CDU im Clinch mit dem „WDR“: Hat ein Satiriker gegen die Partei gehetzt?

CDU im Clinch mit dem „WDR“: Hat ein Satiriker gegen die Partei gehetzt?

Report-K

Köln | Hat der „WDR“-Moderator und Satiriker Jean-Philippe Kindler gegen die CDU auf seinem privaten Instagram-Account gehetzt? Diese Frage erregt nach mehreren Medienberichten nicht nur CDU-Generalsekretär Mario Czaja, sondern etwa auch den Kölner NRW-Landtagsabgeordneten Florian Braun. Jetzt fordern die CDU-Rundfunkräte eine Stellungnahme der „WDR“-Spitze bei der Sitzung des Rundfunkrates am 31. Januar.

Kindler publizierte einen Instagram-Clip am 7. Januar mit der Aussage „Die CDU ist unser Feind“. Sarkastisch merkte der Satiriker an: „Ich höre die liberalismusgeschändeten Synapsen schon wieder sprechen: ‚das kann man ja so auch nicht sagen, damit verlässt man den Boden des demokratischen Austausches‘“. Es folgte ein Satz, der die Gemüter besonders erhitzt: „Ich will Radikalisierung gegen diese Scheiß-Partei“. Der Clip dreht sich inhaltlich um die Vorkommnisse in der Silvesternacht und die darauf folgenden Reaktionen in Talkshows und Medien oder der Nachfrage der Berliner CDU nach den Vornamen der Tatverdächtigen. Kindler spricht von „Agitation“ und wirft der CDU „Hetze“ vor. Kindler erklärte in dem Clip „völlig ohne Ironie“: „Wer anzweifelt, dass Menschen gleich und als Gleiche zu behandeln sind, der ist als politischer Feind auf radikalste Weise zu bekämpfen“.

Das Video rief nun Vertreter:innen der CDU im „WDR“-Rundfunkrat auf den Plan. Sie fordern Konsequenzen und kritisieren das Programm inhaltlich. Der Brief habe vier Seiten, wie „Focus Online“ berichtet. Das Medium erklärt, dass es diesen Brief vorliegen habe. Den Brief schrieben NRW-Vizefraktionschef Gregor Golland, der Kölner Landtagsabgeordnete Florian Braun und Jan Heinisch, sowie die ehemaligen Abgeordneten Kirstin Korte und Eva Vogt. Sie werfen dem Sender vor, dass er Hassbotschaften des Satirikers Kindler dulde und ihn als freien Mitarbeiter weiter beschäftige. Sie beziehen sich auf den Auftrag des beitragsfinanzierten öffentlich-rechtlichen Rundfunks und dass „Hetze und der Aufruf zur Radikalisierung gegen eine demokratische Partei nicht dazu gehörten. Sie fordern von der „WDR“-Spitze den Beweis einer klaren demokratischen Haltung und ein entschlossenes Vorgehen gegen derartige Vorkommnisse und Personen.

Laut „Focus Online“ fordern die CDU-Politiker:innen nun eine Stellungnahme von „WDR“-Intendant Buhrow bei der kommenden Sitzung des Rundfunkrates am 31. Januar.

In der Kritik der CDU-Politiker auch der Comedian Moritz Neumeier und dessen Witze über Pädophilie und Sex mit Kleinwüchsigen. Nach einer Übertragung und anschließender Kritik an den Sequenzen ging der Sender hin und schnitt die monierten Passagen aus dem Programm heraus. Sender und Comedian Niemeier räumten Fehler ein. Die CDU-Rundfunkräte kritisieren zudem die Berichterstattung des Senders zu den Hochwassern im Juli 2021. Sie werfen dem Sender vor über das Starkregen-Wetterereignis nur den Demonstrant:innen in Lützerath das Tragen von Gummistiefeln empfohlen zu haben, aber nicht das dringende Informationsbedürfnis der Bevölkerung befriedigt zu haben.

ag

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