Anti-AfD-Demo: Tausende versammeln sich vor Kölner Gymnasium

Anti-AfD-Demo: Tausende versammeln sich vor Kölner Gymnasium

Rundschau |

Anti-AfD-DemoTausende versammeln sich vor Kölner Gymnasium

Lesezeit 2 Minuten
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Anti-AfD-Demo.

Copyright: Meike Böschemeyer

500 waren angemeldet – mehrere Tausend Demonstranten versammelten sich, um gegen den Kreisparteitag der AfD zu demonstrieren.

Mit so viel Unterstützung hätten Lilli und Max nicht gerechnet. Die Schülerin und der Schüler hatten mit einer Online-Petition gegen den Kreisparteitag der AfD an ihrer Schule protestiert. Mehr als 12.500 Unterschriften kamen zusammen. Als der Parteitag am Sonntagmorgen startete, machten mehrere Tausend Demonstrierende  vor dem Gymnasium Neue Sandkaul in Köln-Widdersdorf ihrer Entrüstung Luft.

„Unser Ziel war es zwar, den Kreisparteitag zu verhindern – was leider erfolglos war. Doch wenn man sich anschaut, wie viele uns heute und in der Vergangenheit Gehör schenken und geschenkt haben, haben wir die Hoffnung, dass wir zukünftig Parteitage generell an Schulen verhindern können und das Dank eurer Hilfe“, sagten Lilli und Max in ihrer Rede. Sie fragten provokant: „Oder findet demnächst der AfD-Parteitag an der Anne-Frank-Schule in Rondorf statt?“

„Toleranz hat Grenzen“

Mit Blick auf die von Correctiv aufgedeckten Pläne gegenüber Menschen mit internationaler Familiengeschichte hieß es in der Schülerrede: „Noch nie war es so ein Thema wie jetzt, woher meine Freunde und Klassenkamerad:innen kommen. Was mich persönlich sehr traurig macht, denn ich habe es nie für wichtig empfunden, welcher Nation meine Freunde oder deren Familien angehören.“

Die Demonstrierenden unterstützten die Aussage der Jugendlichen mit anhaltendem Applaus. „Uns ist bewusst, dass man in einer Demokratie andere Meinungen tolerieren muss, auch wenn es einem schwerfällt, aber auch diese Toleranz hat eine Grenze, nämlich genau dann, wenn die demokratischen Werte unseres Grundgesetzes infrage gestellt werden. Es fällt uns schwer auszuhalten, dass zu diesem Zeitpunkt dort drüben in unserer Aula möglicherweise diskriminierende Aussagen fallen!“, sagten Lilli und Max.

Wie berichtet, unterstützten mehrere Kölner Bands die Demonstration. Darunter waren Kasalla und Planschemalöör. „Wir können wirklich stolz auf solche jungen Menschen sein“, sagte Mutter Silvia Rick.

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