Monat: Oktober 2018 (Page 2)

Autowrack am Kölner Rheinufer: Halter kann nicht mehr ermittelt werden

Der Halter des vor gut einer Woche im Rhein entdeckten Autos kann nicht mehr ermittelt werden. Das teilte die Wasserschutzpolizei Köln auf Anfrage mit. Damit dürfte dem ehemaligen Besitzer ein Stein vom Herzen fallen, sofern er oder sie die Bergung mitverfolgt hat. Denn der Besitzer hätte die Kosten für den Kraneinsatz und den Abtransport mit dem Arbeitsschiff des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes tragen müssen. 

Die Fahrgestellnummer war allerdings nicht mehr lesbar. Der Wagen hatte zu lange Zeit im Wasser gelegen und war bereits völlig verrostet. Die Wasserschutzpolizei geht davon aus, dass das Auto nicht an der Fundstelle ins Wasser ging, sondern durch die Strömung mit der Zeit dorthin getrieben ist. Wo der Wagen herkommt und wie lange er im Wasser lag, sei völlig unklar, sagte ein Sprecher. Die Nummernschilder waren nicht mehr vorhanden.

Bei dem Fahrzeug handelte es sich um einen alten Nissan Bluebird. Die Wasserschutzpolizei hatte zunächst von einem Audi A80 gesprochen. 

Ein Angler hatte den Wagen am Sonntag voriger Woche im Stadtteil Merkenich (Ortsteil Langel) im Wasser gefunden und die Polizei verständigt. Da der Fahrzeughalter nicht mehr ermittelt werden kann, wird das Auto nun verschrottet. (red)…Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta

Kurioser Prozess : Erpresste ein Lappenclown an Karneval einen Kölner Supermarkt?

Hat ein Lappenclown versucht, an Karneval einen Supermarkt um die Tageseinnahmen zu erpressen? Das behauptet jedenfalls ein 54-jähriger Handwerker, der sich vor dem Amtsgericht wegen räuberischer Erpressung verantworten muss. Er habe nur freundlich sein wollen, sagt der angeklagte Maurermeister, als er einem ihm unbekannten kostümierten Jeck, der sein Telefon nicht dabei hatte und angeblich ein Taxi rufen wollte, mit seinem Handy aushalf. Deshalb habe der Unbekannte und nicht er das Verbrechen begangen.

Der Fall ereignete sich am frühen Nachmittag des Karnevalsdienstags auf einem Supermarktparkplatz in Worringen, ganz Köln lag in den letzten jecken Zügen. Grund genug für Filialeiterin Doris G. (Name geändert), den Anrufer nicht ernst zu nehmen, der zuvor schon versucht hatte, sie persönlich an den Apparat zu bekommen, indem er sich als Mitarbeiter des Gesundheitsamtes ausgab.

Kurz darauf meldete er sich erneut, diesmal war G. sofort am Hörer und glaubte, ihren Ohren nicht zu trauen: Die kompletten Tageseinnahmen sollten nach Feierabend in einer Plastiktüte vor die Tür des Marktes gestellt werden. „Andernfalls geht eine Nagelbombe hoch“, drohte der Anrufer. Doch da hatte er mit der Filialleiterin die Falsche am Hörer: „Du bist wohl nicht ganz richtig in der Birne“, legte sie los und schimpfte unentwegt weiter, knallte schließlich den Hörer auf die Gabel. Sie nahm den Erpresser nicht ernst. Der meldete sich ein drittes Mal: Diesmal stellte sie das Gespräch am Hörer auf volle Lautstärke, ihr Kollege nahm es mit dem Handy auf – und am Dienstag hörten es alle Anwesenden in Saal 18 des Kölner Amtsgerichts.

Dort saß der angebliche Anrufer als Angeklagter neben seiner Verteidigerin und bestritt die Vorwürfe, wie er es auch schon getan hatte, als die Polizei ihn festgenommen hatte. Die Ermittler waren erst am nächsten Tag tätig geworden, weil die Filialleiterin auch nach dem dritten Anruf an einen üblen Scherz geglaubt hatte. Erst als ihre Mitarbeiter Aschermittwoch an der Kartoffeltheke einen mit Nägeln gefüllten Briefumschlag fand, hatte sie die Polizei alarmiert.

Stimmenvergleich soll Abhilfe bringen

Der kleine, unauffällige Mann auf der Anklagebank schüttelt immer wieder ungläubig den Kopf: Für einen Stimmenvergleich „stehe ich jederzeit gerne zur Verfügung, denn ich war das nicht“, erklärt er dem Richter, der allerdings glaubt, den Täter vor sich zu haben: „Es soll Beschuldigte geben, die reden sich so lange ihre Unschuld ein, bis sie selber dran glauben.“ Doch der Ex-Maurermeister mit eigenem Unternehmen, das er aufgeben musste, um die schwer kranke Mutter zu pflegen, schüttelt den Kopf. Er arbeitet inzwischen als Gabelstaplerfahrer, hat sein Auskommen, sitzt zum ersten Mal vor Gericht. Wo ist das Motiv, fragt sich jeder im Saal.

Bei einer Wohnungsdurchsuchung hatten die Ermittler im Keller des Angeklagten Nägel gefunden, die „mit großer Wahrscheinlichkeit“ aus derselben Fertigung stammten wie die sichergestellten im Supermarkt, ein entsprechendes LKA-Gutachten bestätigt das, hinzu kommen die drei von seinem Handy getätigten Anrufe: „Sie kommen aus der Nummer nur raus, wenn ein Stimmenvergleich eindeutig negativ ist“, sagt der Richter abschließend, gibt das Gutachten in Auftrag – und vertagt den Prozess auf unbestimmte Zeit….Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta