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Landtagswahl NRW 2022: CDU gewinnt – in Köln zeichnet sich grüner Wahlsieg ab

Landtagswahl NRW 2022: CDU gewinnt – in Köln zeichnet sich grüner Wahlsieg ab

Report-K

Köln, Düsseldorf | Livebericht/-ticker | red/dts/aktuelle Fotos: Eddi Bopp | Das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen wählt am heutigen 15. Mai einen neuen Landtag. Alle Informationen rund um Landtagswahl, Kandidaten, Parteien, Wahlbeteiligung finden Sie hier bei report-K und ab 18 Uhr die Wahlergebnisse für NRW, Köln sowie Stimmen und Eindrücke aus Köln, NRW und dem Bund. Hinweis zu den Kölner Ergebnissen 19:33 Uhr: Nach der Auszählung von 235 von 956 Stimmbezirken liegen die Grünen in Köln vorne, aber es ist noch zu früh die Kölner Ergebnisse zu deuten.

4. Hochrechnung

WDR/Infratest dimap | 19:28 Uhr

In Prozent
CDU 35,7 (+2,7)
SPD 27,0 (-4,2)
Grüne 18,1 (+11,7)
FDP 5,5 (-7,1)
AfD 5,6 (-1,8)
Linke 2,0 (-2,9)
Andere 6,1 (+1,5)

Die ersten Trends bei den Kölner Erststimmen

19:45 Uhr > Aktuell liegen 45 von 139 Ergebnissen bei der Wahl der Kölner Direktkandidat*innen vor. Es kann sich noch viel verschieben, aber es gibt erste Trends wo es spannend werden könnte und wo sich deutliche Favoriten zeigen. In Köln I liegen die Grünen deutlich vor der CDU, in Köln II ebenso. Hier ist besonders spannend, dass der CDU-Kreisvorsitzende Bernd Petelkau gegen den grünen Kreisvorsitzenden Frank Jablonski ins Rennen geht. In Köln III liegt Arndt Klocke deutlich vor Jochen Ott, SPD und Nathanael Liminski, CDU. In Köln IV liegt die SPD knapp vor der CDU, aber es ist knapp. Knapp ist es auch in Köln V wo Florian Braun, CDU gegen den SPD-Fraktionsvorsitzenden Christian Joisten, SPD vorne liegt. Köln VI ist derzeit in grüner Hand und Köln VII die SPD.


Zwischenstand: Grüne in Köln vorne

19:29 Uhr > Um 19:28 Uhr sind 235 von 956 Stimmbezirken ausgezählt und eigentlich ist es noch zu früh über die Kölner Ergebnisse zu sprechen. Bei den Zweitstimmen zeigt sich aber ein Trend: Die Grünen liegen deutlich vor der SPD und der CDU mit 28,59 Prozent. Bleibe dies so, dann würde sich auch in der Landtagswahl 2022 zeigen, dass die Grünen die Macht in Köln haben und es nicht mehr so einfach sein dürfte ihnen diese wegzunehmen. An zweiter Stelle rangiert hauchdünn vor der CDU derzeit die SPD, aber dies kann sich noch ändern. Die FDP verliert auch in Köln deutlich. Die Afd liegt aktuell bei 5,6 Prozent und die Linke verliert auch in Köln und erreicht aktuell 4,64 Prozent. Volt erreicht 1,89 Prozent und kann anders als in der Kommunalwahl, wie schon bei der Bundestagswahl nicht die Wähler*innen überzeugen.


Was kann das Wahlergebnis für Berlin bedeuten

18:56 Uhr > Thomas Kutschaty war Teil des Team Olaf bei der Bundestagswahl und Bundeskanzler Olaf Scholz unterstützte den SPD-Spitzenkandidat bei der Landtagswahl deutlich. Jetzt die massive Niederlage der NRW-SPD. Ein herber Rückschlag für den Kanzler und das Regieren in der Ampel dürfte nicht einfacher werden. Die FDP wurde herbe abgestraft in dem Land, in dem Christian Lindner das Schwarz-Gelbe-Bündnis mit Armin Laschet schmiedete. Sie konnte also nicht von der Regierungsbeteiligung in Berlin profitieren, anders als die Grünen, die durch Robert Habeck und Annalena Baerbock eine mediale Omnipräsenz aufbauen konnten. Das NRW-Wahlergebnis stützt die ersten Umfragen auf Bundesebene, die die CDU in einem deutlichen Aufwärtstrend sehen. Friedrich Merz dürfte dies auf der einen Seite freuen, auf der anderen Seite wächst mit dem strahlenden CDU-Wahlsieger Hendrik Wüst jetzt ein ernsthafter Konkurrent, der auch noch deutlich jünger lächelt, heran.


56 Prozent haben die Stimme in NRW abgegeben

18:56 Uhr > Die Wahlbeteiligung in NRW ist schwach mit 56 Prozent. Vor fünf Jahren lag die noch bei über 65 Prozent.


Kölner Ergebnis noch offen

18:52 Uhr > In Köln kann zum Wahlergebnis noch keine Prognose abgegeben werden. Zu wenige Ergebnisse liegen derzeit vor. Aktuell sind erst 33 von 956 Stimmbezirken in Köln ausgezählt.


Hendrik Wüst spricht von Regierungsauftrag

18:35 Uhr > Mit Hendrik, Hendrik-Rufen wurde der amtierende Ministerpräsident Hendrik Wüst von seinen Parteifreunden auf der CDU-Wahlparty in Düsseldorf empfangen. Wüst spricht von einem klaren Wahlsieg der CDU in NRW und sieht den Regierungsauftrag bei der CDU. Thomas Kutschaty, SPD-Spitzenkandidat, spricht davon, dass die Sozialdemokraten ihr Wahlziel die Abwahl von Schwarz-Gelb erreicht hätten. Kevin Kühnert, Generalsekretär der SPD im Bund, betonte auch die Abwahl der CDU-FDP-Regierung und warf der CDU vor einen Zweitstimmenwahlkampf zu Lasten ihres FDP Koalitionspartners geführt zu haben. Kühnert sieht mehrere Möglichkeiten zur Regierungsbildung, also auch eine Ampel in NRW unter SPD-Führung, sofern die FDP in den Landtag einzieht. Das ist eine bemerkenswerte Wende der SPD-Spitze, die nach der Bundestagswahl darauf bestand, dass das Mandat zur Regierungsbildung eindeutig in ihrem Spielfeld liegt, bei wesentlich geringerem prozentualen Abstand. Felix Banaszak, Grüne, wollte sich in einem Fernsehinterview noch nicht festlegen und alle Regierungsoptionen offen halten. Joachim Stamp, FDP, spricht von einer bitteren Niederlage und versprach eine schonungslose Aufarbeitung des FDP-Wahlergebnisses. Die NRW-FDP könne nicht zur Tagesordnung übergehen.


Die Kölner Wahlbeteiligung liegt bei 59 Prozent

18:30 Uhr > In Köln liegt die Wahlbeteiligung mehr als 5 Prozent unter der von 2017 bei exakt 59 Prozent. 2017 wählten noch 64,56 Prozent der Kölner*innen.

So ist die Stimmung bei der SPD auf deren Kölner Wahlparty im Stapelhaus. | Foto: Bopp

CDU bei Landtagswahl in NRW vorn – Grüne werden zum Königsmacher   Düsseldorf (dts Nachrichtenagentur) – Bei der Landtagswahl in NRW liegt die CDU laut 18-Uhr-Prognosen von ARD und ZDF deutlich vorn. Die Christdemokraten werden bei beiden Sendern mit 35 Prozent gesehen. Die Werte für die weiteren Parteien im Durchschnitt: SPD 27,8 Prozent, FDP 5,3 Prozent, AfD 5,8 Prozent, Grüne 18,3 Prozent, Linke 2,1 Prozent, Andere 6 Prozent.

Laut der erwarteten Sitzverteilung würde es locker für Schwarz-Grün reichen, oder etwas knapper auch für eine Ampel. Sollte die FDP am Ende nicht den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde schaffen, wäre aber auch Rot-Grün eventuell möglich. Eine Fortsetzung von Schwarz-Gelb in der bisherigen Form wird jedenfalls wohl nicht möglich sein.

Die Wahlbeteiligung sank um fast zehn Zähler auf etwa 56 Prozent.


CDU deutlich vorne – SPD historisch schlecht

18:13 Uhr > Die SPD fährt mit 27,5 Prozent ihr schlechtestes Ergebnis in NRW ein, die Grünen mit 18,5 Prozent ihr historisch Bestes. Die CDU liegt mit 35 Prozent deutlich vorne und damit dürfte der Spielball zur Regierungsbildung deutlich im Feld der Union und bei Hendrik Wüst liegen. Die FDP ist abgestürzt und muss bangen, ob sie überhaupt im Landtag bleibt. Wenn die FDP nicht in den Landtag kommt, würde sich auch die Sitzverteilung ändern.

Bei der Sitzverteilung und davon ausgehend, dass die Mehrheit im kommenden Landtag auch bei 100 Sitzen liegen wird, ist bei Berücksichtigung Einzug der FDP die Option für Schwarz-Grün bei 116 Sitzen. Rot-Grün hätte dann keine Mehrheit mit 99 Sitzen. Dort wäre nur eine Ampel möglich. Anders als in Schleswig-Holstein haben die Wähler*innen die AfD nicht aus dem Parlament gewählt und mit 6 Prozent dürfte die rechtspopulistische Partei wieder im Landtag vertreten sein. Die Linke kommt erneut nicht in den Landtag.


Wahlbeteiligung in NRW am Nachmittag niedriger

17:46 Uhr > Infratest dimap rechnet nur mit einer Wahlbeteiligung von rund 56 Prozent. Am Nachmittag meldete der Landeswahlleiter Wolfgang Schellen um 16 Uhr eine Beteiligung von 53,35 Prozent aus der Umfrage von ausgewählten Kreisen und Städten Düren und Gütersloh, im Rhein-Kreis Neuss sowie in den kreisfreien Städten Düsseldorf, Duisburg, Essen, Köln und Mülheim an der Ruhr. Im Vergleich zur Landtagswahl 2017, bei der bis 16 Uhr rund 59 Prozent zur Wahl gingen oder an der Briefwahl teilnahmen, ist die Wahlbeteiligung damit in diesen ausgewählten Bereichen geringer, wobei der Anteil der Briefwählerinnen und Briefwähler (2017: 14,2 %) mit rund 27 Prozent höher ist.


Wahlbeteiligung bleibt in Köln niedrig

17:41 Uhr > 52,48 Prozent der Kölnerinnen haben bis 17 Uhr ihre Stimme abgegeben. Das ist deutlich weniger als bei der Landtagswahl 2017, da wählten 58,03 Prozent der Kölnerinnen.


261.839 Kölner*innen wählten per Briefwahl

17:05 Uhr > Ein Blick ins Kölner Briefwahlzentrum, wo ab 18 Uhr die Auszählungen beginnen. 261.839 Wahlberechtigte nutzten bei der Landtagswahl in NRW 2022 die Möglichkeit zur Briefwahl.

Schlechte Wahlbeteiligung in Köln deutet sich an

14:33 Uhr > Die Wahlbeteiligung in Köln liegt um 14 Uhr bei 34,89 Prozent. Im gleichen Zeitraum wählten im Jahr 2017 schon 38,38 Prozent der Kölner Bürger*innen. Damit deutet sich eine schlechtere Wahlbeteiligung als vor fünf Jahren an.


Diese Tabelle mit den Wahlbeteiligungen veröffentlichte der Landeswahlleiter NRW heute Mittag mit dem Stadt 12 Uhr. | Quelle: Landeswahlleiter NRW

Deutlich niedrigere Wahlbeteiligung in Köln um 13 Uhr

13:17 Uhr > Die Wahlbeteiligung in Köln ist um 13 Uhr deutlich niedriger als noch vor fünf Jahren: 28,42 Prozent der Kölner*innen gaben bis 13 Uhr ihre Stimme an, im Jahr 2017 waren es schon 30,67 Prozent. Damit liegt die Wahlbeteiligung in Köln deutlich unter dem Landesdurchschnitt. Köln zeigt auch in der von Landeswahlleiter Wolfgang Schellen veröffentlichten Tabelle die schlechteste Wahlbeteiligung der ausgesuchten Städte und Kreise. In Köln verzeichnet die Briefwahl ungefähr gleich hohe Prozentwerte wie bei den vorausgegangenen Landtagswahlen um 12 Uhr. Aber die Werte bei der Urnenwahl sind deutlich geringer, sogar nur einstellig. Sie sind deutlich gefallen. Auch in Düsseldorf zeigt sich sogar eine noch extremere Abnahme der Wahlbeteiligung an der Urne bis heute Mittag und Düsseldorf erreicht in diesem Feld ebenfalls keine zweistelligen Werte. Insgesamt zeigt sich allerdings eine niedrigere Wahlbeteiligung an der Urne.


Wahlbeteiligung in NRW bis zum Mittag bei rund 36 Prozent   

13:33 Uhr > Bei der Landtagswahl im Nordrhein-Westfalen haben bis 12 Uhr rund 36 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Das teilte Landeswahlleiter Wolfgang Schellen mit. Bei der Landtagswahl 2017 waren bis 12 Uhr etwa 34 Prozent zur Wahl gegangen oder hatten an der Briefwahl teilgenommen.

Die landesweite Wahlbeteiligung inklusive der Briefwahl hatte am Ende bei 65,2 Prozent gelegen. Der Zwischenstand am Mittag wurde in acht ausgewählten Kreisen und kreisfreien Städten Nordrhein-Westfalens ermittelt. Konkret wurden die Stichproben in den Kreisen Düren und Gütersloh, im Rhein-Kreis Neuss sowie in den kreisfreien Städten Düsseldorf, Duisburg, Essen, Köln und Mülheim an der Ruhr durchgeführt.

Die Wahllokale schließen um 18 Uhr, direkt im Anschluss werden erste Prognosen erwartet.


Hier wählt der Mietrebell und Linke Direktkandidat Kalle Gerigk

Wählende Politiker*innen auf Twitter und im sozialen Netz

13:17 Uhr > Vor Wahllokalen und Wahlräumen gibt es Bannmeilen in denen am Wahltag keine Plakate aufgestellt werden dürfen. Im Netz gilt diese Zurückhaltung für die Politik nicht. Hier wird heftigst bis kurz vor 18 Uhr getwittert und gesocialmediat was die Smartphone-Kamera hergibt. Da sehen wir Fotos von Friedrich Merz ganz sonntaglich leger im Hemd ohne Krawatte beim Einwerfen des Briefumschlages in die Wahlurne mit der Aufforderung das Kreuzchen zweimal bei der CDU zu machen. Lars Klingbeil, der SPD-Vorsitzende gibt Wahltipps für Thomas Kutschaty, die Kölner Direktkandidatin Berivan Aymaz fordert dazu auf die Grünen zu wählen. Thomas Kutschaty verpackt seine Wahlbotschaft very charming in eine Liebeserklärung an seine Frau: „Heute darf ich hier, mit der Frau, die ich liebe, das #NRWvonMorgen wählen“. Natürlich packt der SPD-Mann auch den Wahlslogan mit einem liebevollen Hashtag ins Gesäusel ein. Hendrik Wüst, der CDU Spitzenmann zeigte sich am Morgen neutraler und forderte lediglich zu Wahl auf und dankte, ganz staatsmännisch ministerpräsidenteniabel den Wahlhelfer*innen. Die Liste lässt sich unendlich weiterführen. Report-K veröffentlicht ein Foto des Mietrebellen Kalle Gerigk, der sich natürlich auch im Wahllokalen digital erfassen ließ. Gerigk tritt für die Linke in Kalk als Direktkandidat an.


Schöner wählen in Köln!

So wählte Köln 2017 – die Betrachtung der Zweitstimmen

12:18 Uhr > Am 14. Mai 2017 wählte Köln die SPD an die Spitze bei der Landtagswahl in NRW 2017 mit 28,11 Prozent vor der CDU mit 26,55 Prozent. Drittstärkste Kraft wurden damals in der grünen Hochburg Köln die Freien Demokraten mit 13,80 Prozent. Die Grünen erhielten nur 11,81 Prozent und wurden Vierter vir der Linken mit 8,40 Prozent. Die AfD schnitt in Köln mit 5,97 Prozent unter dem Landesdurchschnitt ab.

So wählte NRW 2017

Der große Verlierer der Landtagswahl NRW 2017 war die SPD und die Grünen, die damals unter Hannelore Kraft und Sylvia Löhrmann die rot-grüne Landesregierung stellten. Die SPD verlor 7,9 Prozent und die Grünen 5 Prozent gegenüber der Landtagswahl 2012 und Hannelore Kraft trat noch am gleichen Abend zurück. Ihren Wahlkreis 64 in Mülheim an der Ruhr, in dem Kraft 22 Jahre lang antrat will nun Rodion Bakum für die SPD gewinnen. Der ist in Kiew geboren und ins Ruhrgebiet geflüchtet. Mülheim an der Ruhr ist eine traditionelle Hochburg der Sozialdemokratie. 2017 kam die SPD auf 31,2 Prozent und wurde von der CDU mit 33 Prozent überflügelt. Besonders stark schnitten damals die Freien Demokraten ab, die 4 Prozent dazugewannen und mit 12,6 Prozent drittstärkste Kraft in NRW wurden. Christian Lindner führte die FDP in diesem Wahlkampf. Die Grünen landeten auf Platz 4 mit 6,4 Prozent. Die Piraten flogen mit einem Prozent aus dem Landtag, nachdem sie 2012 noch 7,9 Prozent auf sich verbuchen konnten. Die Linke erreichte den Landtagseinzug mit 4,9 Prozent ebenso nicht und die AfD zog mit 7,4 Prozent der Stimmen zum ersten Mal in den NRW-Landtag in Düsseldorf ein.


Sie wissen noch nicht wen Sie wählen sollen, der Wahl-O-Mat kann Sie bei dieser Entscheidung unterstützen.

Wahlbeteiligung um 12 in Köln niedriger als vor 5 Jahren

12:08 Uhr > Die Wahlbeteiligung ist am heutigen Wahlsonntag zum ersten Mal niedriger in der stündlichen Betrachtung, als vor 5 Jahren. 21,64 Prozent der Kölner*innen gaben bis 12 Uhr ihre Stimme ab. Zum gleichen Zeitraum 2017 waren es 22,70 Prozent.


15,3 Prozent der Kölner*innen wählten bis 11 Uhr

11:10 Uhr > Am Vormittag gehen mehr Kölner*innen zur Landtagswahl NRW 2022 als noch vor fünf Jahren: 15,3 Prozent der Kölner Wahlberechtigten gaben ihre Stimme ab im Gegensatz zu 14,88 Prozent im Jahr 2017.


Wer mit wem? Ampel oder Jamaika, wie wählt NRW heute und welche Koalitionen werden nach 18 Uhr sichtbar? | Foto: Bopp

Spekulationen zur Frage: Wer mit wem?

11:01 Uhr > Die Demoskopen aller Meinungsforschungsinstitute sehen die beiden großen Parteien CDU und SPD in einem Kopf an Kopf Rennen, wobei die CDU immer die Nase ein wenig vorne hatte. Unwahrscheinlich erscheint eine Fortführung der schwarz-gelben Landesregierung, die Armin Laschet und Christian Lindner nach der Landtagswahl 2017 begründeten. Diese verfügte über eine hauchdünne Mehrheit im Landtag von 2 Stimmen gegenüber der Opposition. Wobei es immer unwahrscheinlich war, dass die Opposition im Landtag in der vergangenen Wahlperiode einstimmig mit ihren 99 Stimmen agierte hätte. SPD und Grüne haben und hätten nicht mit der AfD zusammengearbeitet. In den aktuellen Umfragen liegt die FDP abgeschlagen mit 6 Prozent sogar hinter der AfD und damit wäre eine Regierungsbeteiligung der FDP nur ein einer Ampel oder bei Jamaika denkbar.

Bleibt schwarz-grün, wenn die CDU als erste Partei heute Abend über die Ziellinie geht. Bei den Grünen gibt es Vorbehalte an der Basis und bei der Grünen Jugend, die sich im Vorfeld der Wahlen bereits für Rot-Grün ausgesprochen haben. Aber die Parteispitze scheint nicht gänzlich abgeneigt. Die in den Umfragen starken Grünen nähren bei den Sozialdemokraten die Hoffnung Rot-Grün wieder neu aufzulegen, das 2017 abgewählt wurde. Auch eine Ampel wäre denkbar, wenn die FDP nicht in Richtung Jamaika-Bündnis drängeln wird. Rot-Rot-Grün scheint unmöglich, da die Linkspartei nur extrem unwahrscheinlich den Einzug in den NRW-Landtag schaffen könnte. Die Demoskopen sehen die Linke bei 3 Prozent, dazu kommt der Skandal der sexuellen Übergriffe.

Porträts der Spitzenkandidat*innen von CDU, SPD und Grünen lesen Sie hier bei report-K:


Keine Maskenpflicht in Wahlräumen

10:45 Uhr > Bei der Landtagswahl gilt in den Wahlräumen keine Maskenpflicht mehr. Allerdings wird das Tragen einer Maske empfohlen. „Mit dem Aufsetzen einer Maske können wir unsere eigene Gesundheit schützen und zugleich zum Infektionsschutz der ehrenamtlichen Wahlvorstandsmitglieder, die am Wahltag viele Stunden im Dienste der Demokratie vor Ort sind, beitragen. Entsprechendes gilt für andere Personen, die sich im Wahlraum aufhalten. Da die Urnenwahl nur wenige Minuten dauert, bleibt die Unbequemlichkeit gering“, so Landeswahlleiter Wolfgang Schellen.


Der Landtagswahlkampf in Nordrhein-Westfalen wurde stark über Plakate ausgetragen und war überlagert vom Ukraine-Thema, wie dieses Foto von Wahlplakaten an der Kölner Universitätsstraße auf Höhe es Ostasiatischen Museums eindrucksvoll zeigt. | Foto: Bopp

In der Kölner Innenstadt finden sich derzeit die Wahlplakate der CDU Landtagsabgeordneten Ursula Heinen-Esser

Skandale im Landtagswahlkampf NRW 2022

10:14 Uhr > Aus einem Skandal der CDU wurde auch einer der SPD und überregionale Medien wie „Spiegel Online“ sprechen reisserisch von einem schmutzigen Wahlkampf. Es meint den Rücktritt und Mandatsverzicht der Kölner CDU-Politikerin Ursula Heinen-Esser, die sich für ein Direktmandat in der Kölner Innenstadt bewarb. Sie war Umweltministerin von NRW und trat nach der Mallorca-Affäre zurück. Kurz nach der Hochwasserkatastrophe und des Starkregenereignisses am 14./15. Juli 2021 war sie zu einer Geburtsparty nach Mallorca geflogen. Sollte Heinen-Esser das Direktmandat in der Kölner Innenstadt bekommen, wird sie auf ihr Landtagsmandat verzichten, so die CDU-Politikerin im Vorfeld der Wahl. Aus der Mallorca-Affäre wurde dann aber ein SPD Instagram-Gate. Ein Mitarbeiter der SPD-Landtagsabgeordneten Sarah Philipp machte sich über Instagram an die jugendliche Tochter von Heinen-Esser heran, um Zugang zu ihrem privaten Instagram-Kanal zu erhalten. Die CDU attackierte die SPD zudem wegen ihrer Russlandpolitik.


9,4 Prozent der Kölner*innen wählten bis 10 Uhr

10:02 Uhr > 9,38 Prozent der Kölner*innen wählten bis 10 Uhr. Das sind 0,8 Prozent mehr als bei der Landtagswahl 2017. 261.839 Kölnerinnen wählten per Briefwahl.


Wie viele Bürger*innen in Nordrhein-Westfalen wählten 2017?

9:48 Uhr > Bei der Landtagswahl vor fünf Jahren gaben 8,6 Millionen Wahlberechtigte in NRW ihre Stimme ab. Die Wahlbeteiligung betrug damals 65,2 Prozent. In den vergangenen Jahrzehnten lag die Wahlbeteiligung der Bundestagswahlen traditionell über der von Landtagswahlen in NRW. So wählten bei der Bundestagswahl am 26. September 2021 in NRW 76,4 Prozent. In Köln lag die Wahlbeteiligung bei der Landtagswahl 2017 mit 64,9 Prozent niedriger. Dafür gingen aber 2021 mehr Kölner*innen zur Bundestagswahl: Hier betrug die Wahlbeteiligung 77,79 Prozent. Ob der sonnige Tag heute Einfluß auf die Wahlbeteiligung nimmt, wird um 18 Uhr klar, wenn die Wahllokale schließen.

Verlag und Redaktion von report-K bitten Sie zur Wahl zu gehen:


4,43 Prozent haben in Köln bis 9 Uhr gewählt

9:40 Uhr > Bei dieser Landtagswahl in NRW gab es anscheinend mehr Frühaufsteher*innen unter den Kölner Wahlberechtigten. 4,43 Prozent gaben bis 9 Uhr ihre Stimme in den Wahllokalen ab. 2017 waren dies weniger: 3,95 Prozent.


Um wie viele Sitze geht es heute im NRW-Landtag? – Fakten zur #ltwnrw22

9:19 Uhr > Es sind mindestens 181 Landtagsmandate heute bei der Landtagswahl 2022 in NRW zu vergeben. Davon wird der Großteil über das Direktmandat vergeben: 128. Direktmandat bedeutet für die Wählerinnen dies Kandidatinnen werden mit der Erststimme gewählt. 53 Plätze werden über die Landeslisten der Parteien vergeben.

Mehr Mandate werden vergeben, wenn eine Partei mehr Direktmandate gewinnen kann, als die die Mandatszahl die ihr über ihren Zweitstimmenanteil zusteht. Dies sind die Überhang-Mandate. Damit wird Landtag die Verteilung der Sitze ausgeglichen, bis das Zweitstimmenverhältnis aller Parteien korrekt abgebildet wird.

2017 gab es im Landtag aufgrund von 6 Überhang-Mandaten insgesamt 12 Ausgleichsmandate. Der Landtag von NRW zählte so 199 Abgeordnete. Schwarz-Gelb zählte zusammen 100 Abgeordnete, die CDU 72 und die FDP 28. Also eine knappe Mehrheit. Die Oppositionsparteien kamen in der Addition auf 99 Sitze: SPD 69, AfD 16 und Grüne 14.

Die Mehrheitsverhältnisse im NRW-Landtag werden also durch die Zweitstimme entschieden. In den Landtag ziehen aber nur Parteien ein, die die 5 Prozent Hürde schaffen. Hier dürfte es etwa nach den aktuellen Umfragen für die Linke, die bei 3 Prozent prognostiziert wird, schwierig werden. Zur Wahl stehen 2022 insgesamt 29 Landeslisten und 870 Bewerber*innen.

1.111 Direktkandidatinnen stehen in ganz NRW zur Wahl. Wer in seinem Wahlkreis die einfache Mehrheit der Erststimmen erzielt, der hat die Wahl gewonnen. Eine Mehrheit über 50 Prozent ist nicht nötig. 606 Direktkandidatinnen der Parteien stehen auch auf deren Landesliste. Die höhere Zahl an Direktkandidatinnen ergibt sich aus dem Fakt, dass auch Wählergruppen Direktkandidatinnen aufstellen können und es Einzelbewerber gibt. In Köln übrigens einen.

13 Millionen Bürger*innen sind heute in gesamt NRW zur Wahl aufgerufen. Im Durchschnitt hat ein Wahlkreis in NRW rechnerisch 101.500 Wahlberechtigte.

Die Übersicht über die Kölner Direktkandidat*innen finden Sie hier:


Die Kölner Wahlberechtigten

8:45 Uhr > 106 Jahre alt ist die älteste Kölner Wahlberechtigte und 16 Erstwählerinnen haben heute am 15. Mai, dem Tag der Landtagswahl Geburtstag. Insgesamt dürfen heute in Köln 27.326 Menschen zum ersten Mal zwei Kreuze für die Erst- und Zweitstimme abgeben, davon sind 48,9 Prozent weiblich. Am 6. Januar 2022 waren 729.697 Kölnerinnen wahlberechtigt.


Was ist eigentlich der Hashtag zur Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen?

8:38 Uhr > Der Hashtag zur Landtagswahl in NRW ist: #ltwnrw22


Landtagswahl in NRW gestartet   

8:20 Uhr > Die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen hat begonnen. Um 8 Uhr machten die Wahllokale im bevölkerungsreichsten Bundesland auf. Laut Umfragen wird ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen CDU und SPD erwartet.

Die Christdemokraten von Ministerpräsident Hendrik Wüst lagen zuletzt bei den meisten Erhebungen knapp vorn. SPD-Spitzenkandidat Thomas Kutschaty kann dennoch darauf hoffen, die Nachfolge von Wüst anzutreten. Mit einigem Abstand folgen in den Umfragen auf Rang drei die Grünen und erst dann die mitregierende FDP.

Eine Fortsetzung der schwarz-gelben Koalition gilt als eher unwahrscheinlich. Auch für Rot-Grün dürfte es eng werden. Die Wahllokale schließen um 18 Uhr, direkt im Anschluss werden erste Prognosen erwartet.


Wer darf heute in Köln den Landtag von NRW wählen?

8:19 Uhr > Der erste Hinweis landete bei den 729.697 Kölner Wahlberechtigten im Briefkasten. Es ist die Wahlbenachrichtigung der Stadt Köln. Mit der konnten Sie Briefwahl beantragen oder heute in einem Wahllokal wählen. Wählen darf heute bei der Landtagswahl Nordrhein-Westfalen, wer am Wahltag mindestens 18 Jahre alt ist und seit dem 29. April 2022 seine Hauptwohnung in NRW hat. Eine weitere Vorraussetzung ist: Die deutsche Staatsangehörigkeit.

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