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Aktuell: „Russenhäuser“ in Sülz und Braunsfeld erneut besetzt – Polizei angekommen

Report-K

Köln | Es ist Samstag, 26. März und die „Russenhäuser“ sind wieder besetzt. Schon vor 14 Tagen besetzten Aktivist*innen eines der „Russenhäuser“ in der Friedrich-Engels-Straße in Köln-Sülz. Heute fand auch eine Besetzung einer Liegenschaft in der Aachener Straße statt. Die „Russenhäuser“ waren auch Thema im Kölner Rat. report-K Fotograf Eddi Bopp ist vor Ort. Report-K berichtet im Liveblog.

„Russenhäuser“ auf den ersten Blick innen in gutem Zustand – so sieht es innen aus

8:54 Uhr > Teppiche liegen aufgerollt und gestapelt in den Häusern, die Flure sind gelb gestrichen. Die Häuser machen auf den ersten Blick einen guten Eindruck. In manchen Räumen finden sich Möbel die mit Plastikfolie eingepackt sind. Auch Bürostühle finden sich darunter, ganz so als würde gerade jemand ein- oder ausziehen. Auch die sanitären Einrichtungen scheinen noch alle vorhanden zu sein.

Die Besetzung am 26. März

8:40 Uhr > Die Besetzung am heutigen 26. März startete um 8:25 Uhr und das Haus an der Friedrich-Engels-Straße ist wieder besetzt. Mittlerweile hat die Gruppe der Aktivist*innen, die darauf besteht, dass ihre Fotos nicht gepixelt werden, das Haus erreicht und blickt von den Balkonen auf das erwachende Sülz. Auch ein Selfie ist bereits erstellt. Die Polizei ist gerade eingetroffen.

Die Besetzung der „Russenhäuser“ am 12. März

Bereits am 12. März besetzten Aktivistinnen das Wohnhaus der „Russenhäuser“. Vor dem besetzten Haus forderten Aktivistinnen „Putins Staatsbesitz zu enteignen“. Auf einem der Transparente stand „Nieder mit den Waffen! Her mit den Schlüsseln“. Der linke Landtagskandidat Kalle Gerigk, der bundesweit als Mietrebell bekannt ist, stellte schon am 12. März gegenüber report-K fest: „Es kann nicht sein und es ist nicht zu akzeptieren, dass ein intaktes Wohnhaus vor dem Hintergrund der Wohnungsnot derer die in Köln leben und den Geflüchteten die jetzt nach Köln kommen, viele Jahre leer steht“. Zudem stellt Gerigk unmissverständlich klar: „Wohnen ist ein Menschenrecht“. Die Polizei räumte die Besetzung nachdem der Besitzer einen Strafantrag gestellt hatte. Im Gebäude trafen die Beamten aber lediglich einen Aktivisten an. Die Kölner Polizei entfernte die Transparente, die aufgehängt worden waren.

Die „Russenhäuser“ von Köln – der Hintergrund

In den 1970er Jahren errichtete die Sowjetunion die Plattenbauten an der Kölner Friedrich-Engels-Straße. Die Russische Föderation übernahm die Gebäude und aus ihnen wurde nach dem Kalten Krieg eine Handelsvertretung der russischen Botschaft. Ein großer Teil der Gebäude wurden als Büros oder Konferenzräume genutzt. Es gibt aber auch 80 Wohnungen. Zwei der drei Häuser stehen seit dem Jahr 2000 leer, ein drittes wurde zur Unterbringung von obdachlosen Menschen bis 2018 genutzt.

Am 27. März 2021 besetzten bereits Aktivisten im Rahmen des bundesweit stattfindenden „Housing Action Day“ ein Gebäude, um auf die grassierende Wohnungsnot aufmerksam zu machen. Damals befand sich das Gebäude noch im Besitz der Russischen Föderation, allerdings gab es schon einmal eine Medienmitteilung, dass die Gebäude angeblich verkauft seien. Damals erklärte Mietrebell und Wohnungsaktivist Kalle Gerigk, der für die Linke für den Landtag NRW kandidiert, dass hier Platz für 50 Familien sei und machte darauf aufmerksam, dass in Deutschland Eigentum auch eine Verpflichtung sei.

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