Frauenförderung auf Straßenschildern – Kölner Grüne mit Antrag

Report-K

Köln | Die Wißmannstraße in Köln-Ehrenfeld ist schon lange in der Diskussion oder die Gravenreuth-Straße. Straßennamen verbunden mit dem blutigen kolonialen Erbe Deutschland in Deutsch-Ostafrika. Hier fordern Kölns Grüne eine bessere Möglichkeit diese umzubenennen. Und Kölns Straßennamen sollen weiblicher werden. Beides gute Vorschläge aus der stärksten Fraktion im Kölner Rat, den Grünen.

Viele Männer in Köln vergessen vor lauter FC – da kennen Sie nur die Männermannschaft – dass die Hälfte der Kölner*innen Frauen sind. Und übrigens hat der FC auch eine sehr gute Frauenmannschaft. (Auch eine gute Tischtennisabteilung) Und die meisten Kölner Straßennamen tragen die Namen von Männern, dabei gibt es so viele erfolgreiche und kluge Frauen. Daher haben die Kölner Grünen jetzt einen Antrag gestellt an den Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen, dessen Ausschussvorsitzender der CDU-Fraktionsvorsitzende im Kölner Rat Bernd Petelkau ist. Die CDU gehört dem von den Grünen geführten Ratsbündnis an, wie auch die Fraktion von Volt.

Am 4. April soll der Ausschuss darüber beraten, wie in der Stadt Köln in Zukunft mit Straßennamen umgegangen werden soll. Es soll ein neuer Richtlinienentwurf erarbeitet werden, der eine Förderung von Frauennamen auf Kölner Straßenschildern vorsieht und es ermöglicht koloniale Straßennamen im Rahmen einer Einzelfallbetrachtung umzubenennen.

Manfred Richter, Ordnungspolitischer Sprecher der grünenFraktion im Kölner Rat, in einem schriftlichen Statement: „Straßenschilder in Köln haben in vielen Fällen immer noch einen Bezug zur kolonialen Ausbeutung oder drücken keine Gender-Gerechtigkeit aus. Wir brauchen dringend ein Update für eine zeitgemäße Benennung unserer Straßen und Plätze. Die breiten Debatten rund um ‚Me Too‘ und ‚Black Lives Matter‘ sowie der erfolgreich gestartete städtische Prozess zur Aufarbeitung des kolonialen Erbes in Köln haben für die notwendigen Änderungen sehr viel Dynamik gebracht. Wir wollen die Stärke von Vielfalt zeigen und die heute starke Rolle von Frauen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft vermitteln. Mit neuen Bezeichnungen können wir ausdrücken, wo wir als Stadtgesellschaft stehen und ein nachhaltiges Zeichen setzen für Akzeptanz, Frieden und Gleichheit.“

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