Kölner Kabarettist: Trauer um Thomas Reis – Zwei Wochen nach Abschiedsvorstellung gestorben

Rundschau | Ein Auftritt zwischen Lachen und Weinen. Noch vor zwei Wochen berichtete die Rundschau über seine Vorstellung im Senftöpfchen, mit der sich der Kabarettist Thomas Reis von seinem Publikum verabschiedet hatte. Am vergangenen Sonntag erlag der 60-Jährige einer Krebserkrankung.Reis war über 35 Jahre Kabarettist, wurde mit zahlreichen Preisen geehrt, wirkte bei weit über 100 Fernsehsendungen mit und war Autor diverser Bühnenprogramme. Mit seinen 14 Soloproduktionen gastierte er in nahezu allen größeren Städten in Deutschland.Hoffnungsschimmer des gesprochenen Wortes„Die Zeit “ über Thomas ReissVon Januar 1993 bis September 1996 hatte Reis eine eigene kleine Fernsehsendung beim NDR. Im Rahmen der Magazinsendung DAS! produzierte er jeden Dienstag einen satirischen Wochenrückblick. 1990 wurde er von der FAZ für „die Wiederauferstehung des literarischen Kabaretts“ verantwortlich gemacht. 1992 würdigte ihn „Die Zeit“ als „Hoffnungsschimmer des gesprochenen Wortes“, die „Süddeutsche Zeitung“ habe ihn vermutlich ohne jede Ironie als „Superhirn“ tituliert, teilte die Künstleragentur Theatertransfer mit. Die für den Herbst 2023 geplante Premiere seines Programms „Du sollst nicht verblöden!“ wurde durch die schwere Erkrankung verhindert. Am 5. Juni hatte sich Reis bei seiner letzten Vorstellung im Senftöpfen-Theater in der Altstadt mit dem Ratschlag „Wenn der Mensch das Maß aller Dinge sein soll, dann rate er doch eher zur Maßlosigkeit“ verabschiedet. Anschließend rührte er Zuschauer und Freunde im Theater mit dem Cole Porter Song „Every Time we say Goodbye“ zu Tränen.
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