Keupstraße betroffen: Drei Detonationen in Köln-Mülheim – Wohnhaus möglicherweise unbewohnbar

Rundschau | Keupstraße betroffenDrei Detonationen in Köln-Mülheim – Wohnhaus möglicherweise unbewohnbarVon Christine Meyer30.06.2024, 07:49 UhrLesezeit 2 Minuten Bei drei Detonationen vor Wohnhäusern in Köln-Mülheim am 29. und 30. Juni entstand Sachschaden. Die Polizei ermittelt. (Blaulicht-Symbolbild).Copyright: dpaIn den Nächten zu Samstag und zu Sonntag explodieren an Wohnhäusern im Bezirk Köln-Mülheim Sprengkörper. Die Polizei geht von Pyrotechnik aus.In den Nächten zu Samstag (29. Juni) und zu Sonntag (30. Juni) ereigneten sich insgesamt drei Detonationen vor Häusern im Stadtbezirk Mülheim. Verletzt wurde niemand, allerdings entstanden hohe Sachschäden. Die polizeilichen Ermittlungen laufen „auf Hochtouren“, wie ein Sprecher am Sonntagmorgen sagte. Momentan wird von sehr starker Pyrotechnik als Verursacher ausgegangen.Der erste Sprengsatz wurde am frühen Samstagmorgen gegen 2.30 Uhr auf der Keupstraße in Mülheim gezündet. Die Gäste einer angrenzenden Bar sowie mehrere Anwohner hörten einen lauten Knall und beobachteten, wie kurz darauf Rauch vor dem betroffenen Gebäude mit der Hausnummer 106 aufstieg. Menschen kamen nicht zu Schaden, aber die Scheiben der Eingangstür des Mehrfamilienhauses gingen zu Bruch.„Polenböller“ explodiert auf Keupstraße in Köln-MülheimDie sofort eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen blieben erfolglos. Nach bisherigen Erkenntnissen und einer ersten Auswertung von sichergestelltem Spurenmaterial gehen die Spezialisten von einem pyrotechnischen Gegenstand aus, der Polizeisprecher nannte sogenannte „Polenböller“ als wahrscheinliche Ursache.In der folgenden Nacht zu Sonntag (30. Juni) kam es dann zu zwei weiteren heftigen Detonationen im Bezirk Mülheim unweit des ersten Tatorts. Gegen 3.30 Uhr explodierten in Buchheim vor einem Mehrfamilienhaus in der Wichheimer Straße 19-21 und in der Holweider Straße 53 jeweils ein Sprengsatz.Köln-Buchheim: Wohnhaus nach Detonation möglicherweise unbewohnbarIn der Wichheimer Straße wurde unter anderem ein Fahrzeug beschädigt. Die Detonation in der Holweider Straße war so heftig, dass geprüft wird, ob das Mehrfamilienhaus noch bewohnbar ist. Viele Scheiben wurden zerstört. Auch hier wurde niemand verletzt. Polizei und Feuerwehr waren mit starken Kräften vor Ort. Die Tatortaufnahme wird sich nach Angaben des Polizeisprechers bis in den Mittag ziehen.Derzeit geht die Polizei von einem Zusammenhang zwischen allen drei Detonationen aus. Hinweise auf einen möglichen politischen Hintergrund oder mögliche Bezüge ins Rockermilieu liegen bislang nicht vor. Dennoch wurde der Staatsschutz in die Ermittlungen einbezogen. Zeugen, die Hinweise zum Tatgeschehen oder den möglichen Verursachern geben können, werden gebeten, sich telefonisch unter 0221-229-0 oder per E-Mail an poststelle.koeln@polizei.nrw.de bei den Ermittlern des Kriminalkommissariats 15 zu melden.
Hier weiter lesen…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert