BUND kritisiert Entenjagd in Köln-Sürth

BUND kritisiert Entenjagd in Köln-Sürth

Köln | Jäger schießen auf Enten in Köln-Sürth. Das missfällt dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland
Landesverband Nordrhein-Westfalen in Köln, der gleichzeitig begrüßt, dass die Entenjagd so größere Öffentlichkeit bekommt.

Der BUND filettiert den Begriff „Überpopulation“ und spricht davon, dass dieser dem „Jägerlatein“ entliehen sei. Laut BUND gebe es in jedem Ökosystem nur so viele Tiere, wie der Lebensraum hergebe, also ernähren könne. Zu viele Tiere werden lediglich vom Menschen so wahrgenommen. Der BUND macht darauf aufmerksam, dass die Stockente (Anas platyrhynchos) auf der Vorwarnliste der Brutvögel für die Großlandschaft der Niederrheinischen Bucht stehe, zu der das Kölner Stadtgebiet zähle.

Damit habe der Bestand so abgenommen, dass die Art drohe auf die Rote Liste zu kommen. Daher gebe es keine Begründung diese Tiere zu töten. Holger Sticht, Vorstandsmitglied der BUND Kreisgruppe Köln: „Die wenigen jagdfreien Gebiete, die es gibt, lassen uns belegen, wie wesentlich ein Jagdverzicht für die biologische Vielfalt ist. Fälle wie dieser in Köln-Sürth sollten uns dazu veranlassen, die Relevanz von Jagd in einer zivilisierten und aufgeklärten Gesellschaft auf naturwissenschaftlicher Grundlage zu überdenken und unser antiquiertes, seit 1934 in Grundzügen unverändertes Jagdrecht grundlegend zu reformieren.“

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