„Ankerpunkt Porz-Wahn“: Quartierslotsen übergeben Einsamkeits-Projekt an Altenzentrum

Rundschau | „Ankerpunkt Porz-Wahn“Quartierslotsen übergeben Einsamkeits-Projekt an Altenzentrum02.07.2024, 17:17 UhrLesezeit 2 MinutenDer Aktionstag in Wahn informierte über Angebote für Gesunderhaltung und Freizeit.Copyright: LampeZwei Jahre lang haben die Quartierslotsen Thomas Mattes und Torben Willberg in Wahn ein Netz für einsame Senioren geknüpft. Nun übernimmt das Altenzentrum St. Josef.Einsamkeit belastet viele alte Menschen in Wahn. Obwohl es im Ort oder in der Nähe zahlreiche Angebote zu Freizeitgestaltung oder Gesundheitsvorsorge gibt, wissen viele Seniorinnen und Senioren nichts davon, ziehen sich immer weiter aus dem öffentlichen Leben zurück und geraten in Isolation. Mit dem Projekt „Ankerpunkt Porz-Wahn“ der Caritas Köln haben Thomas Mattes und Torben Willberg in den vergangenen zwei Jahren ein Netz geknüpft, das Betroffene auffangen und dessen Akteure ihnen helfen können.Quartierslotsen brachten Ratsuchende und Helfer zusammenAls Quartierslotsen boten sie zwar keine eigenen Gruppen an, brachten aber Ratsuchende und Helfer zusammen. Sie bündelten Informationen zu Angeboten verschiedener Organisationen, luden zu diversen Veranstaltungen mit seniorenspezifischer Thematik und erreichten eine größere Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit für alte Menschen im Stadtteil.Jetzt haben die Quartierslotsen ihr zeitlich begrenztes Projekt ans Caritas-Altenzentrum St. Josef übergeben, von wo aus die erfolgreich begonnene Vermittlungs-Arbeit weitergeführt werden soll. Ratsuchende sind dort willkommen. Anlässlich der Übergabe waren im Altenzentrum Gäste dazu eingeladen, Mitmach-Angebote für Senioren von der Gesundheitsvorsorge bei Hitze bis hin zu Rikschafahrten kennenzulernen.Willberg sieht die mit dem Ankerpunkt-Projekt begonnene Netzwerkarbeit auf einem guten Weg. Von der Einladung zu Freizeitaktivitäten über die Beratung zu Hilfen beim altersgerechten Wohnen, von ambulanten Unterstützungsangeboten bis zur vollstationären Pflege gebe es zahlreiche miteinander in Kontakt stehende Akteure.Stärkerer Blick auf Senioren und ihre besonderen BedürfnisseDie als „Ankerpunkte“ gekennzeichneten Geschäfte in Wahn böten Informationen zu niedrigschwelligen Angeboten, und etliche Geschäftsinhaberinnen und -inhaber hätten im Umgang mit älteren Kunden jetzt stärker ein Auge auf deren besonderen Bedürfnisse.Mehr als 300 Anfragen älterer Menschen haben Willberg und Mattes aufgegriffen und entsprechende Kontakte zu Vereinen oder Institutionen hergestellt. Mit Freude beobachteten sie den Aufbau des Seniorennetzwerkes Wahnheide, dessen Initiativen das Älterwerden erleichtern und Lebensfreude stiften sollen. Im Altenzentrum St. Josef zeigte der gute Besuch beim „Aktionstag älter werden im Veedel“, wie viele Einwohnerinnen und Einwohner inzwischen vom Ankerpunkt- Programm profitieren.Der Versuch, zeitgleich junge Leute zwecks Informationen über Pflegeberufe ins Haus zu laden, war nicht so erfolgreich. Kurz vor den Ferien haben offenkundig wenige Schulen die Kapazitäten zu solchen Besuchen. Laura Goebel vom Caritas -Geschäftsfeld Ausbildung plant, immRahmen der Berufsorientierungswochen an verschiedenen Schulen im Herbst erneut auf Jugendliche zu zu gehen. Denn eines der zunehmenden Probleme für ältere Menschen dürfte der bedenkliche Personalmangel in der Pflege sein.
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