wenn überhaupt

Dazu stellt die Stadtverwaltung ihre zeitliche Planung vor. Im dritten Quartal 2023 will die städtische Verwaltung den politischen Gremien des Rates die Planungen vorlegen, so dass die Politik entscheiden kann ob sie eine unterirdische Trassenführung buddeln oder die oberirdisch fahrende Stadtbahn ertüchtigen lassen will. Die Stadt nennt dies Variantenentscheid. Ist dieser vollbracht beginne die Leistungsphase 3 der Planungen, die voraussichtlich zwei Jahre dauern würden. Das Planfeststellungsverfahren könne nach derzeitigem Stand der Dinge frühestens 2026 begonnen werden. Allerdings gibt es hier noch die zeitliche Unsicherheit wann der Variantenentscheid überhaupt fällt. Denn hier ist sich etwa das derzeit politisch bestimmende Gestaltungsbündnis aus Grünen, CDU und Volt nicht einig und klammerte dieses heikle Thema bei den Verhandlungen zum Gestaltungsbündnis aus. Würde die Planfeststellung reibungslos verlaufen geht die Stadtverwaltung davon aus, dass das Projekt frühestens 2028 ausgeschrieben werden könnte und nennt schon einen möglichen Ausführungsbeginn mit 2029. Das ginge aber nur wenn bis dahin die Förderzusage von Bund und Land vorliege. Für die Bauausführung nennt die Stadtverwaltung nach heutiger Planung noch einen früheren Starttermin mit 2027 beginnen, eventuell auch Mitte 2026, aber dies wäre abhängig von den Genehmigungen und der Förderzusage für die Gesamtmaßnahme. Offen ist, warum es zwei Termine gibt. Wann das gigantische Projekt fertig gestellt werden soll und die erste Stadtbahn etwa unterirdisch rollen wird ist derzeit nicht abzusehen.

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