Kein guter Plan: Über die Nennung des Generalmusikdirektors in der Programmvorschau

Kein guter Plan: Über die Nennung des Generalmusikdirektors in der Programmvorschau

Rundschau |

Kein guter PlanÜber die Nennung des Generalmusikdirektors in der Programmvorschau

Ein Kommentar von
Axel Hill

Lesezeit 1 Minute
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Generalmusikdirektor Francois-Xavier Roth.

Copyright: Thomas Banneyer

Es gibt ein großes Kopfschütteln im Hinblick auf das Verhalten des Generalmusikdirektor François-Xavier Roth. Verständlicherweise. Ein Kommentar.

Es fällt schwer, nicht verwundert mit dem Kopf zu schütteln. Da taucht der Generalmusikdirektor der Stadt über Wochen unter – verständlicherweise. Und praktisch aus dem Nichts taucht sein Name wieder auf, vermerkt als Dirigent bei zukünftigen Konzerten in Informationen für die Presse und auf der Homepage des Orchesters. Wie kann man auf eine solche Idee verfallen?

Wäre es nicht geschickter, diplomatischer oder moralisch angebrachter gewesen die Formulierung „n.n.“ zu wählen? „Nomen noninamdum“, zu deutsch „Der Name ist noch zu benennen“. Und wäre dies nicht auch logischer gewesen?

Denn so lange die Untersuchung der externen Kanzlei läuft, setzt Herr Roth aus eigener Entscheidung heraus seine Dirigententätigkeit nicht fort. Und da man nicht weiß, wie lange die Untersuchung dauert, kann man auch noch keinen Namen benennen.

Nun könnte man denken, damit solle eine Unschuldsvermutung aufrechterhalten werden. Allerdings hat Herr Roth den SMS-Verkehr eingeräumt. Und wie immer wieder zu hören ist, sollen sie zu einer großen Verunsicherung, vor allem unter den weiblichen Orchestermitgliedern geführt haben. „Bloß nicht antworten“, habe der Ratschlag von Frau zu Frau geheißen. Und so geht um weit mehr, als nur um das Verschicken von unangemessenen Nachrichten. Sondern um das Ausnutzen einer Machtposition, ob nun bewusst oder nicht.

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