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Flächenfraß in Köln: BUND kritisiert Regionalplan und sieht Stadtklima bedroht

Flächenfraß in Köln: BUND kritisiert Regionalplan und sieht Stadtklima bedroht

Report-K

Köln | Die Kreisgruppe des BUND in Köln macht Druck auf die Stadtratsfraktionen und fordert Korrekturen beim Regionalplan, der die langfristige Entwicklung in der Region bis 2043 festlege. 817 Hektar – rund 1.100 – Fußballfelder plus 394 Hektar Gewerbeflächen könnten nach der aktuellen Planung zusätzlich versiegelt werden. Der BUND spricht von Flächenfraß und einer Gefahr für das Stadtklima in Köln.

Der Regionalplan 2043 sieht vor, dass in Köln 817 Hektar für „Allgemeine Siedlungsbereiche“ (ASB) vorgesehen werden und 394 Hektar für „Gewerbe und Industriebereiche“ (GIB). Der BUND Köln führt dagegen die Forderung des Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) auf der fordert den Flächenverbrauch in Deutschland von derzeit 54 Hektar pro Tag auf netto null zu senken.

Kölner Landschaftsschutzgebiete betroffen

Die Kölner Flächen, die derzeit im Regionalplan ausgewiesen seien, lägen fast alle in Landschaftsschutzgebieten und damit Lebensräumen von gefährdeten Tier- und Pflanzenarten. Dabei sieht der BUND in Köln durch den Flächenfraß eine Verschlimmerung der Folgen durch den Klimawandel. „Der Zielkonflikt zwischen Wachstum der Stadt und Klimaschutz wird einseitig zu
Lasten des Klimaschutzes aufgelöst, indem die Ergebnisse der Umweltprüfung missachtet
werden“, kritisierte BUND-Vorstandsmitglied Helmut Röscheisen.

Bei 19 ASB und 5 GIB Vorhaben habe die Umweltprüfung der Bezirksregierung Köln schutzgutübergreifend erhebliche Umweltauswirkungen ermittelt. „Diese Gebiete müssen im Regionalplan verbindlich für den Schutz der Natur und Landschaft sowie der Landwirtschaft reserviert werden. Eine Bebauung, wie im jetzigen Entwurf vorgesehen, ist strengstens abzulehnen. Welchen Sinn hat eine Umweltprüfung, wenn daraus keine Konsequenzen gezogen werden?“, betonte Sabine Hammer, ebenfalls BUND Vorstandsmitglied.

Sind die Umweltprüfungen lückenhaft?

Der BUND in Köln bewertet die Umweltprüfungen zudem als lückenhaft, weil etwa der Hochwasserschutz nicht ausreichend berücksichtigt werde. Zu den 19 ASB und 5 GIB Gebieten zählen Zündorf, Libur, Langel, Elsdorf, Gremberghoven, Eil, Junkersdorf, Rondorf, Sürth, Immendorf, Meschenich, Lövenich, Pesch, Roggendorf/Thehoven, Esch/Auweiler, Volkhoven/Weiler, Ostheim, Brück, Stammheim, Flittard und Weiden.

Das Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) geht davon aus, dass sich bis 2050 die Temperatur in Köln um 1 Grad Celsius erhöht und die Kölner Bevölkerung einer hohen thermischen Belastung ausgesetzt sein wird. Der BUND verweist in diesem Zusammenhang auf die Wichtigkeit von Kaltluftschneisen in die Stadt und deren Erhaltung. Der BUND Köln stellte in diesem Zusammenhang zur Vermeidung des Flächenfraßes bereits ein Positionspapier vor und forderte eine bessere Ausnutzung bereits versiegelter Flächen. Report-K berichtete.

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