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111 Bäume müssen weichen: Liverpooler Platz in Chorweiler wird umgestaltet

111 Bäume müssen weichen: Liverpooler Platz in Chorweiler wird umgestaltet

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Es ist ein ambitioniertes Projekt: Für rund 8,4 Millionen Euro werden der Liverpooler Platz, der Pariser Platz und die Lyoner Passagen umgestaltet. „Lebenswertes Chorweiler - ein Zentrum im Wandel“ nennt sich das Programm.

Im Rahmen dessen plant die Stadt, 111 Bäume zu fällen - was die Grünen in der Bezirksvertretung Chorweiler aufhorchen ließ. Die Partei fordert nun, dass „genau überprüft wird, welche Bäume erhalten werden können und notfalls auch an anderer Stelle weiterwachsen dürfen und somit dem Stadtklima gegen Überhitzung und andere Probleme helfen können“, steht in einer schriftlichen Anfrage.

„Wir sind nicht gegen die Entfernung auf den Plätzen“, betont Fraktionschef Wolfgang Kleinjans. „Wir sind gegen die Vernichtung und hoffen, dass die Bäume woanders eingesetzt werden können.“ Ein 30 Jahre alter Baum sei eben nicht so einfach zu ersetzen. Es werde einige Zeit brauche, bis der Nachwuchs den gleichen klimatechnischen Level erreiche, sagen die Grünen.

Ungünstiger Standort

Laut Stadt werden die Bäume „aufgrund des für sie ungünstigen Standorts“ gefällt, sie seien schadhaft und in „ihrem Wuchs und ihrer Lebensfähigkeit bereits heute eingeschränkt“.

Stattdessen kompensiert die Stadt die Fällungen mit 179 „klimatisch besser angepassten Bäumen“. Das bedeutet, dass weitere 68 gepflanzt werden. Das Ziel sei es, „optimale Wachstumsbedingungen zu schaffen“. Daher soll nur Gehölz gesetzt werden, das an die „besonderen klimatischen Bedingungen dieses innerstädtischen Standorts“ angepasst ist, so die Stadt weiter.

Umwandlung in Chorweiler im Frühsommer

Da die Umwandlung der Plätze im kommenden Frühsommer beginnt, müssen die Bäume vorher fallen. Das sei aber nur zwischen Oktober und März, außerhalb der Vegetationsperiode, erlaubt. Einen genauen Zeitplan nannte die Stadt nicht. Die meisten Bäume fallen nach den Plänen der Stadt am Liverpooler Platz und im Umfeld, und zwar 74 Stück. Um das Areal „multifunktional“ und als „urbanen Freiraum“ zu gestalten, wird die Fläche grunderneuert sowie die Hälfte aller Parkplätze entfernt.

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Hochbeete und Mauern entfernt

Am Pariser Platz entfernt die Stadt Hochbeete und Mauern, um das Areal zu öffnen, und sägt 20 Bäume ab - die meisten auf der westlichen Seite. Ein Brunnen wird zentraler Aktionspunkt der Fläche. Der derzeit nicht funktionierende Cronenbourg-Brunnen soll ebenfalls in Betrieb genommen werden. Der „Tisch der Nationen“ sowie weitere Sitz- und Spielgelegenheiten laden Passanten zum Verweilen ein.

An der Lyoner Passagen fallen acht Bäume. Die angrenzende ECE-Fassade erhält eine Boulderwand, einen vorgelagerten Kletterparcour und eine Bühne mit Projektionsfläche. Am Rand entstehen Sitzstufen. Der Londoner Platz muss sich von neun der hohen Gewächse trennen. Eine, wie von den Grünen erwünschte, Umsetzung der gefällten Bäume, lehnt die Stadt ab. Durch die „schlechte Vitalität“ der Pflanzen sei eine Umpflanzung nicht möglich....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta

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