Kölner Haus- und Grundbesitzerverein: Kölner Wohnungsbau im Stillstand

Kölner Haus- und Grundbesitzerverein: Kölner Wohnungsbau im Stillstand

Report-K

Köln | Dass Wohnraum in Köln fehlt, ist bereits bekannt. Entscheidungen des Kölner Rats, wie etwa „Masterplan Stadtgrün“ oder der „Regionalplan“, bringen das Bauen von Wohnungen durch fehlende Bauflächen zum Stehen, heißt es heute vom Kölner Haus- und Grundbesitzerverein. So müsse sich der Kölner Rat und die Verwaltung über die Auswirkungen ihrer Pläne bewusst sein, sagte heute Konrad Adenauer, Vorsitzender des Kölner Haus- und Grundbesitzerverein von 1888.

Kölner Wohnungsbau im Winterschlaf?

Köln sei in diversen Städte-Rankings zurückgefallen und habe seinen Glanz verloren, erklärte Adenauer weiter. Die fehlenden Wohnräume würden in Zukunft die Stadt Köln noch vor Probleme stellen: „Nur mit mehr Angebot sorgt man dafür, dass die Mieten sinken“, sagte er. Aktuell fehle in Köln Wohnfläche. Neben etwa den aktuellen Energiepreisen stellen politische Entscheidungen der Stadt Köln den potenziellen Wohnraum vor weitere Probleme, heißt es heute von Seiten des Vereins. Der Engpass ist hausgemacht, so Thomas Tewes, Hauptgeschäftsführer des Kölner Haus- und Grundbesitzerverein von 1888. So werde die Kölner Klimapolitik allem übergeordnet und verhindere so den Wohnungsbau, so Tewes weiter. Für die Auswirkungen müsse der Rat sich verantwortlich machen, sagte Adenauer.

Masterplan Stadtgrün

Am 9. Februar entscheidet der Kölner Rat über den „Masterplan Stadtgrün“. Dieser soll die grüne Infrastruktur der Stadt sichern. Mit der Entscheidung kann keine Flächeninanspruchnahme in Köln ohne Berücksichtigung des Plans durchgeführt werden. Somit reduziert die Stadt weitere notwendige Wohnungsbauflächen. Auch in bereits existierende Flächennutzungspläne soll der Masterplan eingreifen.

Dem Kölner Haus- und Grundbesitzerverein selbst liege der Klimaschutz an Herzen, sagte Tewes. Doch beraube der Masterplan der Stadt jegliche potenzielle Entwicklung. So wird das Baugebiet „Zündorf-Süd“ mit über 2.250 Wohnungen durch diesen überplant. Es könne nicht sein, dass der Masterplan Stadtgrün Pläne des Regionalplans überplane, so Tewes weiter.

Köln muss den Regionalplan zwingend überdenken

Der Regionalplan plant Flächen der Stadt im Vorfeld für aktuelle und zukünftige Siedlungs-, Infrastruktur- und Freiraumentwicklung. Nachdem massive Einwände über den vorgelegten Entwurf der Bezirksregierung Köln laut wurden, entschieden sie sich eine zweite Offenlegung durchzuführen. Das ermöglicht den Kommunen ihre Stellungsnahmen nochmals zu überdenken und diese gegebenenfalls zu überarbeiten.

Dies solle die Stadt Köln für sich nutzen, sagte Tewes. Sonst würde Köln zu einer Ritterfestung: Ganz im Sinne „Zugbrücke hoch: es kommt keiner mehr rein“. Sonst solle sich die Stadt Köln nicht wundern, wenn ihnen zukünftig die Stadt um die Ohren fliegt. Der Regionalplan bestimmt die Nutzung von Flächen in den in den nächsten 25 Jahren. Für die Stadt Köln ist, laut dem Verein, eine Überarbeitung des Regionalplans zwingend erforderlich. Aktuell sind es vor allem junge Menschen, zwischen 18 und 30 Jahren, die nach Köln ziehen. Ansonsten findet derzeit eine Abwanderung ins Umland statt. So biete das Umland den Menschen eine Ersatzfläche, so Tewes, denn es sei oftmals nicht das Grüne, was die Leute ins Umland treibe.

Klimaschutz endet nicht an der Stadtgrenze

Der Kölner Haus- und Grundbesitzerverein bekennt sich jedoch klar zum Kilmaschutz. Doch sehen sie die Klimapolitik der Stadt Köln als kontraproduktiv an. Denn mit der Abwanderung der Menschen ins Umland erhöht sich auch die Anzahl der Pendler. Aktuell habe die Stadt Köln 412.000 Pendler:innen. Aufgrund von schlechten Bahnverbindungen würden sich vermehrt Menschen gezwungen sehen doch aufs Auto umzusteigen. So müsse die Stadt das Thema Klima in einem regionalen Zusammenhang denken. Der Klimaschutz höre nicht an den Stadtgrenzen auf, sagte Tewes.

Wirtschaft und Klima zusammen denken

Ein weiterer Punkt, den die Kölner Haus- und Grundbesitzerverein beobachtete, sind die Diskussionen um die Einkaufsstraßen der Stadt Köln. Seit geraumer Zeit treibt die Stadt die Umwandlung dieser zu verkehrsberuhigten oder autofreien Zonen voran. Neben dem Klimaschutz und dem politischen Auftrag zur Verkehrswende führt man Gründe zur Aufenthaltsverbesserung an. Dies wurde aber nicht oder nur teil mit den Anwohnern und den betroffenen Gewerbetreibenden kommuniziert. Dies führte, so Tewes, in vielen Gebieten von massivem Einnahmeverlusten, die zur Geschäftsaufgabe führen können. Daher die Forderung: „Klima vs. Wirtschaft“ solle nicht weiter gegeneinander ausgespielt werden. Es wäre umso sinnvoller beides in Einklang zu sehen: Lebendige Geschäftsstraßen tragen zu einem sozialen Erfolg eines Veedels bei.

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