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Eifel-Ausflug: „Hengasch“? – auf den Spuren von „Mord mit Aussicht“

Eifel-Ausflug: „Hengasch“? – auf den Spuren von „Mord mit Aussicht“

Report-K

Köln | Am Dienstagabend dieser Woche war es nach sieben Jahren wieder soweit. In der ARD lief „Mord mit Aussicht“ in der vierten Staffel mit völlig neuem Hauptcast. „Hengasch“ im „Kreis Liebernich“ so viel vorweg ist reine Fiktion. Aber Kallmuth in der Eifel ist real. Suzanne Wood und Andi Goral nehmen sie mit in den Ort in der Eifel, in der die erste Staffel der beliebten „ARD“-Serie „Mord mit Aussicht“ zum ersten Mal gedreht wurde und auf einen Kurztrip auf die Spitze des Pflugberg mit Mordsaussicht.

Das Kirchturmmotiv von „Mord mit Aussicht“ stammt aus Kallmuth

Den Ort „Hengasch“ gibt es nicht, genauso wenig wie den Kreis „Liebernich“. Und die super erfolgreiche Serie „Mord mit Aussicht“ wurde an zig Orten im Rheinland und im Bergischen Land gedreht. Aber in der Eifel entstanden Teile der ersten Staffel mit dem berühmten Kirchturmmotiv der Kirche St. Georg und der Polizeiwache, in der Schauspieler Bjarne Ingmar Mädel als Polizeiwachtmeister Dietmar Schäffer den Tag bei Dienstbeginn und klingelndem Telefon nicht selten mit „Mann, Mann, Mann, hier ist vielleicht wieder was los heute!“ begrüßte. Zu den Running Gags zählte Rentnerin Ziegler mit Gehhilfe, Dietmars Ehefrau Heike, immer bestens informiert oder der pensionierte Revierleiter Zielonka. Nach drei Staffeln einer der erfolgreichsten ARD-Serien war Schluss, denn Mädel stieg aus. Zwar relativierte Mädel später seine Aussage, die ARD sei zu lieblos mit der Serie umgegangen, die die „Süddeutsche Zeitung“ verbreitete, aber auch die Autorin der ersten Staffel Marie Reiners stellte sich hinter die Aussage Mädels via „Facebook“.

Neuer Hauptcast

Seit dieser Woche ermitteln nun Katharina Wackernagel als Kommissarin Marie Gabler, Sebastian Schwarz als Polizeihauptmeister Heino Fuss und Eva Bühnen als Kommissaranwärterin Jennifer Dickel in Hengasch. Es gibt Kritiker*innen die gerade Schauspieler Mädel sehr vermissen. Aber die ersten beiden Folgen lockten schon annähernd 7 Millionen Zuschauer*innen vor den Bildschirm, so die AGF Videoforschung in Zusammenarbeit mit der GfK.

Ein Besuch im Drehort der ersten Staffel

Kallmuth ist für einen Ausflug aus Köln gut zu erreichen und bietet nicht nur Bezüge zu „Mord mit Aussicht“, Mordsaussichten, Wanderungen, sondern auch viele Bezüge zu Köln. Über die A1 via Ausfahrt Nettersheim (Kallmuth ist auch über die Ausfahrt Mechernich zu erreichen) geht es über Weyer und Eiserfey in Richtung Vollem.

Wasser aus der Eifel für Köln

Hier gibt es den ersten Berührungspunkt mit Köln:  die Aquäduktbrücke Vollem. Auf der kleinen Brücke überquerte der Römerkanal, durch den täglich 20 Millionen Wasser nach Köln geleitet wurden, den Kallmuther Bach. Die Breite der Rinne beträgt 42 Zentimeter. Um die Brücke vor den Kräften des Bachwassers zu schützen, stellten die Römer zwei zusätzliche Quadersteine auf. Die Brücke wurde 1981 bei Sondierungen für den „Atlas der römischen Wasserleitungen nach Köln“ entdeckt und zunächst wieder zugeschüttet. 2007 entstand ein Schutzbau und heute kann die Aquäduktbrücke Vollem jederzeit kostenfrei besichtigt werden.

Die römische Brunnenstube

Rund 1,9 Kilometer weiter in Richtung Kallmuth liegt die römische Brunnenstube. Gut an einer neuzeitlich stilisierten Römerfigur zu erkennen. Diese Relikte aus der Römerzeit sind übrigens Teil des Römerkanal-Wanderweges. Die Brunnenstube Klausbrunnen bei Mechernich-Kallmuth ist ein rekonstruiertes Beispiel einer römischen Quellfassung und heute mit einer Schutzhütte geschützt.

Im Kallmuther Klausbrunnen befinden wir uns am Kopfende eines der drei Wasserleitungen, die in der ersten Bauphase der Eifelwasserleitung (80/90 n. Chr.) erbaut wurden. Die Brunnenstube ist rund 3,5 mal 5,8 Meter groß. Ihr Fundament reichte bis in die wasserführende Schicht. Das Quellwasser trat durch die torartigen Öffnungen und die mörtellos gesetzten Steinlagen in das Becken ein. Bevor das Wasser in den Kanal floss, musste es durch ein kleines Tosbecken, um hier beruhigt zu werden, damit es den Kanal nicht zerstörte. Rund 1 Kilometer von der Brunnenstube Klausbrunnen entfernt liegt Kallmuth.

Es ist zwar Kallmuth aber irgendwie auch „Hengasch“

Schon der erste Blick auf Kallmuth dürfte das Herz von „Mord mit Aussicht“-Fans höherschlagen lassen. Denn der Kirchturm lässt keinen Zweifel: Es ist „Hengasch“ – auch wenn es das gar nicht gibt. Es ist Kallmuth alias „Hengasch“ in „Mord mit Aussicht“. Wer am Ortseingang rechts in die erste Straße abbiegt, wird ein Déjà-vu haben. Nein, es passiert nicht, dass Rentnerin Ziegler mit ihrer Gehhilfe über die Straße zockelt, aber ein Schild mit der Aufschrift „Slow Elderly People“ lässt einen sofort an diese Schlüsselszene des Intros von „Mord mit Aussicht“ erinnern. Einmal links um die Kurve liegt rechts die Kirche St. Georg und links das Bürgerhaus.

Das Bürgerhaus diente in der 1. Staffel als Kulisse des Polizeireviers. Ein gelbes Poster an der Hausfassade erinnert an die erste Staffel von „Mord mit Aussicht“ und zeigt die damaligen Schauspieler: Caroline Peters als Kommissarin Sophie Haas, Bjarne Mädel als Polizeiobermeister Dietmar Schäffer mit Spitznamen „Bär“ und Meike Droste als Polizeikommissarin Bärbel Schmied. Echte Fans erinnern sich sicherlich an das geparkte Opel-Dienstfahrzeug vor dem Bürgerhaus. Die Kulisse für die Innenaufnahmen lag im Saal des Bürgerhauses. Auf dem Plakat befinden sich zudem Set-Aufnahmen und ein Text zur Handlung. Das heutige Bürgerhaus war einst die Alte Schule Kallmuth. Neben der Kirche findet sich die Burg Kallmuth, die auch in einigen Folgen vor allem bei Nachtaufnahmen zu sehen ist.

Für einen Blick über das Dorf empfiehlt es sich am Friedhof links auf die Lorbacher Straße zu wechseln oder die St. Georg Straße nach oben zu wandern. Von dort weitet sich mit jedem Höhenmeter der Blick über Dorf, Kirchturm St. Georg, Tal und die umgebende Mittelgebirgslandschaft inklusive Windkraft.

Das Kreuz auf der höchsten Stelle des Pflugberg

Spaziergang zum Pflugberg

Wer der Straße nach Lorbach folgt kann hier einen besonders schönen Teil der Eifelspur „Am Kallmuther Berg“ soweit das Auge reicht erwandern. Der Gesamtweg, der eigentlich in Mechernich beginnt, ist rund 16 Kilometer lang und geübte Wander*innen dürften etwa mehr als 4 Stunden benötigen. Der Wegzustand ist gut, allerdings auch teilweise geteert und an manchen Stellen mit Schotter befestigt.

Die Gesamtschleife und vor allem der Weg zur Bleiberg-Schleife, die Teil dieser Empfehlung sein sollte, kann derzeit nicht empfohlen werden, weil die Stadt Mechernich den Weg wegen Unwetterschäden sperrte. Allerdings soll dieser in diesem Frühjahr wiedereröffnet werden. Report-K wird Sie gesondert informieren.

Aber um den tollen Ausblick zu erleben, ist ein Spaziergang zum Pflugberg empfohlen. Von Kallmuth geht es mit dem Auto, dem Bus oder zu Fuß nach Lorbach. Gleich in der ersten Straße „Unter den Eichen“ geht es nach links. Hier ist der Wanderweg „Eifelspur“ ausgezeichnet. Diesem folgt der Spaziergang auf einer geteerten Straße. Rechter Hand liegt ein großer Landwirtschaftsbetrieb und schon nach wenigen Metern wird deutlich, welche Fernsicht hier zu genießen ist. Oben auf der Kuppe des Pflugbergs bei dem kleinen Kreuz und Steinmännchen bietet sich ein grandioser Ausblick und zwei moderne chillige Sitzgelegenheiten laden zum Verweilen ein. Möglich ist auch der Spaziergang auf den Pflugberg auf den landwirtschaftlichen Wegen, die aber, da sie nicht Teil der Eifelspur-Wanderung sind, teilweise nicht ausgeschildert sind.

Wer noch einige Meter weiter der Wanderung folgt, der kann auf das ehemalige Bergbaugebiet des Bleiberges und den Kiefernwald blicken. Auch in diese Richtung eröffnet sich ein famoser Weit- und  Rundumblick genießen.


Hinweis: Nach Angaben der Stadt Mechernich ist der Wanderweg und vor allem die Schleife auf den Bleiberg, der über den Pflugberg erreichbar ist, aktuell wegen Unwetterschäden gesperrt, auch wenn sich keine Sperrtafeln oder Hinweise dort befinden.  Sobald der Wanderweg wieder freigegeben ist, wird report-K informieren.


„Mord mit Aussicht“ – die neuen Folgen

Staffel 4
Beginn 8. März 2022
Die ARD-Sendetermine:

  • Folge 1 „Hengasch, Liebernich“: 08.03.2022 um 20:15 Uhr
  • Folge 2 „Kartoffelking“: 08.03.2022 um 21:00 Uhr
  • Folge 3 „Brenne Hengasch!“: 15.03.2022 um 20:15 Uhr
  • Folge 4 „Hackestüpp“: 22.03.2022 um 20:15 Uhr
  • Folge 5 „Die Letzten ihrer Art“: 05.04.2022 um 20:15 Uhr
  • Folge 6 „Sauberer Abgang“: 12.04.2022 um 20:15 Uhr

„Mord mit Aussicht“: Staffel 4 in der ARD-Mediathek:

  • Folge 1 „Hengasch, Liebernich“: 08.03.2022
  • Folge 2 „Kartoffelking“: 08.03.2022
  • Folge 3 „Brenne Hengasch!“: 08.03.2022
  • Folge 4 „Hackestüpp“: 15.03.2022
  • Folge 5 „Die Letzten ihrer Art“: 29.03.2022
  • Folge 6 „Sauberer Abgang“: 05.04.2022

Die Folgen stehen dann jeweils sechs Monate lang online zur Verfügung.


Anreise ab Köln nach Kallmuth
per Auto
ab Köln A1 bis Nettersheim weiter auf B477 und K32 über Vollem nach Kallmuth
Fahrzeit ca. 1 Stunde

per ÖPNV ab Köln Hbf mit RB24, RE22 oder S19 bis Euskirchen weiter mit SEV (Schienenersatzverkehr) bis Mechernich, dann mit Bus 827 bis Kallmuth oder Lorbach
Fahrzeit ca. 2 Stunden

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