„Bewegung tut meiner Gesundheit gut“: Seniorensport in Zündorf – 90-Jähriger trainiert bei Wind und Wetter draußen

Rundschau | „Bewegung tut meiner Gesundheit gut“Seniorensport in Zündorf – 90-Jähriger trainiert bei Wind und Wetter draußen04.07.2024, 12:22 UhrLesezeit 2 MinutenAn der Groov treibt die Seniorengruppe jeden Freitag Sport.Copyright: LampeDie Bewegungsgruppe des Seniorennetzwerkes Zündorf gratuliert Rudolf Bitter zum Geburtstag – nur bei heftigem Regen fällt das Freilufttraining aus.Immer freitagmorgens schwingt sich Rudolf Bitter auf sein Fahrrad und fährt von Eil aus sechs Kilometer zur Groov, um in einer Gruppe mit gut zwei Dutzend weiteren Freiluft-Sportbegeisterten am Bewegungstraining teilzunehmen. Das Besondere: Bitter ist 90 Jahre alt. Er sagt von sich selbst: „Die Bewegung tut meiner Gesundheit gut, Sport hat mir mein ganzes Leben lang Freude gemacht“.Fester Programmpunkt in der Woche – auch bei SchneeDie Bewegungsgruppe des Seniorennetzwerks Zündorf hat der vitale Senior vor fünf Jahren entdeckt, als er – natürlich vom Fahrrad aus – die allwöchentlichen Treffen am Bewegungsparcours neben dem Festplatz an der Groov beobachtete und sich zum Mitmachen einladen ließ. Seither sind die sportiven Treffen ein fester Programmpunkt in seiner Woche, und zwar bei fast jedem Wetter.„Wir haben hier schon im Schnee gestanden und Gymnastik gemacht“, bestätigt Nina Hieronymus-Habel, die das gesundheitsfördernde Training seit dem altersbedingten Ausscheiden von Gruppengründerin Irmgard Otto leitet.  Von den gut 40 Gruppenangehörigen kämen selbst bei Wind und Kälte fast immer etwa zwei Dutzend. Nur wenn es heftig regnet oder bei Hochwasser fällt das Training aus. „Wir verständigen uns dann per WhatsApp“, sagt Rudolf Bitter.Kaffeetafel zu Ehren des JubilarsZu Ehren seines 90. Geburtstages hat die seit neun Jahren bestehende Gruppe mit Sprecher Klaus Adams eine Kaffeetafel organisiert – natürlich erst nach dem Recken und Beugen und weiteren Übungen mit einem Holzstab. Übungsleiterin Nina, die von Beruf Yogalehrerin und Heilpraktikerin ist, bewundert die heitere Entschlossenheit, mit der die Seniorinnen und Senioren trotz mancher altersbedingten Einschränkungen weiter Sport treiben und damit etwas für die Gesundheitsvorsorge tun.Rudolf Bitter räumt ein: „Natürlich tut hier und da etwas weh, und man kann nicht mehr alles so wie früher. Aber wenn man sich nicht bewegt, wird ja alles nur noch schlimmer“. Mit dem Sportkameraden Georg Batschi, der im August gleichfalls 90 Jahre alt wird, gehört Bitter zu den ältesten aktiven Sportlern in der Gruppe und ist ein Vorbild für viele jüngere.  Sara Wiesemann von der Servicestelle selbstorganisierte Seniorennetzwerke Köln kam zum Gratulieren und freut sich über die erfolgreiche Arbeit des Zündorfer Netzwerkes. Menschen zusammenzuführen und zu gemeinsamen Aktivitäten zu ermuntern, gelinge hier vorbildlich. Weiter Interessierte am Bewegungstraining immer freitags ab 9 Uhr sind willkommen. Eine Altersgrenze nach oben oder nach unten gibt es nicht.
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