Amtseinführung des Militär-Rabbiners Zsolt Balla

Amtseinführung des Militär-Rabbiners Zsolt Balla

Zur Amtseinführung des Militär-Rabbiners Zsolt Balla am 21.06.21 in Leipzig erklärt die Kölner CDU-Bundestagsabgeordnete und Verteidigungspolitikerin Gisela Manderla MdB:

In meiner tiefen Verbundenheit mit der jüdischen Gemeinde von Köln blicke ich mit großer Freude auf die kommende Amtseinführung des ersten Militärbundesrabbiners.

Dies wird ein guter Tag für die Bundeswehr, denn die Berufung von Herrn Rabbiner Balla ist ein längst überfälliger Meilenstein in ihrem inzwischen über 60jährigen Bestehen.

Der zukünftige Einsatz von Militärrabbinern in der Bundeswehr ist ein deutlicher Ausdruck unserer gesellschaftlichen Fürsorgepflicht und Anerkennung gegenüber unseren Soldatinnen und Soldaten jüdischen Glaubens. Der Gedanke, dass ihnen bei ihrem verantwortungsvollen Dienst von nun an ein vertrauter Seelsorger und Unterstützer zur Seite steht, ist beruhigend und erleichternd. Zudem ist zu hoffen, dass der Einfluss der Militärrabbiner unsere jüdischen Soldatinnen und Soldaten darin bestärkt, sich zu den Wurzeln ihres Glaubens offen zu bekennen und ihn zu leben. Um es klar zu sagen: das Judentum gehört zu Deutschland und zur Deutschen Armee in der Bundesrepublik.

Seelsorge ist und bleibt ein wichtiger Bestandteil der Armee. Gerade im Auslandseinsatz können die Dienste der Militärseelsorger gar nicht hoch genug bewertet werden. Diesem Pfeiler eine weitere Facette hinzufügen zu können, hat damit großen Wert.

Die Etablierung des Militärrabbinats offenbart für alle sichtbar unser klares Bekenntnis zum jüdischen Glauben in der Bundeswehr. Ein Zeichen der gelebten Toleranz, aber auch ein notwendiges Gebot zu einer Zeit, in der die Sorgen unserer jüdischen Mitbürger insgesamt wieder zunehmen. Daher senden wir mit diesem Ereignis auch ein klares Signal an die gesamte jüdische Gemeinschaft in Deutschland: wir halten zu Euch.

Der Beitrag Amtseinführung des Militär-Rabbiners Zsolt Balla erschien zuerst auf Webseite der Bundestagsabgeordneten Gisela Manderla.

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