Gastro im Rheinland: Das bietet das Scheld’s em Oellig in Köln-Nippes

Rundschau | SerieGastro im RheinlandDas bietet das Scheld’s em Oellig in Köln-NippesVon Michael Sachse24.06.2024, 11:56 UhrLesezeit 2 Minuten Scheld´s em Oellig Alexander Scheld überzeugt im Kölner Agnesviertel mit einer feinen gutbürgerlichen Küche.Copyright: Michael SachseEine feine gutbürgerliche Küche anzubieten und gleichzeitig die Nachbarschaft mitzunehmen, kann eine Gratwanderung sein. Alexander Scheld allerdings scheint die Herausforderung zu meistern.Vor sechseinhalb Jahren ist der gebürtige Niederkasseler ins Rheinland zurückgekehrt, um seine selbstständige Karriere zu starten. Zuvor hatte er seine Ausbildung zum Koch absolviert und seinen beruflichen Werdegang in der Nähe von Trier vorangetrieben. Dabei hat er auch Erfahrungen mit der Sterneküche sammeln können. Im Kölner Agnesviertel hat er Ende 2017 den passenden Standort für sein erstes eigenes Restaurant gefunden.Das Eckhaus gegenüber der Agneskirche blickt auf eine längere Historie als Gasthaus zurück. Ein gewisser Herr Oellig war einst der erste Gastwirt. Er soll gleichzeitig als Geistlicher auf der anderen Straßenseite tätig gewesen sein. Das Haus trägt seitdem seinen Namen. Der heutige Gastgeber machte daraus das Scheld’s em Oellig.Blick auf die AgneskircheDas Eckhaus an der viel befahrenen Neusserstraße bietet Platz für 60 Gäste. Rund um das Lokal können im Sommer etwa 30 Speisende zum Teil mit Blick auf die Agneskirche verweilen. Gegenüber der Theke hat Scheld einige Hochtische aufgestellt, an denen ebenso gespeist werden kann wie direkt am Tresen. Das lockert die Atmosphäre auf, die sich im hinteren Restaurantbereich mit hellen Holztischen und einer langen mit rotem Leder bezogenen Sitzbank fortsetzt.Das Speiseangebot ist erfreulich übersichtlich. Drei Vorspeisen, vier Hauptgerichte und drei Desserts werden von drei Menüs, eines davon vegetarisch, und einer kleinen Saisonkarte ergänzt. Das schließt Klassiker nicht aus. Dazu zählt neben dem Wiener Schnitzel vom Kalbsrücken (mit Preiselbeeren, Bratkartoffeln und Kartoffel-Radieschen-Salat für 30 Euro) auch Himmel & Äd (25 Euro), das Scheld mit einer Balsamico-Jus und eingelegten Senfkörnern veredelt. Manch ein Gast schwärmt von der Vesperplatte (19 Euro), die unter anderem selbst geräucherte Scheiben vom Freiland-Schwein und sauer marinierten Kalbstafelspitz vereint. Die Küche des 31-Jährigen erlaubt sich darüber hinaus gerne den einen oder anderen Ausflug in fremde Gefilde. Ein Beispiel ist das Txogitxu Rinderfilet aus dem Baskenland (40 Euro), das Scheld mit Kartoffelgratin, Selleriemoussoline, wildem Brokkoli und Kalbsjus kombiniert.Frisch gezapft werden Reissdorf Kölsch und ein wechselndes Bier von der Brauerei Camba aus dem Chiemgau, das den Reiz am Entdecken unter den Biertrinkern wachhält. Das Weinangebot fokussiert sich auf deutsche, französische und österreichische Tropfen.Scheld’s em Oellig, Neusserstraße 87, 50670 Köln, (0221) 13970707, mittwochs bis sonntags ab 17 Uhr.
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