Kölner Friedensdemo – Liveblog: Zehntausende Teilnehmer*innen

Kölner Friedensdemo – Liveblog: Zehntausende Teilnehmer*innen

Report-K

Köln | Heute wird es auf einem Großteil des Weges des Rosenmontagszuges eine vom Festkomitee Kölner Karneval veranstaltete Friedensdemonstration geben. report-K begleitet diese im Liveblog. Vor Ort begleiten Stephan Eppinger und Eduard Bopp (Foto) die Kölner Friedensdemo.


Ein starkes Signal: Eine russische Fahne erdolcht die Friedenstaube | Foto: Bopp
Diesen Plan veröffentlichte das Festkomitee Kölner Karneval zur Route der Friedensdemonstration durch Köln am 28. Februar 2022.

Der Weg der Kölner Friedensdemonstration am 28. Februar

Dies ist die offizielle Route der Rosenmontags-Demonstration in Köln: Chlodwigplatz – Severinstraße – Löwengasse – Weberstraße – Follerstraße – Mathiasstraße – Mühlenbach – Hohe Pforte – Hohe Straße – Cäcilienstraße – Umfahrung Neumarkt – Hahnenstraße – Rudolfplatz – Hohenzollernring – Magnusstraße – Zeughausstraße – Mohrenstraße.

Start: 10 Uhr


Der Liveblog von report-K zum Geschehen in der Ukraine:

11:32 Uhr > Friedensdemo oder Karneval? Beim Kölner Boulevardmedium „Express“ scheint die Redaktion eine Einordnung vorzunehmen, denn sie schreibt über Ihren Liveticker zur Friedensdemo: „Karneval im Liveticker“.

Der Screenshot von 11:30 Uhr zeigt die Einordnung des Boulevard-Mediums „Express“ zur Kölner Friedensdemo.

Der Chlodwigplatz um 10 Uhr. | Foto: Bopp

Demonstrationszug startet später

10:47 Uhr > Anders als geplant verzögert sich der Start der Friedensdemonstration, die eigentlich um 10:15 Uhr loslaufen sollte. Aktuell strömen noch viele Menschen zum Chlodwigplatz und die Straßen sind bereits sehr voll. Ein Polizeihubschrauber kreist über der Demonstration und die Polizei soll versuchen die Menschen so zu leiten, dass der Ablauf nicht gefährdet ist. Auf der Kundgebung auf der Peter Brings sang und die Menschen schunkelten, gab es eine Schweigeminute. Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker machte deutlich, dass Köln für alle offen stehe, die vor Gewalt fliehen. Festkomitee-Präsident Christoph Kuckelkorn machte deutlich, dass es um Frieden und Freiheit sowie Solidarität mit den Menschen in der Ukraine und in Russland, die dort gegen den Krieg demonstrierten gehe. Vor dem Start sollen 30 weiße Friedenstauben ausgesandt werden. Die Menschen bringen selbstgemalte Papptafeln mit zur Demonstration auf denen etwa steht „Mer stonn zo dir Ukraine“ in Anlehnung an den Schwur der Fans des 1. FC Köln zu ihrem Verein.

Die Kölner Friedensdemo wird eine Demo der Bilder

10:05 Uhr > Auf dem Chlodwigplatz beginnt seit fünf Minuten die Kölner Friedensdemo. Sie bewegt sich bis auf wenige Ausnahmen auf dem Weg des klassischen Rosenmontagszuges. Es ist eine Demonstration der starken Bilder. Dem Festkomitee Kölner Karneval ist mit der von der russischen Fahne erdolchten Friedenstaube ein starkes Signal gelungen. Die Menschen kommen, so report-K Reporter Stephan Eppinger vor allem im Kostüm. Auch das sind starke Bilder. Diese gefallen nicht allen Menschen, etwa wenn Blaue Funken in ihren Uniformen, die das Militär persiflieren sollen, auftreten. Eindrücke von Fotograf Eduard Bopp:

Blaue Funken mit Strüßjer und in Uniform mit einem Transparent „Jeck noh Fridde“. | Foto: Bopp

Ein Blauer Funk in Uniform mit Maske und Pappnase in den Farben der Ukraine. | Foto: Bopp

Der Karneval war schon immer gut für Bilder. | Foto: Bopp

Auch handegemalte Peace-Schilder finden sich. | Foto: Bopp

Der Festkomitee-Präsident Kuckelkorn wird auf der Friedensdemo sprechen. | Foto: Bopp

Bömmel Lückerath von den Bläck Fööss mit Festkomitee Präsident Christoph Kuckelkorn. | Foto: Bopp
Das Symbol der Kölner Friedensdemonstration inmitten von Teilnehmer*innen. | Foto: Bopp

Teilnehmerin ist „Jeck för Fridde“. | Foto: Bopp

Teilnehmer*innen der Friedensdemo in Köln. | Foto: Bopp

Der 1. FC Köln rief zur Teilnahme an der Kölner Friedensdemo auf. Vor Ort sind der scheidende FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle in einem FC-Trikot in den Farben der Ukraine und FC-Präsident Dr. Werner Wolf. Sie beteiligen sich an der Friedensdemo.

Die Demonstranten sammeln sich vorwiegend in Kostüm

9:38 Uhr > Der Chlodwigplatz füllt sich so langsam. Wie beim regulären Zoch sind Die Blauen Funken die ersten Karnevalisten, die sich als größere Gruppe in Uniform eingefunden haben. Bis zu 200 Aktive erwartet Präsident Björn Griesemann heute. Auch Festkomiteepräsident Christoph Kuckelkorn ist vor Ort. Viele Teilnehmer sind in Kostüm unterwegs, oft mit Bezug zum aktuellen Weltgeschehen. Kölsche Fahnen treffen auf Europa- und  Ukraineflaggen. Während der alte Hit der Scorpions „Wind of Change“ erklingt wird viel diskutiert.


Erste kritische und positive Stimmen in den Sozialen Medien

9:17 Uhr > Nicht alle stimmen in den Jubelchor Rosenmontagszug wird zur #Friedensdemo ein. So wird diese Form den Rosenmontag zu begehen als zynisch dargestellt. So schreibt eine Twitter-Userin: „Weil es eine Menge Kritik an den Karneval gibt, werden die Feierlichkeiten als Friedensdemo verkauft, damit keiner der Jecken ein schlechtes Gewissen haben muss und niemand behaupten kann, der Karneval wäre derzeit unpassend.“ Andere finden Friedensdemos im Karnevalskostümen oder gerade der Traditionskorps in Uniform als unpassend. So schreibt ein anderer: „Der Kölner Rosenmontagszug soll jetzt eine Friedensdemo sein, und um den friedenstiftenden Charakter der Veranstaltung zu unterstreichen, wollen die Kölner Karnevalsgesellschaften in Uniform! marschieren. Vielleicht merken sie es ja, die Kölner merken nämlich nix mehr.“ Andere schreiben: „Statt Rosenmontagszug gibt es eine Friedensdemo. Das ist schön. Aber: kommt alle verkleidet? Wtf?“ Eine andere Userin hat einen Vorschlag: „Ich lehne den Rosenmontagszug in der gegenwärtigen Situation ab und ich lehne eine Friedensdemo ab in der die Jecken wie gewohnt mitlaufen. Wenn ein Alkohollverbot gibt und jeder spendet das was er versaufen wollt, ok? Wir können ja mal abwarten wie es läuft.“ Oder ein anderer kommentiert die ersten Fernsehbilder aus dem Morgenmagazin, dass eine Gruppe Blauer Funken zeigt: „Eine „Friedensdemo“ im Karnevalskostüm…! Wie dekadent ist denn das…❗

Aber es gibt auch positive Stimmen. So schreibt eine Userin: „Von einem Rosenmontagszug muss ich üblicherweise „flüchten“, diesen aber finde ich gut“. Ein anderer lobt: „Bravo Köln“. Andere schreiben: „Friedensdemo statt Rosenmontagszug in Köln. Auch wenn die Gardeuniformen eine Militärpersiflage sind, hätte man diese nicht einfach mal weglassen können? Ich find’s halt bisschen komisch. Die Aktion an sich aber gut.“



8:59 Uhr > Die Friedensdemo ist aber nicht die einzige Aktion in Köln. Auch das Rheinenergiestadion, die Heimspielstätte des 1. FC Köln zeigt sich in den Landesfarben der Ukraine:


Einer der ausgestellten Persiflagewagen auf dem Severinskirchplatz in der Kölner Südstadt. Das Motto: „Eine Frage der Zeit“ (Welt/Klimawandel) | Foto: Bopp

Düsseldorferin Neubaur freut sich auf Rosenmontag in Köln

8:43 Uhr > Grüne Spitzenkandidatin zur Landtagswahl kommt zur Friedensdemo nach Köln. Mona Neubaur ist die grüne Spitzenkandidation für die Landtagswahl 2022 in NRW, schreibt auf Twitter: „Eine Düsseldorferin am #Rosenmontag in #Köln? Aus vollem Herzen!!! 💙💛 Ich will heute wieder für den Frieden und gegen den Kreigstreiber Putin auf die Straße gehen. Machen wir den #Rosenmontag zum Tag der #Solidarität mit der #Ukraine! #StandWithUkraine #Friedensdemo“


Die ersten sind da und die Persiflagewagen stehen parat

8:30 Uhr > Noch ist alles ruhig in der Kölner Südstadt und wenig los. Die ersten Fotos von Fotograf Eduard Bopp vermitteln einen ersten Eindruck. Die Demonstration startet um 10 Uhr mit einer Kundgebung auf dem Chlodwigplatz auf der Christoph Kuckelkorn, Präsident Festkomitee Kölner Karneval, Oberbürgermeisterin Henriette Reker, Karnevalsmusiker Peter Brings und Rosenmontagszugleiter Harald Kirsch sprechen sollen. Seine Teilnahme angekündigt hat auch NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst. Der Zug beginnt mit den Blauen Funken.

Kurz nach 8 Uhr auf dem Chlodwigplatz: Die ersten stehen parat für die Friedensdemo an Rosenmontag. | Foto: Bopp

Alle Informationen zur Friedensdemo finden Sie hier bei report-K.de

Reportagen von Stephan Eppinger, und Fotos Eduard Bopp.

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