Aussage von Sahra Wagenknecht zu Impfungen wird verkürzt wiedergegeben und dadurch verzerrt

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In einem Facebook-Beitrag vom 16. März wird ein angebliches Zitat der Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht geteilt: „Ist es nicht sinnvoller Medikamente für Kranke zu haben, als Gesunde mit Impfungen krank zu machen?“ Der Beitrag wurde bisher mehr als 3.600 Mal geteilt. Wir haben ihn überprüft.

Auf eine Anfrage beim Büro der Politikerin, ob sie diese Aussage so getroffen habe, antwortete uns eine Sprecherin: „Wir können nur vermuten, dass sich der Autor des Satzes auf ein Video von Frau Wagenknecht bezieht, in dem sie sich thematisch mit dem Impfstoff, dessen Kapazitäten und den Pharmakonzernen beschäftigt. Die verbreitete Aussage hat sie selbst so aber nie getroffen.“ 

Über eine Google-Suche, eine Suche im Google-News-Archiv und in der Pressedatenbank Genios lässt sich das angebliche Zitat in diesem Wortlaut nicht finden.

Wagenkecht äußerte sich zu Risiko durch Impfungen, bezeichnet sie aber nicht pauschal als „krankmachend“

Tatsächlich spricht Wagenknecht in dem von ihrer Sprecherin genannten Video vom 28. Januar mit dem Titel „Menschenleben zählen nicht – Der große Profit der Pharmakonzerne“ auf ihrem Youtube-Kanal von Medikamenten gegen das Coronavirus, deren Entwicklung und Einsatz sie noch vor Impfstoffen priorisieren würde. Ab Minute 5:53 wird Wagenknecht konkret: „Dass wir mit den Impfstoffen nicht weiter sind“ liege daran, dass „Profitmotive der Pharmaindustrie“ dominant seien, außerdem habe Bundespolitik und EU „einseitig“ auf Impfstoffe gesetzt statt auf in „ein gutes Medikament“.

Wagenknecht sagt: „Es gäbe ja zwei Wege. Der eine wäre ein wirklich guter Impfstoff, ein sicherer Impfstoff. Der andere Weg wäre ein gutes Medikament. Und das gute Medikament im Schnellverfahren zu entwickeln, hätte zumindest ein Risiko weniger: Das Medikament […] müssen nicht Milliarden Menschen bekommen, das würden nur die bekommen, die tatsächlich an Covid-19 erkrankt sind. Das heißt, das Risiko, wenn es seltene Nebenwirkungen gibt, dass Menschen geschädigt werden, vor allem, dass gesunde Menschen geschädigt werden – das ist bei einem Medikament nicht gegeben, bei einem Impfstoff schon.“  

Tatsächlich stellte die Politikerin demnach den Einsatz von Medikamenten und Impfstoffen gegenüber. Ihre Aussage wird in dem Facebook-Beitrag jedoch verkürzt und verzerrend zusammengefasst: Es liest sich, als habe Wagenknecht Impfungen pauschal als „krankmachend“ bezeichnet. Sie sprach aber von einem generellen Risiko von Nebenwirkungen bei Impfungen, das bei Medikamenten so nicht gegeben sei. 

Wagenknecht äußert sich seit Monaten kritisch darüber, dass die Entwicklung von Corona-Medikamenten nicht öffentlich gefördert würde, so etwa auch am 9. Februar in einem Gastbeitrag für die Frankfurter Rundschau

Redigatur: Sarah Thust, Steffen Kutzner

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Auf eine Anfrage beim Büro der Politikerin, ob sie diese Aussage so getroffen habe, antwortete uns eine Sprecherin: „Wir können nur vermuten, dass sich der Autor des Satzes auf ein Video von Frau Wagenknecht bezieht, in dem sie sich thematisch mit dem Impfstoff, dessen Kapazitäten und den Pharmakonzernen beschäftigt. Die verbreitete Aussage hat sie selbst so aber nie getroffen.“ 

Über eine Google-Suche, eine Suche im Google-News-Archiv und in der Pressedatenbank Genios lässt sich das angebliche Zitat in diesem Wortlaut nicht finden.

Wagenkecht äußerte sich zu Risiko durch Impfungen, bezeichnet sie aber nicht pauschal als „krankmachend“

Tatsächlich spricht Wagenknecht in dem von ihrer Sprecherin genannten Video vom 28. Januar mit dem Titel „Menschenleben zählen nicht – Der große Profit der Pharmakonzerne“ auf ihrem Youtube-Kanal von Medikamenten gegen das Coronavirus, deren Entwicklung und Einsatz sie noch vor Impfstoffen priorisieren würde. Ab Minute 5:53 wird Wagenknecht konkret: „Dass wir mit den Impfstoffen nicht weiter sind“ liege daran, dass „Profitmotive der Pharmaindustrie“ dominant seien, außerdem habe Bundespolitik und EU „einseitig“ auf Impfstoffe gesetzt statt auf in „ein gutes Medikament“.

Wagenknecht sagt: „Es gäbe ja zwei Wege. Der eine wäre ein wirklich guter Impfstoff, ein sicherer Impfstoff. Der andere Weg wäre ein gutes Medikament. Und das gute Medikament im Schnellverfahren zu entwickeln, hätte zumindest ein Risiko weniger: Das Medikament […] müssen nicht Milliarden Menschen bekommen, das würden nur die bekommen, die tatsächlich an Covid-19 erkrankt sind. Das heißt, das Risiko, wenn es seltene Nebenwirkungen gibt, dass Menschen geschädigt werden, vor allem, dass gesunde Menschen geschädigt werden – das ist bei einem Medikament nicht gegeben, bei einem Impfstoff schon.“  

Tatsächlich stellte die Politikerin demnach den Einsatz von Medikamenten und Impfstoffen gegenüber. Ihre Aussage wird in dem Facebook-Beitrag jedoch verkürzt und verzerrend zusammengefasst: Es liest sich, als habe Wagenknecht Impfungen pauschal als „krankmachend“ bezeichnet. Sie sprach aber von einem generellen Risiko von Nebenwirkungen bei Impfungen, das bei Medikamenten so nicht gegeben sei. 

Wagenknecht äußert sich seit Monaten kritisch darüber, dass die Entwicklung von Corona-Medikamenten nicht öffentlich gefördert würde, so etwa auch am 9. Februar in einem Gastbeitrag für die Frankfurter Rundschau

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Wagenkecht äußerte sich zu Risiko durch Impfungen, bezeichnet sie aber nicht pauschal als „krankmachend“

Tatsächlich spricht Wagenknecht in dem von ihrer Sprecherin genannten Video vom 28. Januar mit dem Titel „Menschenleben zählen nicht – Der große Profit der Pharmakonzerne“ auf ihrem Youtube-Kanal von Medikamenten gegen das Coronavirus, deren Entwicklung und Einsatz sie noch vor Impfstoffen priorisieren würde. Ab Minute 5:53 wird Wagenknecht konkret: „Dass wir mit den Impfstoffen nicht weiter sind“ liege daran, dass „Profitmotive der Pharmaindustrie“ dominant seien, außerdem habe Bundespolitik und EU „einseitig“ auf Impfstoffe gesetzt statt auf in „ein gutes Medikament“.

Wagenknecht sagt: „Es gäbe ja zwei Wege. Der eine wäre ein wirklich guter Impfstoff, ein sicherer Impfstoff. Der andere Weg wäre ein gutes Medikament. Und das gute Medikament im Schnellverfahren zu entwickeln, hätte zumindest ein Risiko weniger: Das Medikament […] müssen nicht Milliarden Menschen bekommen, das würden nur die bekommen, die tatsächlich an Covid-19 erkrankt sind. Das heißt, das Risiko, wenn es seltene Nebenwirkungen gibt, dass Menschen geschädigt werden, vor allem, dass gesunde Menschen geschädigt werden – das ist bei einem Medikament nicht gegeben, bei einem Impfstoff schon.“  

Tatsächlich stellte die Politikerin demnach den Einsatz von Medikamenten und Impfstoffen gegenüber. Ihre Aussage wird in dem Facebook-Beitrag jedoch verkürzt und verzerrend zusammengefasst: Es liest sich, als habe Wagenknecht Impfungen pauschal als „krankmachend“ bezeichnet. Sie sprach aber von einem generellen Risiko von Nebenwirkungen bei Impfungen, das bei Medikamenten so nicht gegeben sei. 

Wagenknecht äußert sich seit Monaten kritisch darüber, dass die Entwicklung von Corona-Medikamenten nicht öffentlich gefördert würde, so etwa auch am 9. Februar in einem Gastbeitrag für die Frankfurter Rundschau

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