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„Staatsgefährdende Gewalttat“: Generalbundesanwalt prüft Terror-Hintergrund in Köln

„Staatsgefährdende Gewalttat“: Generalbundesanwalt prüft Terror-Hintergrund in Köln

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Auch am Mittwochvormittag ist die Polizei noch mit der Untersuchung der Wohnung an der Osloer Straße in Chorweiler beschäftigt. Dort waren am Abend zuvor ein 29 Jahre alter Tunesier und seine Ehefrau festgenommen worden. Gegen 20 Uhr stürmten Polizisten die Wohnung der Familie im ersten Stock eines 18-geschossigen Hochhauses an der Osloer Straße im Stadtteil Chorweiler.  Zuvor hatte es einen Hinweis gegeben, dass der Mann eine große Menge gefährlicher, giftiger Stoffe bestellt hatte. Unbekannte Substanzen wurden sichergestellt und untersucht.

Am Mittwochmorgen wollte die Polizei noch nicht mitteilen, ob sich  das Paar in der Nacht bereits zu den Substanzen und den möglichen Motiven geäußert hat. Der Generalbundesanwalt hat die Ermittlungen übernommen. „Wir ermitteln gegen den Mann wegen des Tatvorwurfs der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat“, sagt eine Sprecherin des Generalbundesanwalts am Mittwochvormittag.

„Da ein terroristischer Hintergrund derzeit nicht ausgeschlossen werden kann, führen wir das Verfahren.“ Derzeit prüften Wissenschaftler, um welche Substanzen es sich handele, die in der Wohnung des Mannes gefunden worden seien. Es sei noch unklar, ob das, was an Substanzen gefunden wurde, ausreiche, um einen Haftbefehl gegen den Mann zu beantragen. 

Wie die Polizei mitteilte, ist der Festgenommene tunesischer Abstammung. Über die Nationalität der Ehefrau wurden keine Angaben gemacht.  „Wir haben uns sehr schnell entschlossen zuzugreifen, um mögliche Gefahren abzuwehren“, sagte Polizeisprecher André Faßbender noch am Dienstagabend.

Eine benachbarte Wohnung wurde ebenfalls durchsucht – es konnte nicht ausgeschlossen werden, dass sich in dieser Wohnung  auch giftige Stoffe oder weitere Menschen aufhalten, sagte der Polizeisprecher. Diese Wohnung sei aber leer gewesen. 

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Gemeinsame Kinder in der Obhut der Stadt Köln

Die gemeinsamen Kinder des Ehepaares sind in der Obhut der Stadt Köln und werden von Mitarbeitern des Jugendamtes betreut. Die Polizei war mit starken Kräften nach Chorweiler gekommen. Neben den SEK-Beamten waren auch Polizisten einer Einsatzhundertschaft im Einsatz beteiligt, zahlreiche schwer bewaffnete Beamte riegelten das Areal rund um das Hochhaus ab. Nach Abschluss der Festnahme und dem Abtransport des Verdächtigen begannen die Spezialkräfte mit der Durchsuchung der Wohnung. 

Analytische Task-Force auch vor Ort

Daran beteiligte sich auch die Analytische Task-Force (ATF) der Kölner Feuerwehr sowie für chemische Einsätze besonders ausgebildete Polizisten aus Essen. Die ATF rückt aus, wenn Feuerwehrleute bei einem Einsatz zusätzlich Alarm aufgrund von biologischen, chemischen sowie atomaren und terroristischen Gefahren auslösen – etwa weil sie bestimmte Stoffe oder Gefahren nicht bestimmen oder ausschließen können.

Mobiles Labor aufgebaut

Die Mitglieder der ATF können für ihre Arbeit auf mobile Messstationen mit spezialisierten Testgeräten zurückgreifen, wenn sie bei Verdacht auf entsprechende Verunreinigungen angefordert werden. Dazu wurde im Eingangsbereich des Hochhauses an der Osloer Straße in Chorweiler ein mobiles Labor aufgebaut.

Zahlreiche Nachbarn beobachteten den Einsatz, sie standen an den Fenstern oder auf den Balkonen ihrer Wohnungen oder waren auf die Straße gekommen. Über den Verdächtigen wusste niemand allzu viel zu berichten: „Man läuft sich über den Weg, man sagt »Hallo«, aber mehr auch nicht“, beschrieb ein Nachbar aus dem Haus den Umgang mit dem 29-Jährigen und seiner Familie. (mit dpa)...Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta

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