19. December 2025
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11 kölsche Weihnachts-Sprüche – und was sie bedeuten
Die kölsche Sprache hat auch für Weihnachten und in der Adventszeit mehrere besondere Begriffe und Redewendungen. Ich habe mir diese Begriffe und Sätze im Standardwerk der kölschen Sprache, dem Adam Wrede, angeschaut und an dieser Stelle 11 kölsche Weihnachts-Sprüche und ihre Bedeutung aufgeschrieben:
Die Schreibweise ist in diesem Fall 1:1 übernommen, ebenso die Erklärungen zu den Bedeutungen.
- Was braucht es zunächst einmal: Kreßbaum und Kreppche. Also Weihnachtsbaum und Krippe.
- Kreßbaum maache bedeutet so viel wie den Weihnachtsbaum im Wohnzimmer aufzustellen und zu schmücken. In Köln gibt es davon ab übrigens eine Menge öffentlicher Krippen, die man beim Kölner Krippenweg nachschauen kann.
- Kreßovend wird der Weihnachtsabend genannt, also der 24. Dezember. Auf Hochdeutsch ist das der Heiligabend bzw. Hellichovend op Kölsch.
- Als Kreßnaach wird die Nacht vom 24. auf den 25. Dezember bezeichnet. En de Kreßnaach jon, bedeutet dann entsprechend, die Christmette zu besuchen. Im Kölner Dom findet sie um 23:30 Uhr statt.
- Der Begriff Weihnaach wurde laut Adam Wrede (S. 1066) in Köln nur wenig verwendet: Im 17 Jahrhundert wurde er vereinzelt in der Kölner Schriftsprache verwendet, war aber lange Zeit nicht geläufig in Köln. In Köln hieß es nicht Weihnaach, sondern Kristnacht bzw. wurde daraus Kristtag und in der mundartlichen Form dann eben Kreßdaach, wie bereits oben erklärt.
Und dann gibt es noch einige alte kölsche Wettersprüche zu Weihnachten in Köln, da der Tag auch im Bauernkalender hinsichtlich der künftigen Wetters eine große Bedeutung hat. Schaut am 24.12. und den Tagen danach also genau aus dem Fenster:
- Jröne Kreßdaach, wieße Poschdaach. Also: Grüne Weihnachten, weiße Ostern.
- Kreßdaach an der Dör, Oster öm et För.
- Wie sich et Wedder vun Kreßdaach bes Dreikünninge hält, su es et dat janze Johr bestellt.
Aus dem Verliebt in Köln-Shop:
- Und natürlich gibt es dann auch noch das Kreßkingche: „Eß och et Kreßkingche bei dich jekumme udder worste nit brav?“, ist ein Beispiel für eine geläufige Frage früher in Köln.
Habt ihr weitere Ergänzungen dazu? Schreibt mir eine E-Mail. Der Adam Wrede ist hier bestellbar.
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