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Klagen der Nachbarn: Kölnerin soll sich von zwei Hunden trennen oder ausziehen

Klagen der Nachbarn: Kölnerin soll sich von zwei Hunden trennen oder ausziehen

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Tierschutz bedeute ihr sehr viel, sagt Angela Vollhaber. Und das ist offensichtlich: Mit drei Katzen und vier Hunden, die sie aus Notlagen adoptiert hat, leben sie und ihre jüngere Tochter in einem Appartement an der Michelsbergstraße in Blumenberg - einer beschaulichen Wohnanlage. Auch ist die 43-Jährige zweite Vorsitzende des Vereins "Entlaufene/ Vermisste Hunde Köln und Umgebung", der Haltern bei ihrer Suche hilft.

Regelmäßig besucht sie zudem mit ihren Schützlingen die nahegelegene Seniorenresidenz St.-Lazarus-Haus, und beschert mit ihrem Rudel den Bewohnern schöne Stunden. Für ihre Engagement hat sie vom Seniorenhaus und dem Bürgerverein Interessengemeinschaft Blumenberg Ehrenurkunden bekommen.

Laut Vertrag verboten

Doch wie ihr Vermieter ihr nun mitgeteilt hat, soll sie aufgrund von Nachbar-Beschwerden - die Rede ist von Dreck, üblen Gerüchen und lautem Gebell - zumindest zwei ihrer Hunde abschaffen, was für sie aber nicht in Frage kommt. Höchstens eines der Tiere würde sie in treue Hände abgeben.

Ihr Vermieter ist die städtische Kämmerei, die die Wohnanlage für eine Stiftung verwaltet. Laut Mietvertrag für die Wohnungen sind Hunde zwar nicht gestattet. "Als ich die Stadt jedoch vor meiner Unterschrift darauf hinwies, dass ich Hunde besitze, bekam ich die mündliche Zusage, dass man die Haltung dulden werde, solange keine Beschwerden auftreten", so Vollhaber.

Während das Verhältnis zum Großteil der Nachbarn gut sei, gebe es inzwischen mit Einzelpersonen Probleme, sagt sie. Mitte März schließlich forderte die Kämmerei sie per Brief auf, die Hundehaltung auf zwei Tiere zu beschränken. Wenn sie dem nicht nachkomme, müsse man sich komplett auf die Bedingungen im Mietvertrag zurückziehen, und auf einer völligen Abschaffung der Hunde bestehen.

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Petition gestartet

Die Beschwerden hätten keine andere Wahl zugelassen; das Angebot, zumindest zwei Hunde weiter halten zu dürfen, sei bereits ein großes Entgegenkommen. Ob sich tatsächlich nur Einzelpersonen beschwert haben, wie Vollhaber behauptet, oder mehrere Nachbarn, dazu könne man aus rechtlichen Gründen keine Auskunft geben, heißt es aus der Kämmerei.

Der Fall sorgt im Ort, und darüber hinaus, für Aufsehen. Der parteilose Chorweiler Bezirksvertreter Rolf Hubrich hat über die Plattform Change.org die Online-Petition "Wohnrecht für Frau mit vier Hunden" an Oberbürgermeisterin Henriette Reker initiiert, um für die Tierfreundin eine Lösung zu finden. Bis Redaktionsschluss dieser Ausgabe gab es knapp 5600 Unterzeichner.

Ein Besuch des Veterinäramts 2017 in ihrer Wohnung habe bestätigt, dass dort alles in Ordnung gewesen sei, ergänzt Vollhaber: "Die Mitarbeiterin sagte, sie sei mit den Verhältnissen sehr zufrieden." Die Stadt bestätigt diese Angaben. Mit einer eventuellen Alternative für Vollhaber könne man nicht dienen, falls es zum Auszug käme, heißt es bei der Kämmerei. "Es gelten für alle unsere Wohnungen dieselben Bedingungen. Wir haben keine Objekte irgendwo weit draußen, wo die Hundehaltung egal wäre."...Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta

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