Interview: „Das Problem ist, dass Antiziganismus als normal betrachtet wird”

Interview: „Das Problem ist, dass Antiziganismus als normal betrachtet wird”

Belltower.News Seit dieser Woche gibt es eine Meldestelle für Antiziganismus. Am 5. Juli hat die Melde- und Informationsstelle Antiziganismus in Berlin ihre Arbeit aufgenommen. Damit wird in Deutschland endlich Antiziganismus gemonitored und Vorfälle werden gezählt und dokumentiert. Ein wichtiger Schritt, denn Umfragen zeigen immer wieder, wie weit Ablehnung gegenüber Sinti und Roma gesellschaftlich verbreitet… Quelle

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Gespräch zu „Clankriminalität”: Mafiöse Organisierte Kriminalität ist ein deutsches Problem

Gespräch zu „Clankriminalität”: Mafiöse Organisierte Kriminalität ist ein deutsches Problem

Belltower.News Am 4. und 5. Mai fand im Nachbarschaftshaus in Berlin-Kreuzberg das „1. Berliner Gespräch zu mafiöser Organisierter Kriminalität“ (mOK) statt. Der neue Begriff soll einen rassismuskritischen Diskurs fördern und Betroffene in den Fokus der Diskussion rücken. Die Veranstaltung mit dem Titel „1. Berliner Gespräch zu mafiöser Organisierter Kriminalität“ (mOK) des Projekts echolot: Zivilgesellschaft… Quelle

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„Armut ist kein Problem der südländischen Jugend“

„Armut ist kein Problem der südländischen Jugend“

Dieser Artikel stammt von CORRECTIV.Faktencheck / Zur Quelle wechseln Tausende junge Menschen strömen jedes Jahr aus Südeuropa nach Deutschland. Sie nennen sich GenerationE und suchen im Norden eine neue Heimat und die Chance auf ein besseres Leben. Doch oft […] The post „Armut ist kein Problem der südländischen Jugend“ appeared first on correctiv.org. Zur Quelle…

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Interner Brief zeigt Machtkampf in der AfD – das Problem Höcke

Interner Brief zeigt Machtkampf in der AfD – das Problem Höcke

Dieser Artikel stammt von CORRECTIV.Faktencheck / Zur Quelle wechseln Die AfD in NRW streitet um den thüringischen AfD-Chef Björn Höcke und die Ausrichtung der Partei in Nordrhein-Westfalen. Der AfD-Vorstand „missbilligt” eine Höcke-Veranstaltung in Bottrop am 2. November. NRW solle kein Flügelland werden, heißt es. CORRECTIV liegen exklusive Unterlagen dazu vor. Zur Quelle wechseln

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„Das Problem ist im Amateurfußball sogar noch größer als bei den Profis“

„Das Problem ist im Amateurfußball sogar noch größer als bei den Profis“

Dieser Artikel stammt von CORRECTIV.Faktencheck / Zur Quelle wechseln Zahlreiche Hobbyfußballer nehmen Schmerzmittel wie Ibuprofen missbräuchlich ein. Das haben die Ergebnisse unserer Umfrage zu Schmerzmitteln im Amateurfußball gezeigt. Neue Recherchen von Lokalzeitungen aus dem CORRECTIV-Partnernetzwerk decken auf, dass der #Pillenkick noch weiter verbreitet ist. „Das ist selbstverständlich geworden“, sagt ein Trainer. Zur Quelle wechseln

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Ein nationales Problem, lokal recherchiert

Ein nationales Problem, lokal recherchiert

Dieser Artikel stammt von CORRECTIV.Faktencheck / Zur Quelle wechseln Häusliche Gewalt Ein nationales Problem, lokal recherchiert Es ist eine neuartige Kooperationsform: 31 Lokalmedien recherchieren zusammen mit CORRECTIV.Lokal zum Thema Häusliche Gewalt. In ihren Geschichten dokumentieren sie an unterschiedlichen Orten, woran der Kampf gegen Häusliche Gewalt scheitert. Sie blicken in überlastete Frauenhäuser, berichten über digitale Gewalt,…

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Warum es kein Problem ist, wenn der Covid-19-Impfstoff von Biontech kurz ungekühlt in einer Plastikbox transportiert wird

Warum es kein Problem ist, wenn der Covid-19-Impfstoff von Biontech kurz ungekühlt in einer Plastikbox transportiert wird

Auf Facebook kursieren Bilder von Menschen mit weißen Kitteln und Mundschutz, die Plastikboxen tragen – mutmaßlich mit Aufklebern der Baumarktkette Obi (hier und hier). Es wird behauptet, in den Boxen sei ein Impfstoff gegen Covid-19 transportiert worden, der eigentlich bei minus 70 Grad Celsius gekühlt werden müsse. Die Beiträge wurden zusammen mehr als 1.600 Mal…

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Auf Facebook kursieren Bilder von Menschen mit weißen Kitteln und Mundschutz, die Plastikboxen tragen – mutmaßlich mit Aufklebern der Baumarktkette Obi (hier und hier). Es wird behauptet, in den Boxen sei ein Impfstoff gegen Covid-19 transportiert worden, der eigentlich bei minus 70 Grad Celsius gekühlt werden müsse. Die Beiträge wurden zusammen mehr als 1.600 Mal geteilt. 

Die Facebook-Nutzer versehen die Bilder mit ironischen Kommentaren wie: „So Freunde! Der Stoff ist endlich da und wird fachmännisch bei -70°C in der OBI Box geliefert. Jetzt kann ich mit gutem Gewissen in das Bett.“ 

Es wird also suggeriert, der Impfstoff sei nicht ordnungsgemäß transportiert und gekühlt worden. Hier fehlt jedoch wesentlicher Kontext: Der Impfstoff muss tatsächlich auftauen und Raumtemperatur erreicht haben, bevor er verabreicht wird. 

Ein Facebook-Beitrag, in dem sich über die Transportbox von Obi lustig gemacht wird. (Quelle: Facebook / Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)

Bilder stammen von der ersten Covid-19-Impfung in Polen

Eine Bilder-Rückwärtssuche bei Google führte uns zu zwei Faktenchecks auf polnischen Webseiten: FakeNews.pl und Geekweb.pl. Offenbar kursierten die Behauptungen über die Obi-Boxen zuerst dort in Sozialen Netzwerken und wurden dann in Deutschland übernommen. Dem Artikel von Geekweb ist zu entnehmen, dass die Bilder vom Termin der ersten verabreichten Impfung gegen Covid-19 in Warschau am 27. Dezember 2020 stammen.

Dieselben Personen und die Plastikboxen sind in einem Video der Nachrichtenseite Wirtualna Polska vom 27. Dezember auf Youtube zu sehen. Die Frau mit den braunen Haaren ist demnach eine Krankenschwester eines Krankenhauses in Warschau und erhielt als erste Person in Polen die Impfung, begleitet von der Presse. Ein Video des Youtube-Kanals „EU Debates“ vom selben Tag zeigt die gleiche Szene. 

Ein Video von Wirtualna Polska auf Youtube, das die Szene zeigt. (Quelle: Wirtualna Polska / Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)

Den polnischen Medienberichten zufolge handelte es sich um den Impfstoff der Firmen Pfizer und Biontech („BNT162b2“ oder „Comirnaty“ genannt). Die ersten Lieferungen seien demnach am 25. Dezember in Polen eingetroffen. 

Der Biontech-Impfstoff wurde im Dezember 2020 als erster von der Europäischen Arzneimittel-Agentur EMA geprüft und in der EU zugelassen. Er kommt auch in Deutschland schon zum Einsatz. 

Impfstoff muss zwar bei minus 70 Grad gelagert werden – aber vor der Nutzung auf Raumtemperatur gebracht werden

Tatsächlich berichteten verschiedene Medien (hier und hier) in den vergangenen Wochen, dass der Impfstoff bei minus 70 Grad Celsius gekühlt gelagert werden müsse. In einem normalen Kühlschrank (bei zwei bis acht Grad) hält er sich fünf Tage – so steht es auch auf der Webseite des Pharmakonzerns Pfizer.

Wie die Faktenchecker aus Polen jedoch bereits recherchiert haben, kann der Impfstoff durchaus kurze Zeit bei höherer Temperatur lagern. Laut Informationen der US-Gesundheitsbehörde FDA müssen die Impfstoffe vor der Nutzung etwa 30 Minuten lang auftauen und Raumtemperatur erreichen, bevor sie verabreicht werden können. Ungeöffnet können sie maximal zwei Stunden bei bis zu 25 Grad Celsius gelagert werden (Seite 2 im Dokument). 

Dieselben Informationen finden sich auch auf der Webseite des Arzneimittel-Verzeichnisses „Gelbe Liste“: Bis zu zwei Stunden darf der Impfstoff von Biontech und Pfizer bei Raumtemperatur aufbewahrt werden. Die maximale Umgebungstemperatur wird mit 25 oder 30 Grad angegeben. 

Wie lange der Impfstoff in der Plastikbox aufbewahrt wurde, geht aus dem Video des Impftermins in Polen nicht hervor. Dass eine Plastikbox zum Transport benutzt wurde, ist an sich jedoch unproblematisch. Es bedeutet nicht, dass der Impfstoff zuvor nicht ausreichend gekühlt war. 

Redigatur: Steffen Kutzner, Uschi Jonas

Die wichtigsten, öffentlichen Quellen für diesen Faktencheck:

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Auf Facebook kursieren Bilder von Menschen mit weißen Kitteln und Mundschutz, die Plastikboxen tragen – mutmaßlich mit Aufklebern der Baumarktkette Obi (hier und hier). Es wird behauptet, in den Boxen sei ein Impfstoff gegen Covid-19 transportiert worden, der eigentlich bei minus 70 Grad Celsius gekühlt werden müsse. Die Beiträge wurden zusammen mehr als 1.600 Mal geteilt. 

Die Facebook-Nutzer versehen die Bilder mit ironischen Kommentaren wie: „So Freunde! Der Stoff ist endlich da und wird fachmännisch bei -70°C in der OBI Box geliefert. Jetzt kann ich mit gutem Gewissen in das Bett.“ 

Es wird also suggeriert, der Impfstoff sei nicht ordnungsgemäß transportiert und gekühlt worden. Hier fehlt jedoch wesentlicher Kontext: Der Impfstoff muss tatsächlich auftauen und Raumtemperatur erreicht haben, bevor er verabreicht wird. 

Ein Facebook-Beitrag, in dem sich über die Transportbox von Obi lustig gemacht wird. (Quelle: Facebook / Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)

Bilder stammen von der ersten Covid-19-Impfung in Polen

Eine Bilder-Rückwärtssuche bei Google führte uns zu zwei Faktenchecks auf polnischen Webseiten: FakeNews.pl und Geekweb.pl. Offenbar kursierten die Behauptungen über die Obi-Boxen zuerst dort in Sozialen Netzwerken und wurden dann in Deutschland übernommen. Dem Artikel von Geekweb ist zu entnehmen, dass die Bilder vom Termin der ersten verabreichten Impfung gegen Covid-19 in Warschau am 27. Dezember 2020 stammen.

Dieselben Personen und die Plastikboxen sind in einem Video der Nachrichtenseite Wirtualna Polska vom 27. Dezember auf Youtube zu sehen. Die Frau mit den braunen Haaren ist demnach eine Krankenschwester eines Krankenhauses in Warschau und erhielt als erste Person in Polen die Impfung, begleitet von der Presse. Ein Video des Youtube-Kanals „EU Debates“ vom selben Tag zeigt die gleiche Szene. 

Ein Video von Wirtualna Polska auf Youtube, das die Szene zeigt. (Quelle: Wirtualna Polska / Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)

Den polnischen Medienberichten zufolge handelte es sich um den Impfstoff der Firmen Pfizer und Biontech („BNT162b2“ oder „Comirnaty“ genannt). Die ersten Lieferungen seien demnach am 25. Dezember in Polen eingetroffen. 

Der Biontech-Impfstoff wurde im Dezember 2020 als erster von der Europäischen Arzneimittel-Agentur EMA geprüft und in der EU zugelassen. Er kommt auch in Deutschland schon zum Einsatz. 

Impfstoff muss zwar bei minus 70 Grad gelagert werden – aber vor der Nutzung auf Raumtemperatur gebracht werden

Tatsächlich berichteten verschiedene Medien (hier und hier) in den vergangenen Wochen, dass der Impfstoff bei minus 70 Grad Celsius gekühlt gelagert werden müsse. In einem normalen Kühlschrank (bei zwei bis acht Grad) hält er sich fünf Tage – so steht es auch auf der Webseite des Pharmakonzerns Pfizer.

Wie die Faktenchecker aus Polen jedoch bereits recherchiert haben, kann der Impfstoff durchaus kurze Zeit bei höherer Temperatur lagern. Laut Informationen der US-Gesundheitsbehörde FDA müssen die Impfstoffe vor der Nutzung etwa 30 Minuten lang auftauen und Raumtemperatur erreichen, bevor sie verabreicht werden können. Ungeöffnet können sie maximal zwei Stunden bei bis zu 25 Grad Celsius gelagert werden (Seite 2 im Dokument). 

Dieselben Informationen finden sich auch auf der Webseite des Arzneimittel-Verzeichnisses „Gelbe Liste“: Bis zu zwei Stunden darf der Impfstoff von Biontech und Pfizer bei Raumtemperatur aufbewahrt werden. Die maximale Umgebungstemperatur wird mit 25 oder 30 Grad angegeben. 

Wie lange der Impfstoff in der Plastikbox aufbewahrt wurde, geht aus dem Video des Impftermins in Polen nicht hervor. Dass eine Plastikbox zum Transport benutzt wurde, ist an sich jedoch unproblematisch. Es bedeutet nicht, dass der Impfstoff zuvor nicht ausreichend gekühlt war. 

Redigatur: Steffen Kutzner, Uschi Jonas

Die wichtigsten, öffentlichen Quellen für diesen Faktencheck:

  • Video der ersten Impfung von Wirtualna Polska (27. Dezember 2020): Link (Polnisch)
  • Produktinformationen zum Covid-19-Impfstoff auf der Webseite von Pfizer: Link (Englisch)
  • Informationen der FDA zum Covid-19-Impfstoff: Link (Englisch)
  • Produktinformationen zum Impfstoff in der „Gelben Liste“: Link 

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