Neues Leben im Garten an der Florenzer Straße: Ein Treffpunkt für alle Generationen

Neues Leben im Garten an der Florenzer Straße: Ein Treffpunkt für alle Generationen

Direkt in der Nähe von Lindweiler entsteht ein Ort, der Menschen zusammenbringt: Der Garten an der Florenzer Straße 32 soll künftig als „Garten der Generationen“ allen Nachbarinnen und Nachbarn offenstehen – von jung bis alt.

Beim ersten Treffen wurde bereits deutlich, welches Potenzial in dem Projekt steckt. Natur- und Umweltpädagogin Nicolin Gabrysch begrüßte die kleine Runde der Hobbygärtner mit einer ungewöhnlichen Frage: „Hat jemand Lust auf einen Tellerkraut-Salat?“ Gemeint war nicht der klassische Krautsalat, sondern das sogenannte Tellerkraut – eine eher unscheinbare Pflanze mit runden Blättern, die sich in den Hochbeeten ausgebreitet hat. „Das wächst hier in großen Mengen und schmeckt ein bisschen wie Feldsalat“, erklärte Gabrysch. Statt es als Unkraut zu entsorgen, wurde es kurzerhand gemeinsam verarbeitet – Essig und Öl brachte Katja Kanzler von der Parea gGmbH aus den Gemeinschaftsräumen mit.

Neben dem gemeinsamen Ernten und Zubereiten stand auch das Gärtnern selbst im Fokus: Blumenkästen wurden neu bepflanzt und der Garten gemeinsam erkundet. Noch war die Gruppe überschaubar und vor allem ältere Menschen nahmen teil. Doch das soll sich in Zukunft ändern.

Hinter dem Projekt stehen die Parea gGmbH sowie das Seniorennetzwerk Chorweiler. Ziel ist es, einen offenen Begegnungsraum zu schaffen, in dem sich Menschen aus der Nachbarschaft austauschen, voneinander lernen und gemeinsam Zeit im Grünen verbringen können.

Künftig findet das intergenerationelle Gartenprojekt regelmäßig statt: Immer dienstags von 15 bis 18 Uhr sind alle Interessierten ab sechs Jahren eingeladen, mitzumachen. Insgesamt sind zunächst 20 Termine geplant. Dabei geht es nicht nur ums Pflanzen und Ernten – auch Themen wie Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein spielen eine Rolle. Gleichzeitig soll der Garten vor allem eines sein: ein Ort der Begegnung.

Dass beim Auftakt vor allem Seniorinnen und Senioren dabei waren, sehen die Organisatorinnen gelassen. „Neue Angebote brauchen Zeit, bis sie sich herumsprechen“, sagt Marie Floride vom Seniorennetzwerk Chorweiler. Um auch jüngere Menschen zu erreichen, wurden bereits Kitas und Grundschulen in der Umgebung angesprochen. Auch bei den Angeboten der Parea gGmbH wird für das Projekt geworben.

Der Garten an der Florenzer Straße hat also das Zeug, zu einem lebendigen Treffpunkt für die Nachbarschaft zu werden – vielleicht auch für viele Menschen aus dem nahegelegenen Lindweiler.