28. March 2026
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6 verborgene Orte in der Kölner Unterwelt
Wie sieht es unterirdisch in der Kölner Unterwelt aus? Es gibt in der Stadt mehrere Ort, die tief verborgen unter der Erde liegen. Sie stammen aus verschiedenen Epochen. Angefangen bei der Römerzeit, bis hin zu den 1930er-Jahren vor dem 2. Weltkrieg. Einige dieser Orte waren über Jahrzehnte unentdeckt geblieben. Nicht alle Orte sind uneingeschränkt für die Öffentlichkeit zugänglich.
Hier seht ihr 6 verborgene Orte in der Kölner Unterwelt.
Foto: Mich.kramer CC BY-SA 3.0
Barbarastollen
An der Kölner Universität wurde Anfang der 1930er-Jahren ein Bergwergstollen gebaut, der erst in den 1980er-Jahren bei der Renovierung der angrenzenden Kellerräume wiederentdeckt wurde. Nach den Wirren des Krieges blieb das Bauwerk Jahrzehnte unentdeckt und wurde von keinem Menschen betreten.
Der Barbarastollen wurde ab 1930 als Anschauungsobjekt für die Studenten der Geologie errichtet. Er war also eine Art Bergbaumuseum, in dem ein Förderband und zahlreiche Gegenstände eingebaut wurden, die typisch für den Bergbau waren. Das Foto ganz oben zeigt den Eingang des Stollens.
Der Stollen ist etwa 40 Meter lang und befindet sich zwei Etagen unter dem Hauptgebäude der Universität (weitere Infos)
Ubiermonument
Das Ubiermonument findet ihr „An der Malzmühle / Mühlenbach“. Es bildete die südöstliche Ecke der Kölner Stadtbefestigung zur Römerzeit und wurde 1965 zufällig bei Bauarbeiten entdeckt Das Monument war noch vor der römischen Stadtbefestigung da, die an den Turm gebaut wurde.
Es ist der älteste römische Steinbau Kölns und zugleich einer der ältesten Quaderbauten nördlich der Alpen. Es kann im Rahmen von Führungen besichtigt werden
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Kronleuchtersaal
Im Jahr 1890 wurde ein Bauwerk unterhalb Kölns errichtet, dessen Zustand sich bis heute nahezu nicht verändert hat. Der so genannte Kronleuchtersaal in Köln hat eine wichtige Funktion in der Kanalisation und ist gleichzeitig ein Bauwerk, das viele Leute begeistert.
Der Saal ist ein so genanntes Vereinigungsbauwerk in der Kölner Kanalisation. Das bedeutet: Hier werden zwei Abwasserkanäle zusammengeführt. Damit die Kanalisation nicht überläuft, kann der 4,6 Meter hohe Raum bei starkem Regen übschwemmt werden. Es gibt bei starkem Regen außerdem einen zusätzlichen Abfluss zum Rhein.
Das Bauwerk wurde an die Stelle des so genannten Franzosenhafens gebaut, der zwischen Erbertplatz und Bastei während französischen Besatzungszeit bis 1813 entstand, aber später keine Bedeutung mehr hatte.
Das Vereinigungsbauwerk hat heute noch exakt die Funktion, warum es damals erbaut wurde und befindet sich in einem sehr gutem Zustand. Den 2. Weltkrieg hatte der Saal nahezu unbeschadet überstanden.
Es gibt zwei Geschichten, wie die Kronleuchter in das Bauwerk kamen, wie die Stadtentwässerungsbetriebe der Stadt Köln schreiben: Eine besagt, dass sie zur Eröffnung 1890 aufgehängt wurden und ein Geschenk des preußischen Kaisers Wilhelm II waren. Die andere Geschichte besagt, dass die Stadt die Leuchter zu Ehren des Kaisers gestiftet habe.
Die Stadtentwässerungsbetriebe bieten auch Führungen im Saal an. Auf dieser Seite informieren kann man sich für Führungen anmelden.
Tunnel unter der Altstadt
Unter der Großen Budengasse mitten in der Kölner Altstadt ist bis heute ein römischer Abwasserkanal erhalten, der unter der Stadtbefestigung zum Rhein floss. Der Kanal ist heute noch in einer Länge von 150 Meter begehbar.
Auf dem Theo-Burauen-Platz ist ein Stück des Kanals angehoben und ausgestellt. Im 2. Weltkrieg haben die Kölner hier unter anderem Schutz vor den Bomben gesucht. Der unterirdische Teil des Kanals kann aktuell nicht besichtigt werden.
Röhrenbunker
Diese Anlage gehört zu den wenigen stummen Zeitzeugen des 2. Weltkriegs, die bis heute detailliert erhalten ist: Wer die 17 Stufen in den Röhrenbunker am Reichenspergerplatz mitten in Köln betritt, der macht eine Zeitreise in die 1940er-Jahre.
Die Anlage ist heute nahezu unverändert und gehört zu Bauten, die einen Eindruck davon geben, was die Menschen in Köln im 2. Weltkrieg erleben mussten.
Der Bunker aus dem Jahr 1942 liegt direkt vor dem heutigen Oberlandesgericht (1911 erbaut). Auf dem Rasen weist lediglich ein Gitter auf den Einstieg hin.
In der Regel gibt es an jedem 1. Sonntag im Monat eine kostenlose Führung des Vereins Festungsmuseum. Hier findet ihr weitere Informationen zu Führungen und dem Bunker.
Weitere Infos und Bilder zur Anlage seht ihr in diesem Bericht.
Atom-Bunker in Köln-Kalk
Die Mauern bestehen aus 1,4 Meter dicken Beton. Gepanzerte Stahltüren, die 40 Zentimeter dick sind, riegeln den Bereich ab. Wer den U-Bahnhof Kalk Post betritt ahnt nicht, dass es neben der normalen Bahnstation hier noch eine Welt gibt, die den Kölnern im Alltag verborgen ist. Unter der Erde befindet sich einer der größte Schutzräume aus der Zeit des Kalten Krieges.
Als die Bahnstation Kalk Post 1979 (Inbetriebnahme 2. August 1980) gebaut wurde, war die Welt inmitten des Kalten Krieges. In Köln waren mehrere Zivilschutzanlagen geplant, die die Menschen bei einem Atomschlag schützen sollten, etwa am Friesenplatz, Rudolfplatz und Neumarkt.
Der Atombunker in der Station Kalk Post war die einzige Anlage, die komplett fertiggestellt wurde. Die Kosten für den Bau betrugen 7 Millionen Mark.
Informationen zur Anmeldung zu einer Führung sieht ihr auf der Webseite des Dokumentationszentrums Kalter Krieg.
Kennt ihr weitere Orte, die auf diese Liste sollten? Schreibt mir eine E-Mail.
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