Corona: Rekord-Neuinfektionen in Deutschland – Kölner Inzidenz nicht einzuschätzen

Corona: Rekord-Neuinfektionen in Deutschland – Kölner Inzidenz nicht einzuschätzen

Köln | Für Deutschland meldet das Robert Koch-Institut Rekordzahlen an Neuinfektionen. In Köln bestimmen Nachmeldungen das Bild und eine tagesaktuelle Einschätzung der wirklichen Infektionslage in Köln scheint immer weniger möglich. Die Daten für den gestrigen 13. Januar.

Die Corona-Meldelage Köln für den 13. Januar

Die tagesaktuellen Corona-Zahlen der Behörden sind nicht realistisch, sondern müssen immer wieder zum Teil drastisch nachkorrigiert werden. Ein Beispiel: Am 11. Januar meldete das Landeszentrum Gesundheit NRW (LZG NRW) für den 10. Januar eine 7-Tage-Inzidenz für Köln von 421,9. Heute gibt die Behörde diesen Inzidenzwert mit 611,0 an. Das ist eine Differenz von 189,1 Punkten.

Für den gestrigen 13. Januar melden das Robert Koch-Institut (RKI) und das LZG NRW für Köln 549 Neuinfektionen mit Covid-19. Daraus errechnen die Behörden für den Zeitraum 7. bis 13. Januar eine 7-Tage-Inzidenz von 375,4. Vor allem die Angaben des RKI in seinem Dashboard weisen nicht darauf hin, dass diese Zahlen derzeit drastisch korrigiert werden. Zudem starb gestern ein Mensch an oder mit einer Covid-19-Erkrankung. 899 Menschen starben in Köln im Zusammenhang mit dem Coronavirus seit Ausbruch der Pandemie.

Aktuell sind laut DIVI-Intensivregister in Köln 14 Intensivbetten frei. In den Kölner Kliniken werden aktuell 26 Patient*innen mit einer Covid-19-Erkrankung behandelt. 18 von ihnen werden invasiv beatmet.

RKI meldet 92.223 Corona-Neuinfektionen deutschlandweit – Wieder Höchstwert

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Freitagmorgen vorläufig 92.223 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 64 Prozent oder 35.888 Fälle mehr als am Freitagmorgen vor einer Woche und mehr als jemals zuvor seit Beginn der Pandemie. Der bisherige Höchstwert lag bei 81.417 neuen Fällen binnen eines Tages.

Die Inzidenz stieg laut RKI-Angaben von gestern 427,7 auf heute 470,6 neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage. Das ist wie schon in den letzten Tagen wieder ein Allzeithoch. Insgesamt geht das Institut laut der vorläufigen Zahlen derzeit von rund 805.400 aktiven Corona-Fällen mit Nachweis aus, das sind etwa 165.900 mehr als vor einer Woche.

Außerdem meldete das RKI nun 286 Tote binnen 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Virus. Innerhalb der letzten sieben Tage waren es 1.705 Todesfälle, entsprechend durchschnittlich 244 Todesfällen pro Tag (Vortag: 240). Damit erhöhte sich die Zahl der Todesfälle binnen 24 Stunden auf 115.337. Insgesamt wurden bislang 7,84 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet.

Hospitalisierungs-Inzidenz steigt bundesweit auf 3,23

Die bundesweite Hospitalisierungsrate für Corona-Infizierte ist gestiegen. Das RKI meldete am Freitagmorgen zunächst 3,23 Einweisungen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden 7 Tagen (Donnerstag ursprünglich: 3,09, Freitag letzter Woche ursprünglich 3,15). Es handelt sich um die jeweils vorläufigen Zahlen, die stets nachträglich noch nach oben korrigiert werden, da manche Einweisungen erst später gemeldet werden.

Am höchsten ist die Hospitalisierungsinzidenz laut der vorläufigen Daten in Bremen (13,23). Dahinter folgen Hamburg (6,05), Mecklenburg-Vorpommern (5,53), Thüringen (5,38), Sachsen-Anhalt (4,68), Schleswig-Holstein (4,26), Berlin (4,18), Baden-Württemberg (3,06), Saarland (3,05), Nordrhein-Westfalen (2,95), Brandenburg (2,92), Rheinland-Pfalz (2,88), Sachsen (2,81), Bayern (2,66), Hessen (2,62), Niedersachsen (2,30). In der Altersgruppe 0-4 Jahre liegt die Hospitalisierungsinzidenz bundesweit vorläufig bei 3,00, in der Altersgruppe 5-14 Jahre bei 1,40, in der Altersgruppe 15-34 Jahre bei 2,88, in der Altersgruppe 35-59 Jahre bei 2,28, in der Altersgruppe 60-79 Jahre bei 3,77 und bei den Über-80-Jährigen bei 9,77 Krankenhauseinweisungen mit Covid-19 je Woche und 100.000 Einwohner.

Da es sich für den heutigen Tag um vorläufige Zahlen handelt, könnten diese später noch vom RKI korrigiert werden.

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