Corona-Infektionszahlen sinken – 1 Corona-Todesfall in Köln

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Köln | red, dts | Die Corona-Infektionszahlen sinken in Köln. Die Corona-Lage am 4. April in Köln und Deutschland. Epidemiologe warnt vor Ende der Isolationspflicht von Infizierten.

Die Corona-Lage am 4. April in Köln

Die Corona-Fallzahlen sinken seit zwei Tagen in Köln deutlich und damit auch die Zahl aktuell infizierter Personen in Köln auf 23.200 in der Schätzung des Landeszentrum Gesundheit NRW (LZG NRW). Eine mögliche Erklärung wäre, dass nach dem Fall aller Corona-Maßnahmen mit dem 3. April einfach wieder weniger getestet wird. Dies deckt sich mit den Beobachtungen rund um die Corona-Testzentren an denen am vergangenen Wochenende noch reger Betrieb und lange Schlangen herrschten und jetzt Ruhe einkehrt. Allerdings ist dies nicht durch Zahlen derzeit belegbar, sondern nur eine Beobachtung. Den zweiten Tag meldet das LZG NRW Neuinfektionszahlen unter 500, für den gestrigen Montag konkret 409. Das Robert Koch-Institut (RKI) zählt diese mit den Nachmeldungen zusammen und kommt auf 635 neue Covid-19-Fälle, die durch Labore bestätigt wurden. Daraus ergibt sich nach Rechnung der Behörden für den Zeitraum 29. März bis 4. April eine 7-Tage-Inzidenz von 880,9 für Köln. Eine Person verstarb am gestrigen 4. April an oder mit einer Covid-19-Erkrankung. Damit erhöht sich die Gesamtzahl der Todesopfer in Köln seit Ausbruch der Pandemie auf 1.019.

Die Zahl der Patientinnen die auf Kölner Intensivstationen derzeit mit einer Covid-19-Erkrankung behandelt werden ist noch nicht so signifikant gesunken, wie etwa die Infektionszahlen. 34 Covid-19-Patientinnen werden dort derzeit behandelt, 10 von ihnen invasiv beatmet, so das DIVI-Intensivregister. 7,83 Pozent der Kölner Intensivbetten sind derzeit frei.

RKI meldet 180.397 Corona-Neuinfektionen deutschlandweit – Inzidenz sinkt auf 1.394

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Dienstagmorgen vorläufig 180.397 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 24 Prozent oder 56.955 Fälle weniger als am Dienstagmorgen vor einer Woche. Die Inzidenz sank laut RKI-Angaben von gestern 1424,6 auf heute 1394 neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage.

Insgesamt geht das Institut laut der vorläufigen Zahlen derzeit von rund 4.311.000 aktiven Corona-Fällen mit Nachweis aus, das sind etwa 28.500 weniger als vor einer Woche. Außerdem meldete das RKI nun 316 Tote binnen 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Virus. Innerhalb der letzten sieben Tage waren es 1.604 Todesfälle, entsprechend durchschnittlich 229 Todesfällen pro Tag (Vortag: 228).

Damit liegt die Zahl der Todesfälle nun bei 130.368. Insgesamt wurden bislang 21,85 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet. Da es sich für den heutigen Tag um vorläufige Zahlen handelt, könnten diese später noch vom RKI korrigiert werden.

Hospitalisierungsinzidenz sinkt bundesweit auf 6,52

Die bundesweite Hospitalisierungsrate für Corona-Infizierte ist weiter gesunken. Das RKI meldete am Dienstagmorgen zunächst 6,52 Einweisungen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen (Montag ursprünglich: 6,61, Dienstag letzter Woche ursprünglich 7,07). Am höchsten ist die Hospitalisierungsinzidenz laut der vorläufigen Daten, die stets nachträglich noch nach oben korrigiert werden, weiter in Thüringen (16,37).

Dahinter folgen Mecklenburg-Vorpommern (12,11), Rheinland-Pfalz (7,49), Saarland (7,32), Sachsen-Anhalt (7,06), Baden-Württemberg (6,81), Bayern (6,80), Nordrhein-Westfalen (6,65), Sachsen (6,43), Brandenburg (5,89), Hessen (5,75), Schleswig-Holstein (5,67), Niedersachsen (5,02), Bremen (3,38), Hamburg (2,92) und Berlin (2,32). In der Altersgruppe 0-4 Jahre liegt die Hospitalisierungsinzidenz bundesweit vorläufig bei 5,59, in der Altersgruppe 5-14 Jahre bei 1,88, in der Altersgruppe 15-34 Jahre bei 3,03, in der Altersgruppe 35-59 Jahre bei 3,25, in der Altersgruppe 60-79 Jahre bei 9,09 und bei den Über-80-Jährigen bei 31,90 Krankenhauseinweisungen mit Covid-19 je Woche und 100.000 Einwohner.

Epidemiologe Zeeb warnt vor Ende der Isolationspflicht ab Mai   

Der Epidemiologe Hajo Zeeb vom Leibnitz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie hat den Wegfall der Isolationspflicht ab dem 1. Mai scharf kritisiert. „Wenn eine Person Symptome aufweist, dann sollte sie zuhause die Corona-Infektion aussitzen, anstatt noch mehr Menschen anzustecken“, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. „Gerade bei der Omikron-Variante besteht die Gefahr, dass Infizierte das Virus sehr schnell weitergeben.“

Daher sprach sich der Experte für die Fortsetzung der Fünf-Tage-Regelung aus. „Die Isolationspflicht von fünf Tagen sollten wir unbedingt beibehalten.“ Dagegen halte er eine Quarantäne für Kontaktpersonen nicht mehr für notwendig.

„Mit dem Wegfall der Isolations- und Quarantänepflicht wird das Coronavirus jetzt wie eine Erkältungskrankheit behandelt“, ordnete Zeeb die Lockerung Lauterbachs ein und kritisierte: „Wir haben bei Corona aber eine besondere Situation mit schweren Verläufen und hohen Todesfallzahlen.“ Er warnte daher vor dieser weitreichenden Lockerung: „Wir müssen davon ausgehen, dass sich das zirkulierende Virus durch den Wegfall der Isolationspflicht weiter ausbreiten wird. Im Herbst und im Winter erhöht sich jetzt die Gefahr, dass das Coronavirus mutiert.“

Covid-19 bleibe eine Erkrankung, die man nicht unterschätzen dürfe. Dass die Politik nun bei der Pandemiebekämpfung auf Freiwilligkeit setze, hält Zeeb nicht für erfolgversprechend. „Ich rechne nicht damit, dass sich viele Menschen in Isolation und Quarantäne begeben. Freiwilligkeit funktioniert bei den Corona-Maßnahmen nur eingeschränkt, das haben wir in der Pandemie schon häufig feststellen müssen.“ Hinzukomme laut dem Epidemiologen: „Viele rechtliche Frage sind offen, zum Beispiel ob infizierte Arbeitnehmer zur Arbeit erscheinen müssen oder nicht.“

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