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Kölner Perspektiven 2030: Rezepte gegen Wachstumsschmerzen

Kölner Perspektiven 2030: Rezepte gegen Wachstumsschmerzen

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Die „Kölner Perspektiven 2030“ sollten die Weichen für die Zukunft stellen, sagte Brigitte Scholz, Leiterin des Amtes für Stadtentwicklung und Statistik. Die Stadt nähere sich den 1,1 Millionen Einwohnern. „Wir wollen mit unserer Vision für 2030 vermeiden, dass uns das Wachstumsschmerzen bereitet.“ In der zweiten „Stadtgespräch“-Runde hat Oberbürgermeisterin Henriette Reker erneut – wie im Mai 2017 – Chorweiler besucht. Es war der achte Bezirk ihrer Tour; am 12. Dezember folgt als Abschluss Nippes. Rund 180 Gäste waren im Bürgerzentrum am Pariser Platz dabei. Der Auftakt war stimmungsvoll: Die 14-jährige Darja Gruener sang solo, nur von Klavier begleitet – ein umjubelter Auftritt. Für das Finale, „Unser Stammbaum“, kamen auch der Chor der Synagogengemeinde und das Publikum ins Spiel.

-> Perspektiven 2030: Das Referat zur Einführung ins Konzept, das mit den Bürgern entstehen soll, bildete den ersten Teil. Unfreiwillig passend zum Teilaspekt Mobilität war, dass Reker wegen eines Staus selbst eine halbe Stunde zu spät kam. Gerade im Bezirk Chorweiler ist Mobilität ein Schlüsselthema: Etliche Bürger klagen über schlechte Bus- und Bahn-Anbindungen und oft ausfallende S-Bahnen. „Wenn wir künftig mehr Menschen transportieren wollen, brauchen wir andere Systeme, besseren ÖPNV, Rad-Sharing – auch in Chorweiler“, so Reker. Ein Städtebau-Großprojekt steht ja im Bezirk konkret bevor: das neue Veedel Kreuzfeld, westlich von Blumenberg. Man wolle die Fehler des Baus der „Neuen Stadt“ vermeiden, so Scholz. „Grün, barrierefrei, sicher, kinderfreundlich und mehr – das alles sind Ziele fürs Entwicklungskonzept.“

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-> Workshops: Wie sie sich ihre Stadt wünschen, konnten die Besucher an mehreren Stationen zeigen: Bei „Drei Bälle für meinen Bezirk“ konnten alle per Ball-Einwurf in einen Eimer über relevante Themen abstimmen. Schnell zeigte sich: „Mobilität“ und „Sicherheit“ dominierten; hier mussten zweite Eimer her, weil die ersten „überliefen“. Bei der Station „Mein Köln/mein Bezirk ist…“ schrieben Bürger auf eine Karte, was sie mit Chorweiler verbindet und was sie fordern. „Eine direkte Anbindung an die Stadt! Worringen muss endlich stattfinden in Köln“, so ein Bürger. Oder einfach: Als Bezirk „ernst genommen werden“. Auf einem Stadtplan konnte man seine Lieblingsorte markieren. Überraschend: Neben „Klassikern“ wie Rheinufer, Fühlinger und Escher See ballten sich die roten Punkte auch am Pariser Platz. Die Verschönerung stehe an, versprach Reker – Verzögerungen hin oder her. Ein Beispiel, das Mut mache, sei der Ebertplatz – der nach der Wieder-Aktivierung der Brunnenskulptur vom Angstraum zum Familientreff geworden sei.

-> Bürgeraustausch: Beim offenen Schlussgespräch trugen etliche Bürger vor, was ihnen Sorgen bereitet. Ihr Ort ersticke im Verkehr, eine Apotheke fehle seit Jahren, so Dörte Daverkausen aus Merkenich. „Wir können als Stadt aber selbst keine Apotheken betreiben, nur Rahmenbedingungen verbessern – und uns um die Versorgung besonders Bedürftiger mit Medikamenten kümmern“, antwortete Reker. Klaus Harzendorf vom Amt für Straßen- und Verkehrsentwicklung versprach mehr Tempo- und Parkkontrollen. „Merkenich ist nun mal ein Dorf, das baulich nicht auf Autos ausgelegt ist.“ Parken ist auch am Einkaufszentrum Haselnußhof in Heimersdorf Thema, wo Pendler und Anwohner Plätze belegten – und in Blumenberg, wo abends und am Wochenende viele parkten, wie sie wollen. Ein Bürger aus Heimersdorf wünschte sich mehr Veedelstreffs – nur ein Bürgerzentrum reiche bei weitem nicht. Das Zauberwort sei gemeinsame Nutzung, so Reker. „Ein Jugendzentrum kann ja zu gewissen Zeiten auch mal für Senioren offen sein, und umgekehrt. Wir müssen die Situation mit freien Trägern und Kirchen gemeinsam lösen. Ich nehme das mit als gesamtstädtische Anregung.“...Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta

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